Full text : 32.1927 (0032)

BR:

zureichen. In der Meldung ist anzugeben, in welchem
System — Einheitskurzschrift, Gabelsberger oder Stolze-Schrey
 — und in welcher Geschwirdigkeit der Prüfling geprüft
 werden will. Die Prüfungen finden statt in der Geschwindigkeit
 von 150 und 180 Silben in der Minute und
im Geschwindigkeiten von je 20 Silben mehr. Eine Vorprüfung,
 die lediglich den Zweck ‘hat, Anfängern über
ihre Leistungsfähigkeit Gewißheit und damit für die Hauptprüfung
 ein Gefühl der Sicherheit zu verschaffen, kann in
der Geschwindigkeit von 120 Silben stattfinden. Bei ihrem
Bestehen wird eine einfache Bescheinigung ausgestellt.
Die Prüfungsgebühr ®eträgt 10 Fr. und ist bei der Anmeldung
 einzuzahlen,
Schon jetzt wird darauf aufmerksam gemacht, daß Mitte
November auch eine Prüfung der Maschinenschreiber
stattfündet, deren genauer Termin noch bekanntgegeben wird.
Voraussetzung für die Zulassung zur Maschinenschreiberprüfung
 ist die Beherrschung
 der Kurzschrift mit mindestens 150
Silben in der Minute. Die Prüfung erstreckt sich auf
die Sicherheit und Geläufigkeit im Schreiben und die Formhbeherrschung
 sowie die Kenntnis der Maschine und ihre Behandlung.
 Wer eim Prüfungszeugnis für Maschinenschreibetr
erwerben will, wird in der Geschwindigkeit von mindestens
180 Anschlägen in der Minute geprüft, Eine Vorprüfung,
die lediglich den Zweck hat, Anfängern über ihre Leistungsfähigkeit
 Gewißheit und für die Hauptprüfung ein Gefühl der
Sicherheit zu verschaffen, kann im der Geschwindigkeit von
mindestens 120 Anschlägen in der Minute stattfinden. Bet
ihrem Bestehen wird eine einfache Bescheinigung ausgestellt,
Meldungen zur Maschinenschreiberprüfung können jetzt
schon bei der Handelskammer abgegeben werden. In der
Meldung ist anzugeben, ob der Prüfling die Vorprüfung mit
mindestens 120 Anschlägem in der Minute oder die Hauptpräfung
 mit mindestens 180 Anschlägen in der Minute abegen
 will und ob er bereits ein amtliches Kurzschrift-Prüfunmgszeugnis
 besitzt. Die Prüfungsgebühr beträgt 10 Fr.
und ist gleichzeitig mit der Anmeldung einzusenden.
Satzungen für die Kurzschrift- und Maschinenschreiberprüfung
 werden von der Handelskammer kostenlos abgegeben.
Ebenso steht die. Handelskammer zu jeder Auskunft gern
zur Verfügung.

Die Saarbrücker Werbeschau
vom 16.—21. Oktober 1927.
Der Verband Deutscher Reklamefachleute e. V., Ortsgruppe
Saarbrücken, teilt folgendes mit:
Die „Saarbrücker Werbeschau‘“ vom 16. bis 21. Oktober
sieht in ihrem Programm eine Fülle von Veranstaltungen
vor, die so recht dazu angetan erscheinen, die Leistungskraft

der Saarbrücker Firmem, des Handels wie des Handwerks,
in ein günstiges Licht zu stellen und damit dem Geschäftseben
 neue Impulse zır verleihen. Vor allem der Schaufensterwettbewerb
 in den Tagen vom 16. bis 19, Oktober und der
jür Saarbrücken ganz neue Reklameumzug am 16. Oktober
yercden reichlich Gelegemheit bieten, die Eigenart des betrefijenden
 Unternehmens in werbewirksamer Form dem Publikum
„or Augen zu führen. Auch der Anzeigenwettbewerb in
den Zeitungen, die Vorträge erstklassiger Reklamefachleute
ınd vor allem die Ausstellung von Arbeiten saarländischer
Gebrauchsgraphiker und Drucker im Foyer des Saalbaues
verden viel Interesse finden. Den gesellschaftlichen Gipfelyumkt
 der Veranstaltungen werden eine Festvorführung im
Stadttheater und die große Moderevue „Die Dame vom
Morgen bis zum Abend“ im Saalbau am Donnerstag, den
20., und Freitag, den 21, Oktober, bringen. An diese Modeschau
 am Freitag abend wird sich ein Gesellschaftsball anschließen.


