Full text : 32.1927 (0032)

Artikel 2.
Gegenwärtige Verfügung tritt mit Wirkung vom 1. 10,
1927 mit der Maßgabe in Kraft, daß sie auf die am 1. Okjober
 laufenden Einzelstundungen sowie auf die vor dem
1. Oktober 1927 angeschriebenen, aber noch nicht Be gewesenen
 fortlaufenden Stundungen bereits Anwendung findet.
Saarbrücken, den 24. August 1927.
Das Mitglied der Regierungskommission
für die Finanzen: gez. J. Morlize.

jeptember bis 21. September, Es sind wiederum eine große
Zeihe von Bequemlichkeiten und Erkeichterungen für Aussteller
 und Messebesucher geschaffen worden, so z. B. ein
Dostamt für einfachen Brief-, Telegramm- und Geldverkehr.
Die Aussteller können ihre Postsachen einfach an das „Meßvostamt
 Frankfurt a. M. für X Y‘“ senden lassen.
Der Autohalteplatz imerhalb des Messegeländes {st
bedeutend vergrößert worden und insbesondere auch für
Wagen von Selbstfahrern eingerichtet. Die Preise der Bepurtzungskarten
 für diesen Platz betragen für die ganze Dauer
der Messe 10 RM.
Mit der Frankfurter Herbstmesse ist bekanntlich die ‚große
Ausstellung „Blumen und Früchte“, die nach Schluß der
Messe bis 2. Oktober 1927 weiterläuft, verbunden,

N.
Meßpostamt Frankfurt a. M.
Das Frankfurter Meßamt veröffentlicht soeben seine Haus
und Platzordnung für die Pramkfurter Herbstmesse vom 18

Mitieilbingen een

—Auktenk £"se 5

zrbrücken.

_-Notierungen

 der Saarbrücker Produktenbörse.
Offizielle Preise der Produktenbörse xzu Saarbrücken
per 100 kg waggonfrei Saarbrücken für den Großhandel

jewegenden Inlandspreisen für Getreide Einhalt geboten und
‚;ogar eine, wenn zunächst auch noch geringe Nachgiebigkeit
‚erursacht. Die besseren Aussichten Europas haben auch
uf die Preisbildung von Amerika eingewirkt, zumal auch
jort besseres Wetter eingetreten ist. Die Ernteschätzungen
\merikas berichten sogar von einem Plus gegenüber dem
/orjahre, soweit Weizen in Frage kommt. Das günstige
Zrntewetter hat zur Folge, daß noch mancher Posten Gereide
 eingeerntet werden kann, der bislang als verloren galt,
nsbesondere für Hafer zeigt sich dies am deutlichsten. Auch
Zloggenpartien, die durch die Feuchtigkeit gelitten haben,
xönnen zum Teil wieder als Mahlgut verwendungsfähig
zemacht werden, wenn auch mit hervorragenden Qualitäten
cht zu rechnen sein wird. Die GOetreidepreise im Imnern
7rankreichs sind daraufhin billiger geworden, insbesondere für
Weizen. Zwar ist für Roggen eine nachgiebige Haltung zu
beobachten, von einer wirklichen Preissenkung ist jedoch
kzum etwas zu spüren, da Roggen für nahe Sicht gesucht
und auch Auslandsroggen nicht billiger angeboten ist.
Der Absatz für Mehl bewegt sich in normalen
Bahnen. Futtermittel sind gut gefragt. Neuer deut -
scher Roggen wird 2 Fr. billiger als französischer in
den letzten Wochen hier gehandelt, nachdem die Gewährung
der Einfuhrscheine den Export wieder ermöglicht hat.
Saarweizen ist noch nicht in dem Maße angeboten
gewesen, um eine Preisnotierung feststellen zu können. Nach
Gerüchten auf dem Getreidehandelstag in Dijon soll bei
weiterem Senken der französischen Weizenpreise eine Zollerhöhung
 von 8 Fr. beabsichtigt sein, um der französischen
Landwirtschaft einen angemessenen Weizenpreis sicherzustellen.
 Wie weit diese Gerüchte sich bewahrheiten, konnte
bis zur Stunde nicht geklärt werden.
Für Kartoffeln ist eine gute Nachfrage zu verzeichnen,
da die Versendungen seitens der Landwirtschaft wegen des
guten Erntewetters ins Stocken geraten sind.

gr ann Da

) Ang
KK.

