Full text : 32.1927 (0032)

el

well die in Polen hergestellten einmal zu teuer sind und :ein
anderesmal :qualitativ den in Deutschland oder Schweden
fabrizierten ‚machstehen, Interessenten, die Beziehungen anzuknüpfen
 beabsichtigen, wenden sich an «den Deutschen
Wirtschaftsbund für ‚Polen e. V., Breslau VI, Friedrich-Wilhelm-Straße
 6.

Portugal.
Portugal als Markt für Parfümerien.
Portugal ist ein guter Markt für Parfüme, Seifen, Toilettenwasser,
 Zahnpflege- und Haarfärbemittel, wie für kosmetische
Artikel ‚aller Art. Die :teuren Parfüme und Toilettenwasser
werden meist aus Frankreich bezogen, während in Seifen,
Rasierseifen und Zahnpflegemitteln ‚die deutschen und englischen
 Erzeugnisse bevorzugt werden. Die einheimische
Parfüm- und Seifenindustrie, deren Zentrum Porto ist, ist verhältnismäßig
 gut entwickelt, vermag aber .den Bedarf ‚des
Landes nicht zu decken. Für den ‚Absatz von Parfümen
spielt eine dem Geschmack der portugiesischen Käufer angepaßte
 Aufmachung eine große Rolle; originelle Flakons
und vergoldete, aber nicht zu große Etiketten sind sehr beliebt.
 Die Zölle für Parfüme und parfümierte Kosmetika
sind ziemlich 'hoch und betragen 1 Escudo Gold pro Kil>-gramm
 oder rund 42 Escudo Papier (für Seifen 0,30 Escudo
Gold oder rund 6,30 Escudo Papier), und werden nach dem
Bruttogewicht einschließlich der Flakons berechnet. Einige
ausländische Fabrikanten senden daher die Parfüme und
die Flakons an ihre Vertreter in Portugal getrennt, ein Verfahren,
 durch das eine erbebliche Zollersparnis erzielt wird,
das aber nur ‚angewandt werden ‚kann, wenn der Vertreter
über die erforderächen Einrichtungen und Hilfskräfte zur
Füllung der Fiakons verfügt. Infolge der Art der Zollberechnung
 empfiehlt es sich, das Gewicht der Parfümflakons und
insbesondere ‚für (lremebehälter, die häufig schwerer sind als
ihr Inhalt, soweit als möglich herabzusetzen. Zu beobachten
ist ferner, daß ‚Parfüme, deren ‚Etikette irgendeine medizinische
 Eigenschaft angibt, auch der Stempeldener für pharmazeutische
 Produkte unterliegen. Alle Vertreter für Parfümerien
 und Kosmetika in Portugal arbeiten auf Kommissionsbasis,
 (und zwar erhalten eie für bereits bekannte
Artikel 20 %, für neu einzuführende bis zu 30 %, wovon ein
Teil ;für die unbedingt erforderliche Anzeigenpropaganda,
zu deren Kosten auch der Fabrikant beitragen muß, verwandt
wird. Die Kreditfristen bewegen sich zwischen 30 bis zu
90 Tagen.
Rußland.
Neue Bestimmungen über Scheckverkehr.
Ueber den Scheckverkehr mit Rußland bestimmt eime neue
Verordnung des russischen Zentralexekutivkomites und des
Rates der Volkskommissare, daß namentliche Schecks und
Akkrecitive auf Personen, die zu vorübergehendem Anfenhalt
vom Ausland nach ‚der Sowjetunion kommen, von diesen
Personen ausgeführt oder durch bestimmte Kreditanstalten
innerhalb von zwei Monaten nach dem Auslande wieder
zurückgeführt werden können.