Konkurseröffnungen im Saargebiet.
<aufmann Fritz Latz, Merzig, Inhaber der Firma Gebr. Latz,
Geislautern. Eröffnungstermin: 21. September 1927, nachmittags
 6 Uhr. Konkursverwalter: Rechtsanwalt Daub
Völklingen.
Firma Geschw. Titze, Inhaberin Elisabeth Titze in Saarbrücken
 3. Eröffnungstermin: 21. September 1927, mittags
12,30 Uhr. Konkursverwalter: Rechtsanwalt Dr. Weiler I.
Saarbrücken.

Devisennotlerungen in Berlin und Paris
vom 21. bis 28. September 1927

Berlin,
s Börse
S [Ma CM Londou [Now-York
100 Fr. RM. 1Pfa.Sterl.| 1 Dollar

Pariser Börse

Holland
100 Fi,

Schweiz Belgien
100 Fr. AN
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21. 9
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1022| 491 25 | 355.—
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Mitteilungen des Wirirchaftlichen Vereins.

Niederschrift über die Vorstandssitzung des Wirtschaftlichen
Vereins am 26. September 1927.

Erschienen waren unter dem Vorsitz des Herrn Dr. Max
von Vopelius, Sulzbach, folgende Herren: R. Becker,
Saarbrücken; A. Ehrhardt, Saarbrücken; Dr. v. Gemmingen,
 Völklingen; Og. Heckel, Saarbrücken; P.
Heinrich, Saarbrücken; B. Karcher, Beckingen; E.
Köhl, Saarbrücken; H. Lampert, Saarbrücken; Lazard,
 Saarbrücken; K. Martin, St. Ingbert; F. Marthaler,
 Blieskastel; P. M um m, Saarbrücken; Pe etz, Burbach;
 E. Post, Saarbrücken; E. Röchling, Saarbrücken;
Dr. H. Röchling, Völklingen; C. Roth, Saarbrücken;
Schenkelberger, Luisenthal; Siegfried, Saarbrücken:
Teshmar, Saarbrücken; K, Trapp, Neunkirchen.
Die Geschäftsführung war durch den Generalsekretär, Herrn
Assessor Lütkee, den stellvertretenden Generalsekretär, Herrn
Martin, und durch folgende Herren vertreten: Dr. Pfeil.
Dr. Rutsch, Knoblauch, Wallacher.
Als Gast nahm am der Sitzung teil Herr Direktor
Schmieden von der Reichsbankstelle Saarbrücken.
Vor Eintritt in die Tagesordnung gedenkt der Herr Vorsitzende
 mit warmen. Worten des verstorbenen Oberbergrats
Jacobs, der sich in seinem schwierigen Amte als Bevollmächtioter
 des Reichskohlenkommissars für das Saargebiet

die Anerkennung und Wertschätzung weitester Kreise erworben
 habe. Die Anwesenden ehren das Andenken des
Verstorbenen durch Erhebem von den Sitzen.
Punkt 1 der Tagesordnung: „Vorbereitung der
Iktoberverhandlungen über die Saarzollfrage‘. Herr Mar -
-4n leitet seine Ausführungen mit der Feststellung ein, daß
las Saargebiet im handelspolitischer Beziehung sich augenlicklich
 in einer eigenartigen Uebergangsperiode befinde,
:änerseits habe das Keutsch-Iranzüsische Abkommen für die
Zinfuhr deutscher Erzeugnisse im das Saargebiet eine Reihe
vesentlicher Verbesserungen gebracht; gleichzeitig sei aber
'ür die Einfuhr aller derjenigen Erzeugnisse, die in Liste B
des meuenm Vertrages enthalten seien, und zwar insbesondere
:‘ür Maschinen, durch die hiermit verbundene Erhöhung
jes Mänimaltarifs ‚eine nicht unwesentliche Verschlechterung
jes bisherigen Zustandes entstanden. Die bevorstehenden
jaarzollverhandlunmgen seien dazu berufen, die entstandenen
Mängel auszugleichen und gleichzeitig gewissermaßen den
chlußstein in das Gebäude der Saarzollregelung zu setzen.
Dieser weittragenden Bedeutung des kommenden Abkommens
nüsse die Vorbereitung der Verhandlungen entsprechen. Der
Berichterstatter kennzeichnete alsdann kurz das Ergebnis der
            
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