3, Sept,
Wr.

_Mühlenfabrikate:
Tendenz: fest,

Weizenmehl, Basis fl.
Weizenmehl, Super.
Weizenmehl, innerfr,
Roggenmehl 0, ..
Roggenmehl 01
Weizenkleie, fein.
Weizenkleie, grol
Roggenkleie ....
Weizenfuttermehl. ... .
Roggenfuttermehl.. ..... „w
Getreide:
Tendenz : fest.
Weizen, einheimischer . ......-Weizen,
 französischer... nah
Roggen, einheimischer , ......-Roggen,
 französischer...-.......
Roggen, deutscher . „u...
Braugerste ‚.... b-Futtergerste
 ..... ....
Hafer........ Ka
Auslandshafer ..
Auslandsweizer KKnEEF
Platamais ..... SCHERER
Pfälzer Roggen - Ve. ].].Z]..

264
258

264 m.Sack
258 w
m, Sack
230
210
24

230
210
84
2Q

WR

N

+18
122

118
122

164 oo. Sack
172 170
134 334}
140 Mg
138 14 )
— 142-150 *
'40—145 138—142 m Sack
AG —142 128—138
32138 135—140 |
176—184 180—190 ın, Sack
126 126

Rauhfutter, Kartoffeln usw.
Tendenz: unverändert

Wiesenheu, lose...... .
Wiesenheu, gepresst ...... ..
Luzernleu, gepresst, südfranz. .
n lose ..
Getreidepresstroh.
Getreide langstroh
Kartoffeln 1926
Kartoffeln weisst
Kartoffeln, rote .
Runkelrübern .
Zwiebeln.

2
58
R2

52
58
62
68
29

45
zn l

45
45
Q

Die am 5. September 1927 in Kraft getretene framzösische
 Zollerhöhung für Getreide und Mehl hat sich im den
Inlandspreisenm: noch” nicht ausgewirkt.

A EN

Börsenbericht.,
Saarbrücken, den 30. August 1027.
Die für die Einbringung der Ernte außerordentlich günstige
Wettervestaltung der letzten Tage hat den sich aufsteigend

Börsenbericht.
Getreidezollerhöhung und Saarproduktenmarkt,.
Saarbrücken, den 6. September 1927.
Die in unserem vorwöchigen Bericht erwähnte Absicht der
französischen Regierung, die Zölle für Getreide im Interesse
4er Landwirtschaft zu erhöhen, ist inzwischen Tatsache geworden.
 Zwar lagen während der Börse ziffernmäßige Anzaben
 über die Erhöhung noch nicht vor. doch wußte man
zereits, daß eine solche beschlossene Tatsache war, Wie
3a Oft, konnte man im Saargebiet erst am Mittwoch früh
jarüber Näheres erfahren — und das noch nicht offiziell —,
während innerfranzösische Firmen bereits am 3. September
zenau Kenntnis hatten und dementsprechend disponieren
zonnten. Die Zollsätze sind wie folgt festgesetzt: Pos. 68,
Neizen, Spelz, Mischkorn 25 Fr.; Pos. 68, gequetschte Körner
ınd Mahlgut mit mehr als 10 Prozent Mehl 45 Fr.; Pos. 68,
Weizenmehl und Auszugssatz von 70 Prozent und mehr
15 Fr., zum Auszugssatz von 70—60 Prozent 52 Fr., zum
Auszugssatz vom 60 Prozent und darunter 58 Fr.; Pos. 71,
Roggen in Körnerm 11 Fr.; Pos. 71, Roggenmehl 19 Fr.;
Dos. 76, Grütze, Grieß, Perlkörner oder Graupen 66 Fr.:
des. 77. Grießteigwerk und italienische Nudeln 66 Fı
            
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