Full text : 32.1927 (0032)

An

Inhalt des Amtsblattes der Regierungskommission
Nr. 37 vom 1. Oktober 19277,
Amtliches.
Verwaltung des Innern,
Polizeiverordnung betr. Regelung des Schießsports.
Verfügung betr, das Wohnungswesen in der Gemeinde Bergweiler,
 Kreis Ottweiler,
Bekanntmachung betr, Verlust von Führerscheinen (7894, 684).
Bekanntmachung betr, Verlust von Zulassungsbescheinigungen
(1420, 7836, 10 262).
Verwaltung der Finanzen.
Bekanntmachung betr, Ergänzung der Verordnung über die
Gewährung von Unterhaltszuschüssen an die im Vorbereitungsdienst
 befindlichen Beamten vom 14. Dezember 1921
Nr. 799, Amtsblatt Seite 194,
Bekanntmachung betr. Verlegung einer Poststeuerstelle (in
der heutigen Nummer der „‚Saar-Wirtschafts-Zeitung‘“ ver-5ffentlicht),

Oeffentliche Arbeiten, Eisenbahn- und
Postwesen.
Bekanntmachung betreffend Verlust einer Straßenbenutzungsgebührenkarte,

Handel und Gewerbe.
Bekanntmachung betr. gewerbliches Privatschulwesen,
Bekanntmachung betr. Ungültigkeitserklärung eines verlorenen
Wandergewerbescheines,
Bekanntmachung betr. Ungültigkeitserklärung eines verloren
gegangenen Wandergewerbescheines.
Bekanntmachungen anderer Behörden. E
Bekanntmachung betr. Wegeeinziehung, =
Berichtigungen, a

Ihr diese Aufstellung baldmöglichst zugehen zu lassen, damit
;je ‘dieselbe wunschgemäß der deutsch-italienischen Handelssammer
 Mailand weiterreichen kann.

Konkurseröffnungen im Saargebiet.
Kaufmann Friedrich Leibrock, Mittelbexbach. Eröffnungstermin:
 26. September 1927, nachmittags 5 Uhr. Konkursverwalter:
 Rechtsanwalt Roland, Homburg.
"Firma Saar und Mosel, Fabrikation und Handelsgesellschaft
m. b. H., Völklingen. Eröffnungstermin: 24. September
1927, vormittags 8,20 Uhr, Konkursverwalter: Rechtsanwalt
 Abraham, Völklingen.
Firma Union, Gesellschaft für Versicherungs-Vertretungen m.
b. H., Saarbrücken, im Liquidation. Eröffnungstermin:
29. September 1927, nachmittags 5 Uhr, Konkursverwalter:
 Rechtsanwalt Bessenich, Saarbrücken.

Devisennotierungen In Berlin und Paris
vom 29. September bis 3. Oktober 1927
und der Dollar- ung Feick-smarkdurchschnittskurs
für sentember 1927.

Berlin
Börse

Pariser Börse

| Frankr,
109 Fr.

Denise London |New-York’ Holland
S 100 Fl.
FR + :1Pfd,Sterl 1 Dollar

Schweiz Belgien
100 Fr | „©
Belga

Zur Förderung des Handelsverkehrs mit Italien.
Die deutsch-italienische Handelskammer Mailand
ist an die Handelskammer herangetreten mit der Bitte, ihr
eine möglichst genaue Aufstellung der Firmen ihres Bezirks,
die nach Italien arbeiten, sowie derem Vertreter zukommen
zu lassen, um bei den zahlreichen Anfragen die entsprechenden
 Auskünfte ohne allzu großen Zeitverlust geben zu
können.
Die Handelskammer bittet daher alle diejenigen Firmen,
welche an dem Handelsverkehr mit Italien interessiert sind,

29, 9.116 48.5
30. 9.16.47 ı
1.10.) — |
? 10 — |
10.16.47 ' 6.06
10.16.46 6.06
10.16.46 6.07!

