Lothringisei.
Von Dr. W. Cartellieri, Saarbrücken
il. Der Wasseranschluß der lothringischen Kohlengruben. —
Der Kohlenbergbau in Lothringen steht im Die lothringische Kohlenförderung macht bereits
Zeichen gewaltigen Aufschwungs. Die drei Berg- 10 Prozent der gesamtfranzösischen Kohlenprodukwerksgesellschaften
„Saar & Mosel“ in Karlingen, tion aus. Für die Zukunft ist eine weitere sehr
„de Wendel“ in Kleinrosseln und „La Houve‘“ in bedeutende Ausdehnung des lothringischen Berg-Kreuzwald
steigern von Jahr zu Jahr ihre Förde- baues in Richtung Südwesten zu erwarten, wo berung
und vergrößern unablässig die Belegschaft. reits in deutscher Zeit durch erfolgreiche Bohrun-Mit
fast amerikanischer Schnelligkeit ist zwischen gen große Kohlenlager im Umkreis von St. Avold,
Forbach und Kreuzwald ein Industrierevier aus dem Falkenberg usw. nachgewiesen worden sind, deren
Boden gewachsen, wo sich Schacht an Schacht, Erschließung mehr und mehr in greifbare Nähe
Siedelung an Siedelung reiht. Die Förderung ist rückt.
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beinahe auf dem Anderthalbfachen des Vorkriegsstandes
angelangt, wie aus nachstehenden Ziffern
hervorgeht (in Tonnen):
1913 3796000 21921 3611000 1924 5268000
1919 2511000 1922 4232000 1925 57279000
1920 3168000 1923 4162000 1926 5324000
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DR.C. 1728
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Hand in Hand mit dieser Entwicklung reifen
Pläne heran, die den Wasseranschluß der lothringischen
Kohlengruben an das Kanalnetz bezwecken.
Die lothringischen Gruben fühlen sich im Vergleich
zu den nordfranzösischen Zechen frachtlich
benachteiligt und verweisen darauf, daß jene über
ein weitverzweigtes Netz von Wasserstraßen ver-