Full text : 33.1928 (0033)

Metallverbindungen enthaltend**, folgende: Bleiasche,
aleiige Abstriche, Bleigekrätz, Bleisalmiakasche, bleihaltiger
 oder zinkhaltiger Flugstaub aus Blei-, Kupferander
 Zinkhütten, bleihaltige Schlacken, sämtlich auch
antimonhaltig; Zinkasche, Zinkgekrätz, Zinksalmiakasche,
 zinkischer Ofenbruch, zinkhaltige Schlacken,
Zinkschlamm, auch getrocknet; ferner Zinkoxyd zur
Weiterverarbeitung auf hüttenmäßigem Wege.
Befinden sich in einer Sendung der in Zitter 5 ge-Jannten
 Güter ungetrennt geringe Mengen metallischer
3lei- oder Zinkabfälle, so wird gleichwohl die ganze
sendung nach Klasse E berechnet.
Mit Rücksicht auf den Raummangel schen wir von einer
ingehenderen Behandlung der gesamten Aenderungen hier
‚bh und verweisen auf unser Rundschreiben, auf das wir
Jemnächst noch zurückkommen werden,

Zulassung von Nachnahmen im Expreßgutverkehr und
Einführung neuer Expreßgutkarten bei der Deutschen
Reichsbahn.
Nach Genehmigung des Beschlusses der Ständigen Tarif-‚ommission
 in ihrer 148. Vollsitzung am 29. und 30, Juni
1927 über die Zulassung von Nachnahmebelastungen bei
Expreßgütern wird diese Maßnahme nunmehr mit Gültigzeit
 vom 1. März 1928 durchgeführt werden.
Laut Mitteilung der geschäftsführenden ‚Verwaltung des
Deutschen Eisenbahn-Verkehrsverbandes werden für solche
zendungen besondere Expreßgutkarten mit angebogener
Dostanweisung oder Zahlkarte eingeführt. Die Karten
zönnen von den Expreßgutannahmestellen bezogen werden,
Ferner wird für Sendungen ohne Nachnahme eine ver-Ainfachte
 Expreßgutkarte zum 1. März dieses Jahres einzeführt.

Schließlich werden die Beklebezettel und Anhänger für
Expreßgut zur Aufnahme der Anschrift des Empfängers
‚ereintacht.
Die Mitgliedskammern werden gebeten, die Interessenten
‚on vorstehenden Maßnahmen zu verständigen und ihnen
'erner bekanntzugeben, daß die Aufbrauchsfrist der verılteten
 Expreßgutkarten mit grünem Rande ohne die
Spalte „bezahltes Gewicht“ bis zum 31. März
1928 verlängert worden ist, sowie daß die Bestände an
Expreßgutkarten nach dem zur Zeit geltenden Muster,
'erner die bisherigen Beklebezettel und Anhänger aufgeraucht
 werden können.
Neudrucke an Beklebezetteln, Anhängern und ExpreßBzutkarten
 dürfen vom 1. März d. J. ab nur noch nach dem
1enen Muster hergestellt werden,
{m Binnenverkehr der Saarbahnen und im Wechselverkehr
 zwischen Stationen der Saarbahnen werden obige
Neuerungen mit Wirkung vom 1. April ds, Js. ebenfalls
eingeführt. Nachrichtlich sei noch bemerkt, daß die Ständige
 Tarifkommission in ihrer letzten Sitzung Anfang
Februar ds. Js. den Antrag auf Aufhebung des Frankaturwanges
 bei Expreßgütern abgelehnt hat

Niederschrift
über die Besprechung von Eisenbahn-Verkehrs-[ragen
 im Sitzungssaale der Eisenbahndirektion
des Saargebietes am 6. Februar 1928.
(Fortsetzung.)
Bauarbeiten.
\„. Größere Erweiterungen und Verbesserungen
 von Empfangsgebäuden
 und Bahnhofsanlagen.
_a) Hauptbahnhof Saarbrücken: Anstrich der
Zingangshalle; Verbesserung der Fahrkartenausgabe durch
Anbringung von Öberlichtern; Anstrich und Neuherrichung
 des Wartesaales 1./1. Klasse; Umbau des Gepäckraumes;
 Umbau der alten Lokomotiv-Halle zu einer Reparaturwerkstätte;
 das Gebäude der Fleischbeschaustelle
sowie das der Eilgutabfertigung werden neu aufgestockt

