Die nachstehende Aufstellung zeigt die Verleilung
jer von den Saargruben gewonnenen Brennstoffe in
Prozenten:
‘918
‘920-1925
< 1927
1926 | 8 Monate
:’o
9%
Frankreich von 191%
Elsaß-Lothringen
Zusammen
35.2
-q
35.4
10.8
94
en
29.8
9.7
4.0
4.6
25
Deutschland
Schweiz
‚talien
3Zelgien. Luxemburg
Verschiedene Länder
Saargebiet
Zusammen
Selbstverbrauch der
Gruben |
ärubenbelegschaft 0.9
33,8
6.3
16
1.4
3.9
27
7
7.2
3.3
4.6
26
39.4
190
9,2
]
\ 3.1
3.0
Der wichtigste Punkt, der aus dieser Tabelle ergellt.
ist die Verringerung der Verkäufe in Deutschland
und die Zunahme der Verkäufe in Frankreich,
Daneben fällt die Verringerung der Verkäufe in der
Schweiz auf als Folge der Elektrifizierung) und die
Zunahme der Verkäufe in IHalien, wo die Saarkohle
neue Absatzmärkie gefunden hat.
Die nächstlolgende Tabelle gibt ferner mit mehr
Einzelheiten die Verteilung der im Jahre 1926 durch
lie staatlichen Saargruben verkauften Brennstoffe an.
Diese Verleilung ist zuerst nach der Menge, dann
nach dem entsprechenden Wert der verkauften Brennstoffe
aufgestellt. Im besonderen ist daraus zu entnehmen,
daß Koks und Kokskohle für Hochöfen
30,200 der Menge und 25.6 00 des Wertes der versauften
Brennstoffe ausmachen.
Verteilung in Prozent
der im Jahre 1926 verkauften Brennstoffe:
-
Mengenmäßig
Wertmäßig
Saar:
Verschiedene Verbraucher 10.7
Xoks u. Kokskohlef Saar 19.8
für Hochöfen \ Frankr. 5.8
Frankreich f Eisenbahnen 18.2
\ Verschiedenes 31.6
Deutschland 7.1
Schweiz 3.5
Italien 53
3elgien, Luxemburg 28 3.0
Insgesamt | 100 l 100
Die Gesamlmenge der von den Staatsgruben nach
Frankreich verkauften Kohlen und des Kokses betrug
im Jahre 1926 5496464 t. Diese Menge verteilt
sich wie folgt in 1000 t
Eisenbahnen 1428 ‚oire
Pariser Gasgesellsch. 338 \ube
Meurthe-et-Moselle 8 Seine-et-Marne
Aoselle ‘Lothr. "x Bouches-du-Rhöne
Bas-Rhin Unt.-Els 255 Haute Marne
Rhöne 19 3elfort
Seine Allier
Aaut-Rhin (Ob.-E: ‘'Jaute-Vienne
Saöne-et-Loire {(b0 Charente
Seine-et-Oise 108 Seine-Inferieure
Doubs 108 [sere
Nord 98 Haute-Saöne
Marne 98 Cöte d’Or
Ardennen 70 le-et-Vilaine
Vosges 70 Cher
Maine-et-Loire 57 Meuse
andere französische Departemenis. die jedes
weniger als 20000 t erhalten .
5A
23
22
22
20
394
Was den Versandweg der verkauften Brennstoffe
ınbelangt, so gingen 87,5% per Bahn, 5% per Schiff
and 7,5% per Fuhre oder durch Förderbahnen zu
len benachbarten Werken.
Das von den Saargruben im Jahre 1926 gekaufte
Material stellt einen Wert von 303 Millionen Franken
dar; diese Summe verteilt sich nach der Herkunft
des Materials wie folgt:
Verschieden.
Material
Zusammen
Frankreich .
Saargebiet . .
