Namhaftmachung österreichischer
Ver- und Einkaufsvertreter.
Der Zentralverband der Handelsvertreter und’ Kommissionäre
Oesterreichs, Wien 1, Werdertorgasse 14, weist darauf
hin, daß er eine Agentur-Vermittlungs-Sektion eingerichtet
hat, die in der Lage ist, auswärtigen Fabriken und Exportfirmen
in Wien bzw. Oesterreich und den Nachbarstaaten
Vertreter aufzugeben. Der Zentralverband kann sowohl Verkaufsvertreter
wie auch Einkaufsvertreter namhaft machen und
fügt ‘hinzu, daß nur vertrauenswürdige Herren benannt
würden. Die Vermittelung geschieht kostenlos.
Wir weisen die bezirkseingesessenen Firmen, die Interesse
entweder für den Export oder den Import nach oder von
Oesterreich und den angrenzenden Nachbarstaaten haben,
auf diese Möglichkeit der Gewinnung geeigneter Vertrneter
hierdurch hin.
Mitteilungen de:
Die Lage am Saareisenmarkt im August 1927.
Saarbrücken, den 2. September 1927.
Die Kohlen- und Erzbelieferung war gut, wenn auch allgemein
stilles Geschäft zu verzeichnen ist, was mit einem
gewiesen Absatzmangel der lothringischen Industrie zusammenhängt.
Das Schrottgeschäft ist äußerst schwach, da
die Nachfrage, insbesondere aus Polen, Tschechoslowakei und
Italien merklich nachgelassen 'hat. Der Preis für Kernschrott
stellt sich auf 300 bis 310 Fr. Die noch vor kurzem hohen
Preise sind stark gewichen, worauf wohl auch der Konkurs
einer Schrottfirma zurückzuführen ist.
Die Preise für Roheisem und Stabeisen ’haben sich im allgemeinen
gehalten. Da diese Erzeugnisse in Lothringen bis
zu 70 Fr. billiger angeboten werden, ist es der Saarindustrie
bei ihren höheren Selbstkosten — hauptsächlich durch Frach-Devisennotierungen
in Berlin und Paris
vom 1. bis 9, September 1927
Berlin,
Börse
Pariser Börse
p-Frankr,
100 Fr.
Deutsch: London [New-York
| R.-M '1Pfd.,Ster} * Dollar
Holland
100 Fi.
Schweiz | Belgien
100 Fr. „100
Belga
3
%
16 48
16.47
6.061/2
6.06
124.02
124,02
25.51’/2
25.51'/2
25,51°/2
25.5174
25.51%/4
1022,25! 492,—
1022 50) 492.—
105250 492, —
1022 25| 491.75
1022 75| 49175
355,25
355.25
)
16.48
16.48
16 17
606 | 12402
6.06'/a| 124.02
6.06'/2! 12402
355,25
355.25
355.25
chen Vereins.
en und Löhne bedingt — nicht möglich, in diese Preise
nzutreten, Das Saargeschäft ist daher stark abgewandert.
Das deutsche Geschäft bleibt nach wie vor die Existenzfrage
ınd ist im allgemeinen gleich geblieben. Die Baukonjunktur
‚schreitet ihrem Ende zu. Die durch schlechtes Wetter unrünstig
beeinflußten Ernteaussichten lassen Rückschläge be-‘ürchten,
Zur Konsolidierung der ‘hiesigen Verhältnisse hat
;üch eine Händlervereinigung gebildet. Nur nach
angwierigen Verhandlungen ist die Beteiligung der saarlänlischen
Werke an dem Wagenauftrag der deutschen Reichsyahn
erreicht worden, Diese Verhandlungen haben erneut
zezeigt, welchen Verhältnissen die Saarwerke entgegengehen,
wenn der deutsche Markt fehlt. Der Auftrag des framzösischen
Kolonialministers über 6000) t Schienen, Schwellen
ınd Laschen, der den Werken in Neunkirchen und Burbach
zufiel, kam unter den heutigen Verhältnissen besonders will-<ommen.
Das Exporteeschäft legt nach wie vor darnieder.
VWirtschaf.
Indexziffern der Stadt Saarbrücken und des Saargebietes im August 1927.
Nach Mitteilung des Statistischen Amtes der Regierungskommission des Saargebietes hatten die Indexziffern der Stadt
Saarbrücken und des Saargebietes im Monat August 1927 folgende Höhe:
Saarbrücken Saargebiet
Stadt
584,3
647,1
590,3
338,7
595,2
827,9
817,5
560,5
Verkehr:
a
mie
Eisenbahn.
Saarbaknen.
Eilzüge Saarbrücken-Trier und zurück.
Die Absicht, die am 15. Mai d. Js. eingeführten und vorerst
nur im Sommerfahrplan vorgesehenen Eilzüge 155, Saarbrücken
ab 19 Uhr, Trier an 21.09 Uhr und E 152, Trier
ab 7.54 Uhr, Saarbrücken an 9.45 Uhr, in der kommenden
Wınterfahrplanperiode nicht mehr verkehren zu lassen, gab
der Handelskammer Anlaß, bei den beteiligten Eisenbahnverwaltungen
die weitere Beihehaltung der heiden Filzüge
zu beantragen, indem nachdrücklichst darauf hingewiesen
vurde, daß die eisenbahnseitig erstrebte größere Wirtschaftichkeit
der beiden Züge erst im Laufe längerer Zeit erreichbar
und die kurze Frist seit der erstmaligen Einführung
ı1och nicht ausreichend ‚sein dürfte, ein zuverlässiges Bild
jer Rentabilität beider Züge zu geben, Erfreulicherweise
aaben sich die beteiligten Eisenbahnverwaltungen entschlossen,
lie eingangs erwähnten Eilzüge versuchsweise im kommenden
Wınterfahrplan zu fahren. Um ihre stetige Beibehal-‘ung
sıcherzustellen. wird die rege Benutzung dieser Zuyg-