Die neue Merchandise Marks Bill zerfällt in zwei Abschnitte
Abschnitt 1 bestimmt, daß Waren, die ganz oder
zum wesentlichen Teil im Auslande hergestellt sind und den
Namen oder das Warenverzeichnis eines britischen Herstellers
oder Händlers tragen, nur dann verkauft werden dürfen, wenn
sie eine Herkunftsbezeichnung tragen. Da diese Bestimmung
sechs Monate nach dem Erlaß aes neuen Gesetzes in Krafli
tritt, wird sie voraussichtlich am 1. Juli 1977 rechtswirksamr
werden.
Abschnitt 2 gibt der englischen Regierung die Be
fugnis, bei gewissen Einfuhrwaren genereil ein Ursprungs:
zeichen zu verlangen. Der Erlaß derartiger Verordnungen
die Ursprungsangaben für bestimmte Waren einführen, erfolgı
durch königiche Verordnungen, für welche Voraussetzung
ein Antrag der beteiligten englischen Interessenten ist.
(„Westdeutsche Wirtschaiftszeitung‘‘.)
Halien,
Das Goldzoilaufgeld beträgt vom 17. his 23. Januar 1927
316 9a
Rumänien,
Rekiamemöglichkeiten. — Wirtschaftliche Sondzrnummer einer
rumönischen Tageszeitung.
Der „Argus‘‘, Bukarest, eine Tageszeitunz, die zu den
angesehensten und größten wirtschaft'ichen Tageszeitunger.
Rumäniens gehört und eine große Abonnentenzahl besitzt
beabsichtigt im Laufe des Monats Februar eine Sonder
nummer über Deutsch!and herauszugeben. In dieser Sonder
nummer sollen Artikel über einzelne deutsche Industrier
oder auch einzelne deutsche Firmen, die von deutscher Seite
verfaßt werden, Aufnahme finden. Die Artikel können durch
Photographien erläutert und ergänzt werden. Die Aufnahme
der Artikel! erfo'gt an und für sich kostenlos, jedoch in der
Annahme, daß in der gleichen Sondernummer eine Anzeige
im gleichen Umfange wie der Artikel aufgegeben wird. Für
die Anzeigenpreise gilt folgender Tarif:
ganze Seite 3500 Mk,
halbe Seite 2500 Mk.
ı viertel Seite 14100 Mk.
1 Spalte (1 siebtel Seite) 750 Mk,
I Seite des „Argus‘“ umfaßt sieben Spaiten, wobei einer
Spalte drei Schreibmaschinenseiten Aa je 33 Zeilen entsprechen;
mithin umfaßt eine Seite des „Argus“ 21 Schreibmaschinenseiten.
Die Herausgabe der Sondernummer wird von den zZuständigen
Regierungsstellen lebhaft unterstützt. Zudem komm
Jas Heft in einem für die Entwicklung der deutschen Aus-‘uhr
günstigen Augenblick heraus.
Anfragen sind unmittelbar an Herrn C. Poppe, Berlin,
Zentralhotel, zu richten, der Bevollmnächtigter des „Argus‘
st
Ungarn.
Zahlung der Zölle in Pengöwährung.
Seit dem 1. Januar 1927 werden Zölle und Nebengebühren
in Pengöwährung erhoben. Dabei ist 1 Cio’dkrone -— 1.16
Pengö
Lite
1p5,
„Südafrika — die Zukunft‘. Von Dr. Marc R.
Brevne, Morawe & Scheifelt G. m. b.H., Berlin,
Hamburg, Leipzig 1926, 241 Seiten mit 78 Abbildungen,
Kunstdrucktafeln und einer Karte, broschiert
9 RM., Gauzleinen 141 RM.
Da wir in letzter Zeit die Feststellung machen konnten,
daß im Saargebiet Interesse für die Ausfuhr nach Südafrika
besteht, möchten wir die in Frage kommenden Kreise au
das obenstehende Buch aufmerksam machen. Nachdem die
Südafrikanische Union ein vollständig selbständiges Land geworden
ist, hat sie als Faktor ın der internationalen Politik
und Wirtschaft an Bedeutung erheblich zugenommen. Um
die in Südafrika gegebenen Möglichkeiten voll ausnützen zu
können, ist es notwendig, daß man über seine Wirtschaft
orientiert ist. Leider war di? bisherige deutsche Literatur
über Südafrika nur lückenhaft, und das Erschemen des obigen
Buches ist daher sehr zu begrüßen. da cs von dem mit
den südafrikanischen Verhältnissen vertrauten Dozenten am
orientalischen Seminar der Berliner Universität verfaßt ist
Dr. R. Marc Breyne hat das ganze Land im Jahre 192%
bereist und ist dadurch wohl in der Lage, die politischen
wirtschaftlichen und kulturellen Verhältnisse erschöpfend dar
zustellen
„Die öffentliche Hand in der privaten Wirtschaft‘
Bericht über die Versammiung der wirtschaftlichen
Spitzenverbände in der Singakademie zu
Berlin am 10. November 1926.
