Full text : 33.1928 (0033)

sirchen yanz zu schweigen. Verbindungen nach Berlin,
jamburg und anderen Städten seien erheblich schneller
A erreichen als eine Verbindung mit diesen Ortschaften
gnerhalb des Saargebietes, Es wird empfohlen, den früheen
 Vorschlag eines Bezirksfernsprechamtes nochmals auf
‚ugreifen. Alk für das Cieschäftsleben besonders unan-‚enehm
 werden die leider auch vielfach festgestellten
Joppelverbindungen bezeichnet. Hier könne es doch nur
mn dem betreffenden Beamten liegen, wenn in ein begehendes
 Ciespräch ein Dritter eingeschaltet werde.
schließlich wird erneut auf die mangelhafte Fernsprechnöglichkeit
 mit Paris hingewiesen. Während umgekehrt,
‚Iso von Paris nach Saarbrücken, schr schnell eine Veryadung
 ZU erreichen sei, müsse man von Saarbrücken,
‚elbst bei früher Anmelduny am Morgen, unverhältnisnäßig
 Jange warten, Eine Besserung dieser Verhältnissr
vird als besonders dringlich bezeichnet.
Die Vollversammlung stimmt schließlich dem Vorschlag
jnstimmig zu, die ÖOberpostdirektion möge in der gleichen
Veise, wie das die Eisenbahndirektion schon seit Jahren
ut. in einer größeren Aussprache, zu der Vertreter der
nteressierten Kreise hinzugezogen werden sollen, Gelegenjeit
 nehmen, sich über die Lage der einzelnen Betriebseige
 auszusprechen und damit /ugleich auch den ineressierten
 Kreisen Gelegenheit geben, Beschwerden und
Yünsche mündlich vorzubringen.

Unter Punkt 9 der Tayvesordnung: „Verschiejenes‘
 wird ein Schreiben betr. die Dillinger Gewerbeusstellungy
 1928 zur Kenntnis gebracht. Die von der Ge-.chäftsführung
 eingenommene Stellungnahme wird von der
Vollversammiltng gebilligt. Ferner wird der Vereidigung
tes Herrn Direktors Baumann, Saarbrücken, als Sach-‚erstäudiger
 für Abnahme und Materialprüfung zu
restim mt

Zum 75. Geburtstag von Herrn Arnold Becker.
Am 12. März 1928 beging der Seniorchef der Firma
jebr. Sinn, Herr Großkauftmann Arnold Becker, in
‚oller körperlicher und geistiger Frische seinen 75. Gezurtstag.
 Die Handelskammer hat aus diesem Anlaß
jem überall verehrten Jubilar, der ihre Arbeiten als Mitzlied
 und langjähriger Vizepräsident lebhaft gefördert
1at und jetzt ihr Ehrenmitglied ist, mit nachstehendem
schreiben ihre Clückwünsche aussprechen lassen:
Hochverehrter Herr Becker!
Wenn Sie am 12. März Ihren 753. Geburtstag fTelern,
jann stehen in der Reihe der zahlreichen Gratulanten,
lic Ihnen an diesem Tage ihre Liebe und Verehrung
um Ausdruck bringen, in vorderster Linie die Hanlelskammer
 und die ihr verbundenen wirtschaftlichen
<örnerschaiten. Dem unermüdlich im Dienste der Pflicht
;tehenden Mann, der unerschütterlich wie ein Felsen
aus früheren glücklicheren Zeiten in unsere von See
ischen und materiellen Erschütterungen aller Art zer
issene Zeit hinüherragt und ihr in seiner Schaftens
reude und Pflichttreuce ein Vorbild gibt, dem Manne
den die Handelskammer mit Stolz ihr Ehrenmitglicd
 nennen darf, senden wir unsere aufrichtigsten
md wärmsten Glückwünsche zu diesem seltenen Fest
Mit ganz besonderer Freude erfüllt es uns, daß Sie
Ihren 75. Geburtstag in beneidenswerter Frische und
Rüstigkeit begehen dürfen. Mögen Ihnen, hochverehrteır
Herr Becker, noch viele Jahre ungetrübter Gesundheit.
imgeben von der Liebe Ihrer Angehörigen, der Ver:
chrung Ihres Hauses und darüber hinaus aller, die Ihnen
nähertreten durften, beschieden sein. Wir glauben uns
aber mit Ihnen darin einig, wenn unsere Wünsche noch
weiter gehen: Indem wir Ihnen aufrichtigen Dank sagen,
laß Sie es sich nach einem arbeits- und erfolgreichen
Leben nicht nehmen lassen, mit unermüdlichem Interesse
und regster Anteilnahme an den bedeutungsvollen Aufgaben
 unserer Kammer und damit der gesamten Saarwirtschaft
 mitzuarbeiten, hoffen und wünschen wir zuversichtlich,
 daß uns Ihr. abgeklärter Rat noch lange
Jahre zum Wohle unserer Heimat zur Seite stehen
nöge. Unser innigster Wunsch aber geht dahin, daß
Me vereint mit uns den hoffentlich nicht mehr allzufernen
Tag feiern können, an dem das Saargebiet wieder in
len Schoß des Vaterlandes zurückkehren darf.
Handelskammer zu Saarbrücken
A: ver Martin