Schweden.
Günstigere Gestaltung der Handelsbilanz.
Die Wirtschaftslage Schwedens war im ersten Halbjahr
1927 ziemlich unverändert und die gleiche wie im zweiten
Halbjahr 1926. Die günstigere Gestaltung der Handelsbilanz
hat sich auch im verflossenen -Halbjahre weiter fortgesetzt
In dieser Zeit hatte die Einfuhr ‚einen Wert von 728,5 Mill.
Kr. (1926: 697,9), die Ausfuhr von 687,2 Mill. Kr. (1926:
590,2). Der Einfuhrüberschuß betrug 41,3 Mill. Kr. gegenüber
fast 100 Mill. -Kr. ‚in der gleichen Zeit des ‘Vorjahres. Der
Umfang des Außenhandels ‘hat sich also ‚gegenüber 1926
wesentlich erhöht. Da sowohl die Ein- als die Ausfuhrpreise
sehr. viel niedriger lagen als im vergangenen Jahre, dürfte
die mengenmäßige Steigerung noch viel größer sein, als die
Wer‘zahlen anzeigen. Die Verschiebungen in der Einfuhr sind
im großen und ganzen genommen gegenüber 1926 recht
unbedeutend. Auf Nahrungs- und Genußmittel entfielen
Januar bis Jam 1927: 23,8% der Einfuhr (1926: 21,7 %),
auf Rohstoffe 33,5% (1926: 35,5 %0), Halbfabrikate 8,6 %
KT 8,8 0%), Fertigfabrikate 34,1 % (1926: 34 %). Bei der
usfuhr ist die Veränderung ebenfalls gering; auf Nahrungsund
 Genußmittel entfielen Januar bis Juni 1927: 12% (1926:
8,1 0%), Rohstoffe 16,6 % (146 %), Halbfabrikate 29.7 %
(34,7 %),: Fertigfabrikate 41,2 % (42,6 %).
Spanien.
Zeolltarifzetorm.
Ein «königliches - Gesetzdekret beauftragt den spanischen
Valkeawirtschaftsrat. am; kommenden 1. Oktober mit der auf

927 entfallenden Zolltarifrevision zu. beginnen, und zwar
ınter dem Kriterium eines systematischen und verstärkten
Schutzes der nationalen Produktion. Insonderheit sollen künf-‘ig
 alle Zollermäßigungen unter die zweite Spalte des Zolltarifs
 nunmehr auch de jure wegfallen, d.h. die Regierung
joll derartige Ermäßigungen nicht mehr gewähren dürfen,
Auch der Zoll für importierte Preßkohlen und Koks soll
ılcht mehr dem geringeren für Anthrazit und Steinkohlen
zleichgesetzt ‚werden dürfen. Nach Beseitigung dieser Ausı1ahmen
 soll der spanische Zolltarif künftig nur noch einen
jeneraltarif und einen Konventionaltarif umfassen. Der Kon-‚entionaltarif
 ‚gilt für Vertragsstaaten, ist Mindesttarif und
larf nur in außerordentlichen Fällen unterschritten werden,
venn die Regierung dadurch den Import in Spanien nicht
ırzeugter Düngemittel, natürlicher Rohstotfe, Halbfabrikate
ınd. Maschinen herbeiführen will. Für diesen Fall ist sogar
Zollfreiheit möglich.
Austerausstellung deutscher Fabriken in Barcelona.
Die Deutsche Handelskammer für Spanien in Barcelona,
Zonda Universidad, 10, pral., ’hat die Musterausstellung deuticher
 Fabrikanten, die bisher in den Räumen des Deutschen
Jeneralkonsulats für Spanien, Barcelona, untergebracht war,
ibernommen. Im Interesse der Aussteller 'hat sich die Kamner
 bei Uebernahme der Ausstellung entschlossen, die bis
lahin vom Deutschen Generalkonsulat ‚erhobenen Mietsätze
‚ehr wesentlich zu ermäßigen. Von den 10 mit Glastüren
‚ersehnen Schränken (die Maße jedes Schrankes sind: 200 cm
1och, 40 cm tief, 150 cm breit), die insgesamt 50 Fächer
ınthalten (jedes Fach ‘hat folgende Ausmaße: 1353 cm lang,
34 cm tief, 34 cm hoch) ist zurzeit noch annähernd die Hälfte
rei. Der Mietsatz ist für ein oberes Fach 80 Pesetas für
las ganze Jahr und für ein unteres Fach 60 Pesetas. .Bei
Zelegung nach Beginn des zweiten Halbjahres wird nur der
Aietsatz für das laufende Halbjahr entrichtet. Die Austellungsgegenstände
 müssen der Kammer frei von Kosten zuzeführt
 werden. Für die sachgemäße Aufstellung und In-;tandhaltung
 der Muster sorgt die Kammer.
Erweiterung des spanischen Industrieschutzgesetzes.
Das spanische Amtsblatt veröffentlicht eime Königliche Ver->rdnung
 vom 23. Juli, die eine weitere Maßnahme zum
Schutz der einheimischen Industrie gegen ausländischen Wettbewerb
 bedeutet. Es wird bestimmt, daß bei Ausschreibungen
ir Kraftwagen, Traktoren, Straßenwalzen, Tankwagen, Mooren
 für Kräne und Hebemaschinen der am 9. April durch
Dekret neugeschaffene Kraftwagenausschuß zu hören
;ei. Der Ausschuß soll sich jeweils darüber äußern, ob
ınd inwieweit die erforderlichen Gesamt- und Einzelteile
on der nationalen Industrie geliefert werden können.
Goldzollzuschlag.
Der Goldzollzuschlag beträgt für die Zeit vom 11. bis
20. August 1927 13,25 0%.
Erhebung eines Zollzuschlages von 1% in Barcelona.
In einer in der „Gaceta de Madrid“ vom 8. Juli 1927
zeröffentlichten Königl. Verordnung vom 30. Juni 1927 über
ijen Bau von Häusern und die Beschaffung von Wohnungen
n Barcelona wird u. a. bekänntgegeben, daß vom 1. Juli
1927 ab zu ‚allen Einfuhrzöllen für die durch das Zollamt
nn Barcelona verzollten Waren ein Zuschlag von 1% zu
arheben ist.