491.— | 355.—
491 25 | 355.—
49125 355,—
491,2 354.75
491.- 354.75
. ‘ |
Durchschnittskurse für September: 1 RM. = 6,07 Fr..
1 Dollar = 25,50 Fr. ' )

Mitteilungen des Wirtschaftlichen Vereins.
Niederschrift über die Vorstandssitzung des Wirtschaftlichen
Vereins am 26. September 1927.
(Schluß, )

Zu Punkt 3 der Tagesordnung „Saarkohlenproblem‘,
 verweist der Generalsekretär unter Zustimmung
der Versammlung auf die immer wieder zu betonende Notwendigkeit,
 die Saarkohlenpreise auf einen normalen Stand
herabzusetzen, Das Monopol der Saargruben für die Belbeferung
 der Saarwirtschaft, die auf das Saarkohlenvorkommen
 aufgebaut sei, bedinge — nicht zum wenigsten auch
im wohlverstandenen eigenen Interesse der Grubenverwaltung
— eine Belieferung der Saarwirtschaft zu Preisen, die Konkurrenz-
 und Lebensfähigkeit ließen, Die Lieferungsverpflichtung
 der Grubenverwaltung an die Saarindustrie, die durch
das Saarstatut festpelegt ser, spreche zwar nicht ausdrücklich
von Preisen, aber es verstehe sich am Rande, daß die
Lieferung zu normalen Preisen erfolgen müsse, weil ja sonst
die ganze Lieferungsverpflichtung nach dem freien Ermessen
der französischen Grubenverwaltung ihres Wertes beraubt
werden könne, indem die Kohlenpreise so hoch angesetzt
würden, daß eine Abnahme nicht erfolgen könne. Der Redner
erinnert daran, daß man die aus der Monopolstellung des
Saarbergbawes sich ergebende Verpflichtung früher auch
bereits und zwar mit Erfolg dem preußischen Bergfiskus
gegenüber vertreten habe und verliest eine diesbezügliche
Aeußerung der Handelskammer zu Saarbrücken in ihrem
Jahresbericht von 1871, eine Aeußerung, die man vollkommen
für die jetzigen Verhältnisse übernehmen könne.
Punkt 4 der Tagesordnung: „Verkehrs- und
Tarliiragen. Herr Wallacher führt zu diesem Punkt
etwa folgendes aus: „Zwei bedeutungsvolle Ereignisse hat

die gesamte Wirtschaft im Verlauf der beiden Monate August
und September zu verzeichnen, nämlich:
1. Die Tarifreform der Deutschen Reichsbahn vom 1.
August dieses Jahres;
2. den weiteren Ausbau der direkten Tarife, deren Einführung
 am 1. Oktober dieses Jahres erfolgen wird.
Am 1. August sind die bereits kurz bekanntgegebenen Aendeungen
 des Normalgütertarifs der Deutschen Reichsbahn in
Kraft getreten. Anfänglich war diese Aenderung auf die
Normalklassen und einige Ausnahme- und Verbandstanife bewchränkt,
 da im der kurzen Zeitspanne zwischen der Oeı1ehmigung
 der vorgesehenen Tarifreform und dem Tage
des Inkrafttretens am 1, August die geplanten Aenderungen
m sämtlichen Ausnahme- und Verbandstarifen nicht mehr
durchgeführt werden konnten. Im Verlaufe des Monats
September sind auch die Ausnahmetarife, die mit besonderen
Frachtsatzzeigerm bzw. Stationsfrachtsätzen ausgerüstet sind,
und die restlichen Verbandstarife in die Tarifreform einjezogen
 worden, Diese Aenderungen sind durch besondere
Nachträge — z. B. Nachtrag 3 zum Deutschen Reichsbahn-Gütertarif
 Teil II Heft CI (Ausnahmetarife) — mit Ernäßigungen
 bis zu 3% der bisher gültigen Sätze mit
Wirkung vom 15. September 1927 durchgeführt worden.
Die Einzelheiten, auf die hier nicht näher eingegangen. werden
soll, sind! in der vorigen Nummer der ‚„Saar-Wirtschaftszeitung“
 veröffentlicht, auf die verwiesen wird,
Die Entwicklung der Tarifreform der Deutschen Reichsbahn
 darf aber noch nicht als abgeschlossen gelten. Für
            
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