Die Erzversorsung der Saareisenirdpstrie,
eher die Erzversorgung der Saareisenindustrie
agen seit der Nachkriegszeit zuverlässige Unterlagen
ich! mehr vor. Selbst die Eisenbahnverkehrsstatistik.
je als Mädchen für alles dient, was sich sonst der
iffernmäßigen Erfassung im Güteraustausch entzieht,
versagt hier. Denn die Statistik der Güterbewegung
auf den Saarbahnen - übrigens erst seit 1925 erscheinend
-- gibt zwar den Erzbezug des Saargebieles,
1ach Herkunftsländern getrennt, an, wird aber da-Jurch
unbrauchbar. daß sie die auf den elsaß-lothngischen
Gemeinschaftsstrecken ({z. B. auf den Werzen
von Völklingen und Dillingen, eingehenden Erznengen
nicht erfaßt und somit ihre Ziffern hinter
Jem tatsächlichen Gesamtbezug erheblich zurück-„leiben.
Auf der anderen Seite sind auch die Halbjahrsstalistiken
der Eisenbahndirektion des Saargebietes
nicht verwendbar, da sie zwar den Erzbezug
der einzelnen Saarwerke sowohl auf dem Saarbahnnelz
wie auf den elsaß-lothringischen Gemeinschaftsstrecken
aufführen. jedoch wiederum keine Aufteilung
Erzbezug der Saz--'
ı1ach Lieferländern enthalten. Uebrigens sind in der
‚weitgenannten Stalistik vom zweiten Halbjahr 1926
ın die Angaben für die elsaß-lothringischen Gemein-‘chaftsstrecken
auch forigefallen.*
Um diesem fühlbaren Mangel in der Beurteilungsnöglichkeit
der wichtigsten Rohstoffquelle der Saar-Xisenindustrie
abzuhelfen, hat die Fachgruppe der
:isenschaffenden Industrie im Saarge-„iet
eine statistische Erhebung bei den in
7rage kommenden Werken veranstaltet, Festgestehlt
vurde der gesamte Bezug der Saareisenı1ültten
an Eisen- und Manganerzen sowie
ınSchwefelkiesabbränden ohnc Schlakzen)
im Kalcnderjahre 1927. Die Erhebung
>rfolgte sowohl nach Herkunftsländern wie Bezugswegen,
letztere geglicdert in: a‘ direklen Bahnweg
‘ohne Wasserumschlag). b; direcklen Wasserweg
über Saarkohlenkanal). €‘ kombinierlten Bahn- und
Wasserweg über Rhein: und d} sonstige Wege.
Im einzelnen ergibt sich folgendes Bild:
„enindustrie 1C7?"
Direkter
| Bahnweg
(ohne Wasserumschlag)
Direkter
Wasserweg
über Saarkanal
ombinierter
hr Wasserwer
- Rhein
Sonstige Wege
Gesamtbezug
derkunftslände.
auf
allen Wegen
Deutschland.
‚ahn-, Dillgebiet, Oberhessen
Sonstige deutsche Erzbezirke
39.989
27 580
127 519
99 989
27580
127519
Summe I
Ausland.
a) Europa.
“rankreich (ohne Minettegebiet) ...
Lothringisches Minettegebiet ...
„uxemburg ....
Schweiz ............
Zußland in Europa .............
Summe N ....
121 015
3 772 803
345 159
13.379
309
4 252 755
567
357214
121 582
130.017
345 159
13379
9471
619 608
7.
b) Aussereuropäische Länder.
Zußland in Asien ......... 1.0.0000.
Zritisch-Indien .....0.0000000 000.
3ritisch-Westafrika
MFÖSileN ar
Donstige aussereuropäische Länder
Summe IH ..
Insaesamt Summe I. II und II .....
883*)
8 456°)
9 399*)
883
17 750
1.000
2929
5190
Bl ZT
21866 | 4714879
1668
4391942 |! 357781
„790
3 9200
*) Ab Einfuhrhafen
Insgesamt haben danach die Saarhütten im Jahre
1927 4774879 t Erze der obenbezeichneten Art bezogen.
Davon entfielen. zunächst nach Herkunftsändern
betrachtet, nicht weniger als 4130017 Lt =
86,5% auf das lolhringische Minettegebict, das heißt
das Erzbecken sowohl im ehemaligen Deutsch-Lothingen
wie in Französisch-Lothringen, Diese Ziffer
sennzeichnet die hervorragende Stellung des lothringischen
Minettegebietes in der Erzversorgung der Saarıülten.
Auf das sonstige Frankreich ohne Minetteschiel
entfallen nur 121582 t Der Erzbezug des
Jaurgebieles aus dem übrigen Deutschland beschränkt
‚ich auf 127519 t = 2,7%, davon 99589 t aus dem
‚ahn- und Dillgebiet; Luxemburg lieferte 345159 t.
von übrigen europäischen Ländern sind an der Bejelerung
des Saargebietes nur noch die Schweiz mit
3379 t und das europäische Rußland mit 9471 t
‚eleiligt. Sieht man vom lothringischen Minettegebiet
ıb, so entfallen auf Deutschland, Frankreich und die
ibrigen europäischen Länder nur 12,9%: der Ge-‚amtbelieferung
des Saargebietes. Der Anteil der
ıußereuropäischen Länder ist mil 27752 t insgesamt
= 0,6% verschwindend gering, eine gewisse Rolle
piel! lediglich Britisch-Indien mit 17750 t