Ausland .......... -ö
Insgesamt | 136
Si
ID
114
81
107
303
167
Es bleibt noch einiges zu bemerken über die finan-‚iellen
Ergehnisse, die von den französischen Staatssruben
im Saargebiel von 1920 bis 1926 erzielt wurlen.
Die Staatsgruben stellen eine jährliche Bilanz auf,
lie nach Prüfung durch den Verwallungsrat der Saarzruben
der Genehmigung durch die Minister der öffenlichen
Arbeiten und der Finanzen unterworfen ist.
diese Bilanzen werden im „Journal Officiel‘‘ veröffenticht.
Die letzte erschien im „Journal Officiel‘‘ vom
7, August 1927 Seite 8469, Aus ihr sind die nachiehenden
Angaben zu eninehmen.
Zunächst möchte ich darauf hinweisen, daß diese
jillanzen eine Besonderheit darstellen, Das Konto
Immobilisationen‘, das sich jährlich um die Neuırbeilten
erhöht und um die Amortisationen verringert,
vird in Goldmark geführt. Sein Saldo wird nach Umscchnung
der Goldmark in Franken in das Aklivum der
3Zilanz eingesetzt, und zwar nach dem Dollarstande
im Jahresende — für die Bilanz von 1926 6,03 Fr.
Zine ähnliche Maßnahme wird vorgenommen, um ins
’)assivum der Bilanz das Kapital einzuselzen, das vom
'ranzösischen Staat eingebracht und auf 300 Millionen
soldmark veranschlagt ist. Die letztere Ziffer stellt
»ine Schätzung des Wertes der Saargruben dar, so
vie Deutschland sie an Frankreich zu Anfang 1920
ibergeben hat. Es handelt sich um eine vorläufige
Schätzung, bis die Reparationskommission gemäß der
vorschrift des Friedensverirages den Wert der Saar
zruben festgesetzt hat.
Ein finanzielles Uebereinkommen vom 11. März 1922
hat in der Tat bestinımt, daß Frankreich augenblicklich
nur mit einem Wert von 300 Millionen Goldmark
für die Uebereignung der Saargruben zu belasten ist,
und daß — im Falle die Reparationskommission ihren
Wert höher als 300 Millionen Goldmark einschätzen
würde — Frankreich dieses Mehr in Obligationen C
°egeln soll. Seit dieser Zeit ist nichts Neues und
3eslimmtes hinzugekommen, was eine Aenderung be-‚üglich
der Verrechnung des Wertes für den fran-:ösischen
Staat in unserer Bilanz rechtfertigen würde.
Die Frage der Wertfestsetzung der Saargruben bleibt
ı1ach wie vor offen.
Die Prüfung der aufeinanderfolgenden Bilanzen erbt,
daß für die sieben Geschäftsjahre von 1920 bis
1926 der an die Staatskasse abzuführende verfügbare
r‚ewinn sich auf insgesamt 287 Millionen Franken beäuft,
was auf die Tonne geförderter Kohle 3.68 Fr.
ausmacht und einen Jahresdurchschnitt von 41 Millioı1en
Franken ergibt. Wenn man diese Summe mit dem
Jurchschnittswert in Franken der das Kapital dar-;tellenden
300 Millionen Goldmark vergleicht — was
m arithmetischen Mittel der in den verschiedenen
3ilanzen figurierenden Ziffern 1351 Millionen Franken
»rgibt —, so kommt man auf eine durchschnittliche
Yerzinsung von 3,03 %.
Andererseits sieht man in der Bilanz von Ende
‚926 eine investierte Reserve von 332 Millionen Franzen,
wovon 92 Millionen in Immobilien und 240
Millionen im Betriebsfonds investiert sind. Die Ziffer
‚on 92 Millionen ist das Ergebnis der Umrechnung in
Sranken des Ueberschusses der Immobilisationen über
lie Abschreibungen. Was die Ziffer von 240 Millionen
ınbelangt. so stellt sie die Beträge dar. die man aus