b) eine Bescheinigung der Ortspolizeibehörde darüber,
welchen Beruf der Blinde ausübt, und daß er dazu die
Eisenbahn benutzt,
c) das Lichtbild des Erblindeten.
Das unter a genannte Zeugnis ist nur bei dem erstnaligen
Antrag erforderlich, In Zweifeisfällen ist die Eisenpahn
berechtigt, das Zeugnis durch einen Vertrauensarzt
bestätigen zu lassen.
Überblick über den Betrieb und Verkehr
im Bezirk der Eisenbahndirektion des Saargebietes
während des Monats Oktober 1927.
ım Personenverkehr ist gegenüber dem Vormonat
ınd im Hinblick auf die Jahreszeit eine wesentliche Aendeung
nicht eingetreten. Von der Fahrkartenausgabe Saarrücken
Hbf. wurden während des Berichtsmonats insgesamt
293 716 Fahrkarten verkauft, was einem täglichen Durchschnitt
von 94741 Karten (10023 Stück im Vormonat) entspricht
Vom Amtilichen Reisebüro Saarbrücken wurden 223 feste
Fahrkarten ausgegeben und 503 Fahrscheine ausgefertigt;
Janeben wurden 158 Bettkarten und 5 Palivisa besorgt. Zur
Zewältigung des Verkehrs wurden außer den fahrplanmäßigen
Zügen 21 Sonderzüge gefahren, während in 208 Fällen Zugverstärkungen
erforderlich waren.
Der Gepäck- und Expreßgutverkehr hat gegeniber
dem Vormonat um etwa 2,5% zugenommen. In Saarbrücken
Hbf. wurden 53105 Gepäcksendungen (9019 Gepäck-;tücke)
mit einem Gesamtgewicht von 221 t behandelt,
während 2183} Exprebgutsendungen (28120 Stücke) mit
snem Gewicht von 578 t im Versand und Empfang abgejertigt
wurden. Außerdem wurden 22340 Expreßgut- und
Jepäckstücke mit insgesamt 619 t in Saarbrücken Hbf.
umgeladen (Durchgangsverkehr) und 13441 Gepäckstücke bei
jer dortigen Gepäckaufbewahrungsstelle hinterlegt.
Der Güterverkehr hat sich auf. der Höhe des Vormonais
behauptet. Es wurden insgesamt 143459 Wagen
(143519 Wagen im Vormonat) an 26 Arbeitstagen gestellt, was
xinem arbeitstäglichen Durchschnitt von 5518 Wagen (gegenüber
3519 Wagen im Vormonat) entspricht.
Von den gestellten Wagen entlielen auf Kohlen insgesamt
36.232, im arbeitstäglichen Durchschnitt (unter Berücksichtigung
der von der Grubenverwaltung eingelegiten 2 Feierschichten)
-4J010 Wagen. Nicht rechtzeitig gestellt wurden
nsgesami 307 Wagen. An Gütern wurden insgesamt 1 856 100
Tonnen (1850157 t im Vormonat) befördert; hiervon ent-‘allen
14429 t auf Stückgut. Im Bergbau wurden auch im
Berichtsmonat 2 Feierschichten eingelegt. Ausgeführt wurden
Vdirtsc
" Außenh:z
Frankreich.
Erteilung von Auskünften über
Zollangelegenheiten Frankreichs u. der
iranzösischen Kolonien, Besitzungen etc.
im „Bulletin Douanier‘“ Nr. 517 sind in einer übersichtichen
Auistellung diejenigen amtlichen Stellen angegeben,
Jie Auskunft über französische Zölle sowie die Zölle der
Amzelnen französischen Kolonien, Besitzungen etc. erteilen.
1. Frankreich.
Schriftliche Zollauskünfte erteilen:
1. dıe Zollämter, über die die Einfuhr erfolgen soll; oder
> die Zolldirektion, in deren Bezirk die Einfuhr erfolgen
soll.
Zolldirektionen bestehen in:
Alger (Algerien); Bastia (Korsika); Bayonne (Bas-;es-Pyrences);
Besancon (Doubs); Bordeaux (Gironde);
Boulogne (Pas-de-Calais); Brest (Finistere);
Chambery (Savoie); Charleville (Ardenne); Dünkxirchen
(Nord); Le Havre (Seine-Inferieure); Lille
'Nord); Lyon (Rhöne); Marseille (Bouches du Rhöne):
Metz (Moselle);: Mülhausen (Haut-Rhin); Nantes
‘Loire-Inferieure); Nice (Alpes-Maritimes); Paris;
Perpignan (Pyrenees-Orientale); Rouen (Seine-Inferizure);
Saint-Malo (IMe-et-Vilaine); Saarbrücken (Saarzebiet);
Straßburg (Bas-Rhin); Valenciennes (Nord)
;, Die Generalzolldirektion, Finanzministerium, Paris (1)
in Paris anwesende Personen erhalten mündliche Auskünfte
Deı dem in Paris (10), rue de la Douane 11, eingerichteten
Zollauskunftisbüro. Dieses Büro ist täglich. außer an Sonnnagesamt
744528 t; davon entfallen auf Kohlen 551240 t,
uf sonstige Wagenladungsgüter 191065 t und auf Stückzutsendungen
2223 t. Eingeführt wurden insgesamt 455186 t;
lavon entfalten auf Kohlen 18073 t, auf sonstige. Wagenadungsgüter
430513 t und auf Stückgutsendungen 5700 t.
