Full text : 32.1927 (0032)

die Folgen des Wegfalls des linksrheinischen Absatzes für
das mittelbadische Wirtschaftsgebiet, und zwar auf Erzeugung
und Vertrieb von Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Tabakerzeugnissen,
 auf Holzhandel und Holzverarbeitung, Fabrikation
 und Vertrieb von Leder, Papierherstellung und -verarbeitung,
 Webstoffherstellung und Vertrieb, auf die Industrie
der Steine und Erden, Metallverarbeitung und sonstige
Handels- und Gewerbezweige.,

„Die Industrie in Oberbaden‘“, Sonderheft der „Freiburger
 Zeitung“, Verlag von Poppen & Ortmann.
Freiburg i Br. 1927. Preis 1 RM.
Die Sonderhefte der „Freiburger Zeitung“ verfolgen der
Zweck, wertvolle, im ihrer Bedeutung über den Tag hinaus
reichende Artikel, die zumeist im Handelsteil dieses Blattes
erschienen sind, schnellem Vergessen «durch Einordnen in
Buchform zu entreißen. Das vorliegende zweite Heft enthäli
wu. a, interessante Artikel über die Wandlungen der Absatz:
struktur in den oberbadischen Industriezweigen, die in deı
Abtrennung des Elsaß, der Aenderung des Verhältnisses au}
dem schweizerischen Absatzmarkt und der Verflechtung deı
Industrie von Baden und Württemberg zu suchen sind; Frneı
haben die Industriestädte Singen und Lörrach sowie die
Rationalisierung in der Schwarzwälder Uhrenindustrie ‚eine
eingehende Behandlung erfahren.

ler nUterzeichnung und des Inkrafttretens, kurze Inhalts.
angabe und Geltungsdauer eines jeden Vertrages zu finden,
wobei die Angabe der für den Benutzer der Zusammenstelung
 am leichtesten erreichbaren Quelle die Arbeit vervoll-;tändigt.
 Gerade im gegenwärtigen Augenblicke, im dem die
Erörterung der interantionalen 'handelspolitischen Probleme im
Vordergrund des Interesses steht, dürfte die Schrift von besonierem
 Werte sein und eine oft empfundene Lücke ausfüllen.
Die Zusammenstellung wird durch Nachträge stets auf dem
laufenden erhalten.

„Bayernbuch für Handel, Industrie und Gewerbe‘,
erschienen im Adreßbuchverlag der Industrie- und
Handelskammer München, Mat 1927.
Wie alljährlich, so hat auch dieses Jahr der Adreßbucherlag
 der Industrie- und Handelskammer München eine
Veuausgabe des obigen Werkes erscheinen lassen. Es hat
Jurch die Aufnahme aller Gewerbetreibenden einschließlich
les Handwerks eine Erweiterung um etwa 200000 Adressen
ırfahren, so daß das Buch munmehr wohl das vollendetste
NVerk auf diesem Gebiete darstellt. Interessenten steht das
Adreßbuch in der Bücherei der Handelskammer zur Ver-Hügung.


„Das Deutsche Eisenbahn-Adreßbuch‘‘. 650 Seiten
stark. Bearbeitet vom Verband der Ingemieure der
Reichsbahn E.V. Preis 15 RM. Verlag H. Apitz.
Berlin SW 61.
Das nunmehr im 13. Jahrgange erscheinende Adreßbuch
:nthält ‚eine Uebersicht der Verwaltungsbehörden und Werktätten
 der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft und ihrer Geschäftsbezirke,

Ferner enthält es die Privateisenbahnen, Nebenbahnen,
<leinbahnen, Zechenbahnen, Straßenbahnen, Kraftverkehre,
lie mitteleuropäischen Bahnen und die Verwaltungsbehörden
ler österreichischen Bundesbahnen, Es unterrichtet über die
Verteilung der Referate und Dezernate, den Aufgabenkreis
ierselben, die Personalien der Aemter, Werkstätten, Neubauabteilungen,
 Bahnmeistereien usw.
Das Adreßbuch soll dazu dienen, der Geschäftswelt den
Verkehr mit den Eisenbahnen zu erleichtern, sei es beim
Schriftwechsel aus Beförderungsverträgen oder bei Ueber:
nahme von Lieferungen und Leistungen.

