Full text : 32.1927 (0032)

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Abnehmer erhält also die Kohle nur um den Betrag
billiger, der sich aus der eingetretenen Tarifermäßigung
 abzüglich der von der Grube in Anspruch
genommenen Preiserhöhung ergibt, mit anderen
Worten ausgedrückt, von der eingetretenen Frachtermäßigung
 hat die Grubzaverwaltung einen Teil
für sich in Anspruch genommen und diese Frachtermäßigung
 nicht vollständig, wie bei Erstellung
des neuen Tarifs vorausgesetzt wurde, dem Abnehmer
 zur Verstärkung der Abnahmefreudigkeit
zukommen lassen.
Einige Beispiele zur Erläuterung der Auswirkung
der Kohlenpreisänderung und Frachtermäßigung
seien nachstehend angeführt:
München
bisher
Heinitz—Einöd Gr. 23 km = 2,15 RM.
Einöd Gr. — München H7 km = 12,50 ,, 14,65 RM.
ab 1. Oktober 1927 N
Heinitz—-München 475 km

12,70
7; 1,95 RM.
3 ab Grube
m RM,
1 10. 1927
Stück 80 Fett A „250
Fracht biz Saargrenze 2,1
saarl. Zollabfertigung 0,30 2,45
Nettoverkaufspreis: 22,05 22,05
Restliche Frachtermäßigung = 1,50 RM.
Preiscchöhumgy = 0,45 RM.

Nürnberg
bisher
Heinitz—Fichelscheid 22 km +- 1,90 RM.
Eicheischei} Gr. — Nürnbg. 37i1km = 11,90 ,, 13,8) RM.
ab 1. Oktober 1927
Heinitz--Nürnberg 395 km

1210
Frachtermäßierng: 1,70 RM,
Preis franko > ab Grube
Saargrenze in R) ;n RM.
bis 1. 10. 1927 > 1. 10. 1927
Stück 80 Fett A 0 2.50
Fracht bis Saargrenze 1,90
saarl, Zollabfertigung 0,30 2,0
Netto-Verkaufspreis: __22.30
Preiserhöhung = 0,20 RM.
Restliche Frachtermäßigung —

Stuttgart
bisher
König—Einöd 26 km = 2,06 RM.
Einöd Gr. — Stuttgart 205 km == 730 9,36 RM
ab 1. Oktober 1927
König—Stuttwyart 231 km

8,— .
Frachtermäßigung: 1,36 RM.
Preis franko Preis ab Grube
Saargrenze in RM. in RM.
_bis 1. 10.1927 ab 1. 10. 1927
Stück 80 Fett A 750 22,50
Fracht bis Saargrenze 2,06
saarl, Zollabfertigung 0,30 2,36
Netto-Verkaufspreis: 22° 22
Preisc’höhung = 0,36 RM.
Restliche Frachtermäßigung = 1,30 RM.

Eßlingen
bisher
Camphauzen—EinGd Gr. 41 km = 250 RM,
Enöd Gr. — Eßlingen 219 km = 7,70 „10,20 RM.
‚ab 1. Oktober 1927
Cıimphausen—Eßlingen 250 km -

__ 80_
Frachtermäßigung: 1,30 RM.
Preis franko Preis ab Grube
Saargrenze in RM. in RM,
kis 1. 10. 1927 ab 1. 10. 1927
23,—
22,20

Nuß I Fett A
Fracht bis Saargrenze 2,50
saarl, Zollabfertigung 0,30 2,80
Netto-Verkaufspreis: _ 22,20
Preiserhöhung == 0,80 RM.
Restliche Frachtermäßigung = 0,50 RM.

