Full text : 32.1927 (0032)

Dieser Umstand sowie die schnell zunehmende Ab- Mehl, Zucker, © Fleisch, Speck; Fleischwürsten,
satzsteigerung von . saarländischem. Zement. im Fischen und Fischzubereitungen, Käse, Margarine
Reichsgebiet lassen auf eine gesteigerte Tätigkeit‘ und ähnlichen Speisefetten, Wein, Most und Bier
der Saarhütten auf diesem‘ Erzeugungsgebiete aus dem Reich zu sehen. Eine Erleichterung für
schäüeßen. den‘ Bezug dieser Erzeugnisse ‚hat. zweifellos der
Handelsvertrag zwischen Deutschland und Frankreich
 gebracht.

Aus ‚der vierten Warengruppe, fertige‘ Waten,
 in der alle Erzeugnisse‘ der saarländischen
Hauptindustrien enthalten sind, geben wir. nachstehende,
 für sich seibst sprechende Zusammenste!llung
 der Einfuhr in das Reich von. Januar bis September
 an: “

Mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres verzlichen,
 ist die Ausfuhr von Rohstoffen und
halbfertigen Waren aus dem Reich nach dem
Saargebiet ziemlich gleich geblieben. Die verhältnismäßig
 geringe Steigerung um 2,5 Millionen
Reichsmark entfällt in der Hauptsache auf Baumwolle,
 Flachs, Magen, Därme etc., Rohtabak, Bauund
 Nutzholz, Koks, Steine und Erden, Erze, Zinn,
Eisenhalbzeug und Rohluppen sowie schwefelsaures
Ammoniak.

1927 „1926
in 1000 t "in 1000
RM RM

Ton- und Porzellanwaren,
außer Ziegeln
las und Gilaswaren
Waren aus Eisen:
Röhren und Walzen 56 424,3 10835 30728,8 5811
Stab- und Formeisen 358 544,3 42667 174014,5 19913
Blech und Draht 118334,1 23223 46554,2 7063
Fisenbahnoberbaumaterial 152953,3 21469 82164,7 11525
Kessel; Teile und Zubehör
‚von Maschinen 953,4 459 363,9 459
Messerschmiedewaren 0,3 „4 0,8 9
Sonstige Eisenwaren 15 469,9 6192 7528,6 3069
Sonstige Maschinen
(außer elektrischen) 15296 1905 10340 1215
Elektrische Maschinen
jeinschl. Teile) 12729 2346 962,3 1756
In dieser Gruppe ist Stab- und Formeisen, der
stärkste Aktivposten des gesamten saarländischen
Warenversandes.: nach dem übrigen Deutschland,
in einer Höhe von 353544,3 Tonnen im Werte
von 42667000 RM. enthalten. Die relativ stärkste
Steigerung gegenüber dem gleichen Zeitraum des
Vorjahres haben Biech und Draht erfahren, die der
Menge und dem Werte nach auf das Dreifache gestiegen
 sind.

Obgleich die Ausfuhr deutscher Fertigfabrikate
 von 15 Millionen Reichsmark auf rund 27
Mil!Ekonen Reichsmark gestiegen ist, bleibt nach wie
vor eine bedauerliche Passivität in der. deutsch-saarländischen
 Handelsbilanz bestehen. Inwieweit das
deutsch-französische Handelsabkommen geeignetist,
eine Besserung herbeizuführen, läßt sich naturgemäß
aus der vorliegenden Statistik noch nicht erkennen.
Vielleicht lassen sich, wenn erst die Zahlen des
etzten Vierteljahres vorliegen, hierüber bessere Anhaltspunkte
 gewinnen. Fest steht jedenfalls, daß nach
wie vor der Bezug deutscher Waren durch das
Saargebiet in einem verschwindend geringen Verjältnis
 zu dem Bezug französischer Waren steht.
Man kann daher den außerordentiächen Widerständen,
 die sich bei den im Gang befindlichen Saarzollverhandlungen
 gegen die Bezugswünsche des
Zaargebietes geltend machen, kein Verständnis entzegenbringen,
 da, wie bereits an anderer Stelle
erwähnt, seibst eine Erfüllung aller dieser Bezugswünsche
 die Aktivität des französisch-saarländischen
Warenaustausches kaum fühlbar beeinträchtigen
würde. Wegen genauer Einzelheiten dürfen wir
auf die nachstehende Tabelle verweisen. “Fr.

Während die Einfuhr. vom Saargebiet ins Reich
ım 74% gestiegen ist, ist bei der Ausfuhr ats
dem Reichindas Saargebiet eine Steigerung
am 42% zu verzeichnen, die sich auf alle Warenyruppen
 erstreckt. Eine. Verschiebung der. Verhäitnisse,
 ähnlich wie wir sie bei Mehl und Müllereierzeugnissen
 festgestellt haben, ist bei der Ausfuhr
von Schweinen in das Saargebiet festzustellen. Die
Preisfrage dürfte wohl hierbei die ausschlaggebende
Rolle spielen. Während der starken Frankenflation
des Jahres 1926 waren: 34000 Schweine in das
Reichszollgebiet aus dem Saargebiet eingeführt worlen.
 Da diese starke Ausfuhr die Versorgung des
saarländischen Marktes bedrohte, erkeß die Regieungskommission
 ‚ein Ausfuhrverbot, das den weiteven
 Export unmöglich machte. Inzwischen haben
sich durch die größere Stabilität des Franken die
Preisverhältnisse derart verschoben, daß das Saarmebiet
 in den ersten neun Monaten dieses, Jahres
19000 Schweine aus dem Reich bezogen hat. Ein
Zeichen dafür, wie das: Saargebiet das. übrige
Deutschland ‚als Bezugsquelle‘ im: immer stätkerem
Maße auch. für Lebensmittel heränzuziehen sucht, ist
n der Steigerung der Ausfuhr von Weizen, Roggen,

aft

Frachtenprüfung
Erledigung aller Verkehrs- und
Tariffragen, Reklamationen
besorgt vorteilhaft das

Verkehrs-und Tarif-Büro
der Handelskammer. .
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.