Im Auftrage des Deutschen Industrie- und Handelstages,
ler Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels, des
zeichsausschusses der Deutschen Landwirtschaft, des Reichs-‚erhandes
der Deutschen Industrie, des Reichsverhandes der
Privatversicherung, des Reichsverbandes des Deutschen Handverks,
des Zentralverhandes des Deutschen Bank- und
Bankiergewerbes und des Zentralverbandes des Deutschen
jroßhande's hat der Verlag Reimar Habbing, Berlin SW 61
len Vertrieb der oben bezeichneten Schrift übernommen
Die Kundgebung der vereinigten Spitzenverbände hat beviesen,
weiche Bedeutung dem behandelten Thema zukommt.
Dem Versammlungsbericht ist ein Ueberblick über die bis-1erige
privatwirtschaftliche Betätigung von Reich, Staat und
Kommunen beigefügt. Bestellungen auf das 1,50 RM. kostende
Adeft werden von der Bücherei der Handelskammer ent:
rJegengenOM MEN
„Die deutsch - russischen Wirtschaftsbeziehungzn
unter besondere Berücksichtigung der württembergischen
Exportinteressen‘. Von J. A. Pieper
Berlin. Druck von Eugen Hutzler, Reutlingen
1926.
Der Cienera!sekretär der russischen Handelsvertretung in
eutschland, J. A. Pieper, hat vor der Handelskammer
Reutlingen am 14. Oktober 1926 einen interessanten Vortrag
iber die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Rußland und
Württemberg gehalten. Die nicht nur für Württemberg, sonlern
das ganze deutsche Wirtschaftsgebiet ge!tenden Aus-‘ührungen
fanden solchen Anklang, daß sie in Heftitfornm
much weiteren Kreisen zugänglich gemacht werden sollten
Wer sich für Rußland und seinen handelspolitischen Aufbau.
nsbesondere die staatliche Außenhandelsorganisation und ihre
Arbeit, interessiert, wird in dem kleinen, 15 Seiten wumassenden
Heftchen viel Lesenswertes und Aufklärendes finlen.
Der Redner geht davon aus, wie sehr Deutschland
ınd Rußland infolge ihrer wirtschaftlichen Struktur auf->Mnander
angewiesen sind. Er kennzeichnet weiter die vernittelnde
Tätigkeit der Handelsvertretung in Deutschland und
ritt dann immer wieder auftauchenden Gerüchten entgegen,
lie von der Geschäftsunsicherheit in Rußland sprechen. Der
‚300-Millionen-Kredit“ und seine Wirkungen werden einzehend
behandelt. Auch manche Warnung befindet sich
darin, wie man Geschäfte mit Ruß'and nicht abschließen soll
Das Heft kann aus der Bücherei der Handelskammer ent
i;ehen werden.
Güter-Kursbuch (Gkb.) der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft,
Auswahl schnel'ster Güterzugverbindungen
für den Wagen!adungs-Fernverkehr. Ausgabe
vom 3. Oktoher 1926. Ber!in 1926. Verlag
der Verkehrswissenschaftlichen Lehrmittelgesellschaft
m. b. H. hei der Deutschen Reichsbahn
Berlin W 8. Format DIN A+4 (21 x 29,7 cm)
692 Seiten und eine UVebersichtskarte. Auch zıl
beziehen durch alle Güterabfertigungen der
deutschen Reichsbahn. Preis 3 RM.
Das amtliche Güter-Kursbuch enthält eine sorgfältig beareitete
Zusammenstellung der günstigsten Beförderungsgeegenheiten
für Eil- und Frachtgut-Wagenladungen im Inind
Auslandsverkehr, aus der die genauen Abgangszeiten
der für Wagenversendungen in Frage kommenden Züge
;owie die Beförderungsdauer zu ersehen ıst. Zur Auffindung
ler gewünschten Eil- und Frachtgutkurse, die getrennt entıalten
sind, dient außer einer beiligenden UVehersichtskarte
>n alphahbetisches Stationsverzerchnis. In der Karte sind die
ürenzstationen für den Auslandsverkehr besonders hervor.
zehoben.
Im Gegensatz zur Sommerausgabe ist das Format der neuen
Ausgabe hei gleichem Umfange verdoppelt und die Ueber:
sicht über günstigste Ahfahrstunden und kürzeste Beförderungsdauer
um eine Anzahl Stationen vermehrt worden. Der
Preis ist aber trotzdem 3 Mark gehlieben.
Einen besonderen Vorteit bitet die vorliegende Winter:
ausgabe dadurch, daß die Hin- und Rückfahrten von gleichen
Strecken im Fahrplanteil neben- bzw. hintereinander angeordnet
sind.