Pforzheim
bisher
Heinitz—Einöd Gr. 23 km = 2,15 RM.
Einöd Gr. — Pforzheim 147 km = 5,50 „ 7,65 RM.
ab 1. Oktober 1927
Heinitz— Pforzheim 175 km = . 640
Frachtermäßigung: 1,25 RM.
Preis franko Preis ab Grube
Saargrenze in RM. in RM,
bis 1. 10 7 zb 1. 10. 1927
23,—

Vürfel Fett A
Fracht bis Saargrenze 2,
saarl, Zollabfertigung 0,“
Netto-Verkaufspreis: 22,55
Preiserhöhung = 0,45 Rm,
Restliche Frachtermäßigung = 0,80 RM.
Mannheim
bisher
Reden—Eicheflscheid 21 km = 1,86 RM.
Eichelscheid—Mann'heim 104 km = 4,20 „ - 6,06 RM.
ab 1. Oktober 1927
Reden— Mannheim 125 km =

4,0 „»_
Frachtermäßigung: 1,16 RM.
Preis franko 54S ab Grube
Saargrenze in N ın RM.
bis 1. 10, 0,7% ‘1. 10. 1927
23,—

Nuß I Fett A
Fracht bis Saargrenze 1,4,
saarl, Zollabfertigumg 0,30
Netto-Verkaufspreis: nn
Preiserhöhung = 0,16 RM.
Restliche Frachtermäßigung = 1,— RM.
Kaisersbautern
bisher
Heinitz— Eichelscheid Gr. 22 km == 1,90 RM.
Eichelscheid Gr. — Kaiserslautern
37 km = — 220 „ 4/10 RM.
Heinitz—Kaiserslautern 59 km = 2,990
Frachtermäßigung: 1,20 RM.
Preis franko Preis ab Grube
Saargrenze in _ in RM.
bis 1. 10. 7 “1. 10. 1927
27,25
2705

Nuß I Fett A
Fracht bis Saargrenze 1
saarl. Zollabfertigung
Netto: Verkaufspreis:
Preiserhöhung = 0,20 FR 1.,
Restliche Frachtermäßigung = 1,— RM.
Expressgutverkehr Innerhalb des Saargebletes
und mit Reichsbahnstationen.
Die Eisenbahndirektion des Saargebietes schreibt:
Der Expreßgutverkehr erfreut sich infolge der einfachen
\bfertigungsart und der schnellen Beförderung der Expreßrüter
 einer steigenden Beliebtheit bei den Verfrachtern; er
ıUlmmt ständig zu und wird auch von der Eisenbahn besonliers
 gefördert, Mit Wirkung vom 1. Oktober 1927 ab
st im Saangebiet eine weitere Förderung des Exprelßzutverkehrs
 durch Vereinfachung der Abfertigung und Ver-»illigung
 der Expreßgutfrachten eingetreten, Während bisher
tie Expreßgutfrachten nach einem Kilometertarif errechnet
vurden, erfolgt vom 1. Okt, 1927 ab die Errechnung der
Frachten auf GO'rund eines Staffeltarifes mit ausgerechneten
Trachten für Sendungen von 5, 10, 15 und 20 Kilogramm.
die 15-Kilogramm-Stufe ist neu eingeführt worden; bisher
var für eine Expreßgutsendung von 11—15 Kilogramm die
Fracht für 20 Kilogramm zu entrichten. Bei Sendungen im
jewichte von mehr als 20 Kilogramm werden die Frachten
iür je 10 Kilogramm ‚errechmet, Der Mindestfrachtbetrag ist
’‚on 3,— Fr, auf 2,40 Fr. ermäßigt worden, Die vom
1, Oktober 1927 ab gültigen Expreßgutfrachtem und Fracht-;ätze
 für den Expreßgutverkelr .der Saarbahnstationen unter:
»inander sind aus nachstehender Tabelle zu ersehen:
Expreßgutfrachtsätze im Verkehr mit Saarbahnstationen.
Expreßgutfracht für bei Gewicht. üb. 20 kg
km 5kg 10 kg 15kg 20 kg für je 10 kg
Fr. Fr, Fr. Fr. Fr.
240 240 240 2,40 1,20
2,40 240 3,— 3,60 1,80
240 2.40 360 4,80 2,40
740 480 d— 3,—
‘49 3,40 7,20 3,60
bo 660 840 4.20

1—15
16—30
31—50
51—70
71—90
91— 110
            
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