Entschädigung
für beschlagnahmte deutsche U.S.A.-Patente,
im Rahmen des amerikanischen Freigahegesetzes ist cine
intschädigung für diejenigen während des Krieges In
\merika beschlagnahmten deutschen Patente vorgesehen,
lie an die Regierung der Vereinigten Staaten selbst vercauft
 oder lizensiert wurden. Ein dahingehender Antrag
nuß innerhalb einer Frist von vier Monaten nach der
Zrrichtung des amerikanischen Entschädigungsbüros einzereicht
 sein. Es ist daher erforderlich, daß für die
reteiligten Patentbesitzer, die bislang zum größten Teil
elbst nicht wissen, ob und in welcher Weise über ihre
yeschlagnahmten Patentrechte in den Vereinigten Staaten
veiter verfügt worden ist, umgehend die erforderlichen
7eststellungen in die Wege geleitet werden. Im Einver-1ehmen
 mit den zuständigen Stellen haben es der
Deutsch-Amerikanische Wirtschaftsver-7and,
 Berlin, Neue Wilhelmstraße 12 14,
ınd die Abteilung Amerika des Bundes der
\uslandsdeutschen, Berlin, Luisenstr. 278
ibernommen, die hierfür in Betracht kommenden Festtellungen
 durchzuführen. Sämtliche Besitzer der während
jes Krieges in den Vereinigten Staaten beschlagnahmten
Datente werden aufgefordert, umgehend schriftliche Anneldungen
 bei einem der genannten Verbände vorzuı1ehmen.
 Anzugeben sind: Patentbesitzer, Patentanmelder,
ımerikanische Patentnummer, Datum der Erteilung, ferner
twaige den Patentbesitzern selbst bekannte Finzelheiten
her das Schicksal ihrer US A -Datenie

Inhalt des Amisblattes der Regierungskommission
Nr. 11 vom 8. März 1928,
Amtliches.
Verwaltung des Innern
Zekanntmachung betr. Ernennung zum Standesheamten.
Zekanntmachung betr. Verlust von Führerscheinen (530606
1143, 7342, 920, 11334, 8594, 1-43).
Zekanntmachung betr. Verlust von Zulassumgsbescheinitgungen
 (5706, 3637).
Verwaltung der Finanzen.
Zekanntmachung.
vachweisung von Offenen, den Versorgungsanwärtern Vor
hbehaltenen Stellen, die im Wege des Drivatclienst.
vertrages zu besetzen sind.
Oeifentliche Arbeiten,
Eisenbahn- und Postweser
Zekanntmachung betr. Verlust vor Straßenhenutzungs
yehührenkarten.
Kultus und Schulwesen.
Bekanntmachung betr. Ausschreibung einer Rektorstelle
Volkswohlfahrt.
Bekanntmachung betr. die Fassung der Verordnung betr
Versorgung der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen
 im Saargebiet.
Jekanntmachung betr. die in der Sitzung der Regierungskommission
 vom 13. 2. 1928 yenehmigten Grundsätze
für die Gewährung von Notstandsbeihilfen an Beamte
der Regierungskommission.
Bekanntmachungen anderer Behörden.
Polizeiliche Anordnung betr. Einrichtung einer Einbahn
straße.
Zekanntmachung betr. Errichtung einer oberirdischen Toelegraphenlinie.

3ekanntmachung betr. Errichtung einer unterirsichen Telegraphenlinie.

Bekanntmachung betr. Errichtung einer unterirsichen Tele,
graphenlinie. (Vorstehende drei Bekanntmachungen
heutige „Saar-Wirtschaftszeitung‘‘.)
Viehseuchenpolizeiliche Anordnung.
Nachweisung von offenen, den Versorgungs- und An
stellungsanwärtern vorhchaltenen Stellen
Berichtigung
            
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