m Binnenverkehr wurden insgesamt 650386 t bewegt. Hüeron
entfallen auf Kohlen 428407 t,- auf sonstige Wagenadımgsgüter
221473 t und auf Stückgüter 6506 t. Gegenüber
tem Vormonat hat sich die Austuhr um 4966 t und der
3innenverkehr um 6911 t gesteigert; dagegen ist die Einfuhr
ım 5934 t zurückgegangen.
Die Beiriebslhage während des Berichtsmonats war
jefriedigend. Der Bewältigung des Personenverkehrs dienten
168088 Zugkilometer und 120241572 Wagenachskilometer,
ler Bewältigung des Güterverkehrs 174547 Zugkilometer und
und 11209486 Wagenachskilometer
Deutsche Reichsbahn.
Neuausgabe des Heftes
„Die Güterwagen der Deutschen Reichsbahn“
Um vielfachen Wünschen Rechnung zu tragen, hat die
jeutsche Reichsbahn-Gesellschaft durch den VDI-Verlag eine
eıuc (dritte) Auflage des Heftes „Die Güterwagen der
deutschen Reichsbahn“ herausgeben lassen. In dieser Auf-;lärungsschrift
sind zunächst die amtlichen Haupt- und Nebensattungsbezeichnmungen
der Reichsbahn-Ciüterwagen zusammen-‚estellt.
Unter Beigabe von +41 Zeichnungen werden die
erschiedenen Gattungen der Güterwagen nach Bauart, Größe,
\bmessungen, Laderaum, Ladegewicht, Tragfähirkeit und
lZigengewicht erlämert, und ihr Verwendungszweck wird ar-‚eyeben.
Hierbei sind in der neuen Auflage auch die Groß-‚üterwagen,
Tiefladewagyen, Fährbootwagen und Kühlwagen
lurch Aufnahme von 12 Zeichnungen und begleitendem Text
yerücksichtigt und die zur Umsetzung auf die russische
3reitspur geeigneten Wagen behandelt worden. Sodann faolren
Richtlinien für die Bestellung von Güterwagen mit dem
Auster der Bestellkarte, ferner eine Uebersicht über die
ss „Einheitswagen‘“ und „Austauschbauwagen‘‘ gebauten
Zeichsbahn-Güterwagen. Zum Schluß werden mit 12 Zeich-‚ungen
die im Gebiet des Vereins deutscher Eisenbahn-‚erwaltungen
gültigen Lademaße 1 und Ii und die in den
ibrigen Ländern gebräuchlichen Lademaße dargestellt.
Das für Verkehrstreibende überaus praktische Heft kann
ei jeder Güterabfertigung bestellt werden. Als Preis des
Jeftes ist trotz seiner Erweiterung 1 RM. beibehalten worden
EFUNg.
and Feiertagen, von 10—12 Uhr vormittags und von 2 bis
| Uhr nachmittags geöffnet.
Im übrigen stehen der französische Zolltarif, das allgeneine
Warenverzeichnis (repertoire general) und die Eräuterungen
zum Zolltarif (notes explicatives du tarif) bei
ıllen Zollämtern der Oeffentlichkeit zur Verfügung.
Antragen aus dem französischen Inland sind mit. einer
7reiımarke iür die Rückantwort zu versehen, während ausändische
Antragsteller einen internationalen Antwortschein
veifügen müssen,
Bei Waren, um deren Klassifizierung gebeten wird, müssen
lie handelsübliche oder wissenschaftliche Bezeichnung, Zu-‚ammensetzung,
Gebrauch oder Gebrauchsanweisung, Be-Ammung
und Wert sowie das Eingangszollamt angegeben
‚ein. Außerdem ist zu empichlen, Muster in zwei Exemplaren
ıder —- beı Maschinen und Apparaten -— Pläne, Zeichnungen
der Photographien beizufügen. Bei Flüssigkeiten müssen
lie Muster in mindestens einem Liter bestehen.
HH. Kolonien, Besitzungen etc.
Zollauskünfie über französische Kolonien und Besitzungen
rteilen für:
Algerien
Marokko
5
Die Zolldirektion in Alger oder
die Generalzojldirektion in Paris,
Zolldirektion ın Casablanca
für Ausküntte allgemeinen
oder technischen Charakters.
.
Jffice du Protectorat du
Maroc, Paris (1°), rue des
Pyramides 21. Lediglich für Auskünite
allgemeiner Art.
Virection zentral des Finances,
Tunis.
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