Full text : 32.1927 (0032)

m

gung bringt. Der Vertrag, der im Reich zunächst
noch der Zustimmung des handelspolitischen Ausschusses
 des Reichstages und Reichsrates bedarf,
soll am 5. September 1927 in Kraft ‘treten und
bis zum 1. April 1929 gelten. An ‚diesem Tage
kann zum ersten Male mit dreimonatiger Frist gekündigt
 werden.
Den Wortlaut des neuen Handelsabkommens, der
zur Zeit noch nicht vorliegt, hofft die Handelskammer
 den interessierten Firmen bereits in den
allernächsten Tagen zur Verfügung stellen zu
können.

Kein Einfuhrverbot für gefüllte Jagdpatronen.
Wie uns die französische Zolldirektion unterm 10. August
1927, Tagebuch-Nr, 8222, mitteilt, findet das französische Einfuhrverbot
 für Jagdmunition ebenso wie für Schießpulver
auf das Saargebiet keine Anwendung.

Vorübergehende Aufhebung des Ausfuhrverbotes
für Leinen- und Baumwollelumpen.,
Das „Journal Officiel‘‘ veröffentlicht unterm 13, dieses
Monats einen Hinweis an die Exporteure, wonach “Leinenund
 Baumwollelumpen (chiffons de toile et de coton), desgleichen
 alte Seile (vieux cordages) vom 15. August dieses
Jahres ab auf die Dauer von sechs Monaten ohne vorherige
Bewilligung ausgeführt werden können,

Inhalt des Amtsblattes der Regilerur 12skommission
Nr. 30 vom 8, Aus. %
Amtliches.
Verwaltung des Innern.
Verfügung betr. das Wohnungswesen in der Gmeinde Dreisbach,
 Kreis Merzig.
Bekanntmachung betr. oberpolizeili-he Vorschriften über den
Verkehr auf der im Bezirk St. Ingbert gelegenen Strecke
der Staatsstraße Nr. 56.

Der lothringische Kohlenbergbau im ersten
Malbjahr 1927.
Der lbothringische Kohlenbergbau stand in ‚den ersten drei
Monaten des Jahres 1927 noch im Zeichen der durch den
englischen Bergarbeiterstreik verursachten Konjunkturwelle,
Dann setzte jedoch eine rückläufige Bewegung ein, . und
die Kohlenkrise auf den europäischen Märkten übte auch
auf den Geschäftsgang der lothringischen Gruben ihren Einfluß
 aus, wenn auch nicht annähernd so stark wie auf die
benachbarten Saargruben. Immerhin sind ebenfalls Feierschichten
 eingelegt worden und werden noch eingelegt. Die
Förderung hält sich dank der guten Ergebnisse von
Januar bis März — im März wurde fast eine Monatsförderung
von 590000 t erreicht — für das erste Halbjahr 1927 noch
über dem entsprechenden Ergebnis des ersten Halbjahres 1926.
Die durchschnittliche Tagesförderung hat im Februar
erstmalig 27000 t überschritten. Die Kokserzeugung ist
annähernd konstant geblieben. Die Belegschaft, die
im Februar mit 31364 Arbeitern unter und über Tage ihren
Höchststand erreichte, hat sich bis Ende Juni um rund
800 Köpfe verringert. Im einzelnen ergibt sich folgendes Bild:
Förderung Kokser- Durchschnittl. Gesamtbeleg-1927
 Insgesamt zeugung Tagesförderung unter u, über
Tage
31 304
31 364
31 108
30 751
30 592
30 508

Januar 478 438
Februar 481 361
März 495 209
April 419 901
Mai 448 200
Juni _ 438 606
1. Halbjahr 1927: 2761 805
1. Halbiahr 1926: 26583118

12.580
816
730
560
- 206
7710
76271
74 250

19 137
20 056
18 345
fi 796
16 796
17 544

Bekanntmachung betr. Verlust eines Führerscheines (8939)
Oeffentliche Arbeiten, Eisenbahnund
 Postwesen.
Verfügung betr. den Fernsprechverkehr mit Frankreich,
Handel und Gewerbe.
Bekanntmachung betr. die Errichtung einer Dachdeckerzwangsinnung
 für die Kreise Ottweiler und St. Wendel
sowie die Bezirksämter St. Ingbert und Homburg.
Bekanntmachung betr. Schließung der Bäckerzwangsinnung
Brebach und Kleinblittersdorf.
Bekanntmachung betr. Schließung der Schuhmacherzwangsinnung
 Sulzbach.
Landwirtschaft.
3ekanntmachung betr, Ergebnis der Viehzählung am 1. Dezember
 1926.
Bekanntmachungen anderer Behörden.
Bekanntmachung betr. Fluchtlinienfestsetzung.
Bekanntmachung betr. Fluchtlinienfestsetzung.
Nachweisung von offenen, den Versorgungs- umd Anstellungs
anuwärtern vorbehaltenen Stellen.

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Uebersicht über die Tätigkeit des Arbeitsnachvalges
 der Stadt Srarbrücken im Monat Juli 1927.

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‚Der Arbeitsmarkt zeigte im Berichtsmonat eine weitere
nerkliche Entspannung. Die Zahl der Arbeitsucher und die
jer Erwerbslosenunterstützungsempfänger ist zurückgegangen.
Die Nachfrage war im allgemeinen befriedigend, in den Sai:onberufen
 stark. Die größte Nachfrage hatte naturgemäß die
Landwirtschaft. Der Bedarf konnte nur teilweise gedeckt
werden. Der Bedarf in der Schwerindustrie hielt sich auf der
Höhe der Vormonate. Ein mittlerer Betrieb entließ in der
letzten Monatshälfte eine größere Anzahl Metallhandwerker,
die zum Teil sofort anderweit untergebracht werden konnten,
Auch im Holzgewerbe machte sich die Besserung, wenn auch
nicht in größerem Ausmaße, bemerkbar. Im Nahrungsmittelzewerbe
 besteht besonders bei älteren Gesellen — sowohl be‘

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