*
„Die Handelsverträge des Erdballs‘, herausgegeber.
vom der Verkehrsabteilung der Industrie- und Han:
delskammer Berlin, Berlin C 2, Klosterstraße 4
Juni 1927, Preis 5 RM.
Den Zeitpunkt des Abschlusses der Cienfer Beratungen, in
deren Vordergrund „Zollabbau und Handelsverträge‘“ gestanden
 ‘haben, der Beendigung der Weltwirtschaftskon:
ferenz,. die in ihren Resolutionen den Abschluß lang:
fristiger Handelsverträge vorgeschlagen hat, hat die Verkehrsabteilung
 der Industrie- und Handelskammer zu Berlin
benutzt, um unter obigem Titel eine Zusammenstellung sämtlicher
 gegenwärtig geltenden Handelsverträge zu veröffentlichen.
 Die übersichtliche tabellarische Anordnung des Stoffes
ermöglicht es, sich schnell über die handelspolitischen Beziehungen
 der einzelnen Staaten zu unterrichten und einen
UVeberblick über die geltenden Verträge aller Staaten und
über Zoll- und Handelsvorschriften zu gewinnen. Neben der
Benennung der vertragschließenden Staaten sind Titel, Datum

:

4

Reichskommissarlat
für Ausstellungs- und Messewesen,
Um eine größere Sicherheit in der Wahrnehmung der von
den verschiedenen großen Gruppen der deutschen Wirtschaft
vertretenen Interessen an den zu veranstaltenden Messen und
Ausstellungen zu erreichen, ist kürzlich von den Spitzenverbänden
 der deutschen Industrie, des Handels, des Handwerks
und der Landwirtschaft das „Deutsche Ausstellungs- und
Messeamt“ gegründet worden. Im Hinblick auf die übergroße
Ausdehnung, die das deutsche Messewesen nach dem Kriege
vorzugsweise in den Inflationsjahren, erfahren hat, und au
die Kritiken und Erörterungen, die sich in der Oeffentlichkei‘
hieran anschlossen, hat es die Reichsregierung für notwendig
gehalten, aus volkswirtschaftlichen, ideellen, kulturellen unc
auch politischen Erwägungen zu einer Vereinfachung unc
Planmäßigkeit dieser Veranstaltungen beizutragen. Durch
Verordnung vom 13. Juni 1927 ist daher ein Reichskommissariaı
für das Ausstellungs- und Messewesen in Berlin W 10
Viktoriastraße 34 (Reichswirtschaftsministerium), errichtet wor
den, das unter der Leitung des Geheimen Regierungsrates
Dr. Mathies steht. Das Reichskommissariat wird die frag
lichen Angelegenheiten mit dem Deutschen Ausstellungs- unc
Messeamt zusammen bearbeiten. Besondere Kosten sind fü!
die Errichtung der neuen Stelle nicht entstanden. Die Be:
deutung von Messen und Ausstellungen für den inländischer.
Wettbewerb und die Möglichkeit einer Förderung des Ex
portes soll vollständig anerkannt werden. Aber es soll ver
mieden werden, daß Veranstaltungen stattfinden, die sich
gegenseitig Konkurrenz machen und deren Beschickung der
deutschen Volkswirtschaft dadurch große Lasten auferlegt,
daß durch das gleiche Programm innerhalb kurzer Zeiträume
verschiedene Messen mit den gleichen Waren versehen wer:
dem müssen. Um diesen Mißständen abzuhelfen, ist die Aufstellung
 „eines Jahresplanes beabsichtigt, der nach sorgfältigen
Erwägungen und Besprechungen die abzuhaltenden Veranstal:

en,

‚ungen vorsieht. Diejenigen Veranstaltungen, die in dem
Jahresplan keine Aufnahme gefunden haben, sollen dadurch
zekennzeichnet werden, daß an ihnen keine offiziellen Stellen
eilnehmen, die Erteilung von Auszeichnung abgelehnt wird
ısw. Es dürfte zu erwarten sein, daß die Erzielung
»ines Gewinnes für die Veranstalter selbst nicht mehr eine
;olche Rolle spielem wird, wie vielfach bisher. Auch die
Beteiligung Deutschlands am ausländischen Messen fällt in
1as Tätiekeitsgebiet des neuen Reichskommissars

Termin der Frankfurter Herbsimesse 1927.
Der Termin der Frankfurter Herbstmesse ist nunmehr end:
zültig auf den 18. bis 21. September festgelegt worden,
Mit der Messe verbunden ist u. a. eine Ausstellung „Blumen
und Früchte“, die in Gemeinschaft mit den in Frage kom;
menden Verbänden des Gartenbaues, Fruchtgroßhandels und
der Konservenindustrie veranstaltet wird.

Revaler Messe 1927.
Das estnische Konsulat in Köln macht auf die vom 13. bis
22. August 1927 im Reval stattfindende VI. Internationale
Ausstellumgs-Messe, die die einzige Messeveranstaltung in
jen baltischen Staaten sein wird, aufmerksam. Da Deutschand
 als Lieferant und Kunde in Estland an erster Stelle
steht, ist die Messe für die gesamte deutsche Wirtschaft von
Wichtigkeit. Anmeldungen werden der Messe A.-G. „Näitus‘“,
Tallinn (Reval), Estland W. Wirw uul. 12, bis zum 15. Juli
antgegengenommen. Ausländische Messebesucher, die mit
nem Messeausweis versehen sind. erhalten das Paßvisum
            
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