b) Bahnhof Rohrbach: Erweiterung des Bahnjofs;
 Verbesserung der Gileisanlagen: Herstellung eines
1euen Verbindungsweges zwischen der Distriktstraße und
lem Bahnhofszufahrweg:; Erweiterung der Freiladeanlagen.
c) Bahnhof Wür/zbach: Erweiterung der Bahn-1ofsanlagen
 — Verbesserung der Bahnsteigverhältnisse
ind Freiladeanlagen: Erweiterung der Gileisanlagen.
d) Bahnhof Merzig: Bau eines Zwischenbahnteigs
 mit Bahnsteigunterführung; Veherdachung eines
Teiles des Mittelbahnsteiges (im Bau).
B. Verbesserung und Erweiterung von
Brücken, Stellwerksanlagen, Teleyraphen-
 und Fernsprechanlagen,.
a) Bahnhof Rohrbach: Die vorgesehene Erweiteung
 der Wegeunterführung in km 17,75 auf 12 m nebst
Zrneuerung der eisernen Ueberbauten wurden /um Teil
lurchgeführt.
b) Hauptbahnhof Saarbrücken: Die Ueber-‚achung
 der Zwischenstücke der vorhandenen Mittel- und
Isttreppenüberdachungen sowie der westlichen Treppenufgänge
 auf Bahnsteig IV und V wurden begonnen
ınd zum Teil durchgeführt.
c) Bahnhof Primsweiler: Die drei Treppen-‚ufgänge
 zu den Bahnsteigen wurden mit Veberdachung
versehen.
d) Hauptbahnhof Saarbrücken Rb.: Die Oberichter
 des Lokomotivschuppens IV wurden erneuert.
e) Brückenanstrich: Es wurden zirka 27900 qm
3Zrückenansichtsfläche neu gestrichen,
ji) Bahnhof Camphausen: Erweiterung der Gleisanlagen
 und Bau eines neuen Stellwerks,
g) Hauptbahnhof Saarbrücken Rb.: Verbesseung
 der Ablaufanlagen durch Einbau einer Cileismeldeınlage.

h) Bahnhof Homburg Hbf: Der begonnene Umjau
 und die Erweiterung der Sicherungsanlagen für Zoll-‚wecke
 wurden zu Ende geführt.
Auf den Bahnhöfen Würzhbach und Rohrbach
vurde zufolge Erweiterung der Bahnhofsanlagen mit dem
Imbau der Sicherungsanlage begonnen.
Die Strecke Homburg-- Fichelscheid erhielt Streckenılockung.
 Auf den Strecken Bierbach- Lautzkirchen und
3ierbach—-Reinheim wurden größere Umgruppierungen der
7elegraphenleitungen durchgeführt. Die Strecke Saarrücken
 -- Homburg Grenze wurde mit einer Fernchreibleitung
 (System Smultan) ausgerüstet.
Auf den Strecken Homhburg--Neunkirchen und Homnurg
 —- St. Ingbert wurde je eine neue Fernsprechleitung
rrichtet. Auf Bahnhof Saarbrücken wurde mit der FErichtung
 elektrischer Signalbeleuchtung begonnen.
Die Bahnhöfe Hanweiler, Ensdorf, Dillingen, St. Ingbert,
3rebach, Kleinblittersdorf und Scheidt wurden mit elektrichen
 Uhren ausgerüstet. Die Uhrenanlagen auf Bahnhof
jaarbrücken wurden einer Verbesserung unterzogen
C. Gleisumbau.
Zirka 30 km Gileisumbau wurden ausgeführt (d. ss.
3400, bei der Reichsbahn 41,00); zirka 20 km Gleisımbau
 mit Altstoffen und CGleisverbesserungen; zirka 200
Veichen wurden erneuert.
Bildstocktunnel. Umfangreiche CGewölbeerneueangsarbeiten
 bei eingleisigem Betrieb und Abdichtungen
aittels Torkretverfahren wurden zu Ende geführt. Der
"unnel kann voraussichtlich im Mai wieder zweigleisig
efahren werden.
In Neunkirchen und Neuhaus wurde mit dem Bau je
ines Dienstwohngebäudes begonnen.
In Oberlinxweiler wurde ein Aufenthaltsgebäude für die
tediensteten der Steinbrechanlage errichtet.
Infolge Grubensenkung wurden ausgeführt:
7eilhebungen auf Bahnhof Quierschied von km 12,7-—-13;
lebung der CGrubenbahn Brefeld—Maybach von km 0,0
js 15 und 2,0 bis 2,4; Teilhebung der CGrubenbahn
<önig von km 1,1—1,5; Abbruch der gewölbten Wege:
‚.berführung in km 11,1 9 bei der Blockstelle Bildstock,

Herr Anterist bittet, daß bei der Bahnüberführung
on Neunkirchen aus Richtung Saarbrücken, wo die Straße
‚öhergelegt wurde, so daß diese jetzt in gleicher Höhe
nit dem Bürgersteig läuft, der Bürgersteig höhergelegt
verde und mit Bordsteinen abgegrenzt würde, um die
jefahr für den Autoverkehr zu beseitigen, die darin beteht.
 daß der Bürgersteiy leicht überfahren werden kann
            
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