. Mosiowakei,
Zellherabsetzung für Halbfabrikate,
Gemäß einer Verfügung des Finanzministeriums werden für
ıjne Reibe von Halbfabrikaten die Zollkoeffizienten bzw. die
Zollsätze autonom herabgesetzt. Es handelt sich hierbei um:
Dos, 214 b: „Bedruckte Kunstseidestoffe zur Erzeugung von
Teppichen und.Möbelstoffen 58 Kr. je 100 kg (früher 2800—3000
<r.). Wollgarn zur Erzeugung von Teppichen und Möbel-‚toffen
 58 K. (203 K.). Pos. 287: Glattes Packpapier per
Zallen 84 K. (180), andere glatte Papiere 120 (180) .K.
dos. 314a: Gepreßte Halbfabrikate aus Hartgummi 420 K,
840). Pos. 420 a: .Retorten, Tiegel und Muffeln aus Graphit
;:8 K. (60). Pos. 429: Luppeneisen und Ingots autonom
10,40 K. (38) und vertragsmäßig 21,20 K. (26,50). Pos. 430:
Jußeisenzaggal, autonom 43,20 K. (48), vertragsmäßig 30,59
33,50). Pos. 413d: Stangeneisen und Stahl 108 K. (144)
ıutonom und 75,60 (100,80) vertragsmäßig. Pos. 431e: Stab-»isen
 140 (240) autonom und 28 (168) vertragsmäßig. Pos.
132: Verzinnte, verzinkte Bleche behalten den Koeffizienten
12, c und d andere Bleche neuer Koeffizient 10, € andere
3leche neuer -Koeffizient 9. Pos. 464b/1: Ketten 198 (396)
autonom, desgleichen b2 324 K. (618). Pos. 491a Bleibleche
 und .Bleiplatten 9% (180). Pos. 491b Zinn und
Britanniametall (Bleche und Platten) 85,50 K. (142,50). Pos,
196: Stangen, Ruten und. Bleidraht 96 (180), aus Zinn oder
Zritanniametall 85.50 (142.50). Pos. 500a: Bleiröhren und
            
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