G
Trauringe (zu Ziffer 2 der Luxussteuerliste gehörig);
Strumpf- und Wäschewaren aus Kunstseide (Ziffer 4
der Liste);
Grabdenkmäler und Kriegerdenkmäler (Ziffer 16, Abs. 2
der Liste).
Die steuerfreien Grenzen sind in der Ausführungsverordnung
wie folgt erhöht worden:
1. für Kraftfahrräder von 5000 auf 5700 (Ziffer 1c)
2. für Beiwagen zu Kraftfahrrädern von 1400 auf 1500 (Zilfer 1d)
3. für Taschenuhren von 250 auf 40 (Zilfer 13)
4. für Werke der Plastik usw, von 200 auf 250 (Ziffer 16
5. für Klaviere und Harmonien von *000 auf 6000 (Ziffer 18)
6. für Teppiche, pro qm von 75 auf 150 (Ziffer 19)
7. für photographische Handapparate von 150 auf 275 (Ziffer 20)
8, für zugerichtete Felle von 50 auf 80 (Ziffer 21)
Die unter Ziffer 1 bis 8 genannten Erhöhungen der Steuerfreigrenzem
sind auf Grund der Bestimmung in $ 1 der
Abänderungsverordnung, „daß die Regierungskommission befugt
ist, die Preisgrenzen, die für die Erhebung der erhöhten
Umsatzsteuer bestimmend sind, zu erhöhen‘, vorgenommen
worden.
Die Luxussteuerlisteinihrer abgeänderten
Fassung werden wir in der nächsten Nummer
zum Abdruck bringen.
Esperanto.
Seit vielen Jahren findet jährlich eine große esperantistisch«
Heerschau statt in Ciestalt eines Esperanto-Weltkongresses
In diesem Jahre tagte derselbe als „XIV. Universala Kongresso
de Esperanto‘ vom 28. Juli bis 4. August in det
Freien Hansestadt Danzig. Das in dieses Jahr fallende Jubi
läum des 40jährigen Bestehens dieser sich mehr und mehı
siegreich durchsetzenden Welthilfssprache verlieh ihm eincd
yanz besondere Bedeutung. Eine symbolisch-stimmungsvoll:
Episode bildete die feierliche Pflanzung der Jubiläums-Eichc
auf einem von dem Seebade Zoppot hierzu gestifteten unc
entsprechend benannten „Esperanto-Platz‘“. Hierzu hatter
die Esperantisten aus allen Ländern heimische Erde, und zwaı
meist von historisch oder kulturell bedeutsamen Stätten
herbeigebracht. Neben einer Gabe vom Grabe des genialer
Erfinders des Esperanto, Dr. L. Samenhof in Warschau, fehlte
auch nicht ein Beitrag von Erde aus unserem Ehrental,
welchen hiesige Kongreßteiinehmer und zielbewußte Förderer
dieser zum größten Segen für die Menschheit berufenen
Bewegung überbracht hatten.
Große Anziehungskraft besaßen auch die Vorlesungen auf
der sogenannten „Sommer-Universität“, einer seit drei Jahrer
menu eingeführten Einrichtung, die sich trefflich bewährt
Hier haben Gelehrte von Ruf, die Wesen und Wert des
Esperanto auch für die Wissenschaft erkannt und sich deshalt
der geringen Mühe der Erlernung des Esperanto unterzogen
haben, Gelegenheit, vor einer aus allen Teilen der Erde
herbeigeeilten wahriaft internationalen Zuhörerschaft Vorträge
aus ihrem Spezialgebieten zu halten. Durch den unliversellen
Gedankenvermittler Esperanto jedem, welcher Nation
er auch sei, vollkommen verständlich, finden diese Vorträge
nicht nur bei den engeren Fachgenossen, sondern auch den
wissenschaftlich allgemein interessierten Teilnehmern lebhaftesten
Zuspruch.
Der bekannte hervorragende Astronom Prof. Dr. Schmidt
aus Potsdam, ein alter Pionier des Esperanto, eröffnete die
Reihe der Vorlesungen, die den Beweis erbrachten, daß
Esperanto micht eine tote Kunstsprache, sondern ein mit
lebendigstem eigenem Leben erfülltes Geisteswerk ist, welches
in Beweglichkeit, Schmiegsamkeit und Ausdrucksfähigkeit
hinter keiner der lebenden Sprachen zurücksteht, wohl aber
sie an Einfachheit der Grammatik und Syntax sowie hinsichtlich
logischen Aufbaues weit übertrifft. Ez
Die Eisenbahndirektion des Saargebietes hat folgende
Ausschreibungen erlassen:
Die Arbeiten und Lieferungen zur Ausführung der Erd-,
Beton-, Gleis- und Eisenarbeiten für den Bau von Abstellund
Reinigungsgleisen auf dem Hauptbahmnhofe Saarbrücken
sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben
werden,
Ausschreibungsunterlagen sind bei der Drucksachenverwaltung
der Eisenbahndirektion Zimmer 14 zum Preise von 7 Fr.
erhältlich. soweit der Vorrat reicht.
Die Angebote sind bis zur Eröffnung am 4. Oktober 1927,
vormittags 11 Uhr, verschlossen und versiegelt und mit der
entsprechenden Aufschrift versehen, beim bautechnischen Büro
der Eisenbahndirektion, Zimmer 320 a, einzureichen.
Zuschlagsfrist 4 Wochen, Nähere Auskunft auf Zimmer 320.
Die Arbeiten und Lieferungen zur teilweisen Erneuerung
jes Daches auf dem Lokomotivschuppen IV auf Bahnhof
Saarbrücken Rb. — Los I Zimmer-, Los II Dachdecker-,
Los 11 Klempnerarbeiten und Los IV Erneuerung der Oberlichter
für die Hallen. 3 und 4 — sollen auf dem Wege der
öffentlichen Ausschreibung vergeben werden.
Ausschreibungsunterlagen sind bei der Drucksachenverwalnung
der Eisenbahndirektion Zimmer 14 zum Preise von je
3 Fr. für Los 1111 und 4 Fr, für Los IV erhältlich, soweit
der Vorrat reicht,
Dice Angebote sind bis zur Eröffnung am 5. Oktober 1927,
‚ormittags 11 Uhr, verschlossen und versiegelt und mit der
ıntsprechenden Aufschrift versehen, beim bautechnischen Büro
der Eisenbahndirektior, Zimmer 320a, einzureichen.
Zuschlagsfrist 4 Wochen. Nähere Auskunft auf Zimmer 320.
Redaktionsschluß: Mittwoch, den 28, September 1927.
Den heute beiliegenden Prospekt des Verbandes Deutscher
Reklamefachleute e. V., Ortsgruppe Saarbrücken, empfehien
wir unserr geehrten Leserschaft einer besonderen Beachtung
Außerdem liegt der heutigen Ausgabe der „Saar-Wirt-‚chaftszeitung‘“
cin Prospekt der Halbergerhütte über Hochofen-Zement
bei. Wir empfehlen denselben. einer besonderen
Beachtung,
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ıdige.
jür Rüglerrevisionen
Willy Guthörl, Saarbrücken
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Titzstrasse 10, Telephon 579
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