Full text : 32.1927 (0032)

8 3.
Bei der Zählung kommen folgende Drucksachen zur Verwendung:
 ;
Drucksache Nr. |

Haushaltungsliste,
Land- und Forstwirtschaftsbogen,
Gewerbebogen,
Anweisung für die Zähler,
Kontrolliste,
Anweisung für die Bürgermeister,
Bürgermeistereibogen.
S 4.
Die Angaben sind durch Eintragung in die Erhebungspapiere
 zu machen, Die Pflicht der Angabe und der Eintragung
 selbst liegt ob: für die Haushaltungslisten den
Haushaltungsvorständen, für die Land- und Forstwirtschafts:
bogen und die Gewerbebogen den Betriebsinhabern odeı
deren Vertretern, Aushilfsweise können die Eintragungen
auf Grund der gemachten Angaben von den Zähltern vorgenommen
 werden,
Die Zähler haben auch für die zur Zeit der Zählung
vorübergehend abwesenden Haushaltungen Erhebungspapiere
beizubringen. Die Ausfüllung ist in solchen Fällen von den
Hausbesitzern oder deren Vertretern mit möglichster Vollständigkeit
 vorzunehmen.

8 5.
Die Bürgermeister haben:
1 Die Angaben in den Erhebungspapieren eingehend
zu prüfen und die erforderlichen Berichtigungen unc
Ergänzungen vorzunehmen,
Die Nachweisung Nr, Vli sofort nach der Zählung
auszufüllen und dem Statistischen Amt der Regierungs:
kommission. sobald als möglich, spätestens bis zur
1, August 10927, einzureichen.
Das gesamte Zählmaterial bis spätestens zum 15. Augusi
1927 an das Statistische Amt der Regierungskommission
abzuliefern.

8 6.
Weitere, die Zählung betreffende Anordnungen werden
vom Statistischen Amt der Regierungskommission getroffen
dem auch die Veröffentlichung der Ergebnisse allein obliegt
Saarbrücken, den 11. Juni 1927,
Das Mitglied der Regierungskommission
für Wirtschaftliche Angelegenheiten:
gez. J. Morize.

„MeBßhaus- und Branchenführer A.G., Leipzig‘‘.
Das Leipziger Meßamt ist vom verschiedenen Verbänden
und berufsständigen Organisationen um eine Stellungnahme
zu dem Geschäftsgebaren der Firma „Meßhaus- und Branchenführer-Verlags
 A.-G., Leipzig“ ersucht worden, Es weist

‚itteilungen des !

- a

larauf ‘hin, daß über diese Firma zahllose Beschwerden von
Ausstellern der Leipziger Messe vorliegen und daß sowohl
2ine große Anzahl Prozesse seitens der Aussteller als auch
seitens der dem Leipziger Meßamt nahestehenden Verlagsanstalt
 des Leipziger Meßamts G,m.b.H. gegen diese
Firma geführt worden seiem, Die von dieser Firma herausgegebenen
 „Führer“ entbehrten des. wirklichen Wertes, seien
recht unvollständig und stellten im allgemeinen nur eine Be-‘'astung
 der Aussteller dar, Die Firma habe die obenzenannte
 Firmenbezeichnung fallen lassen und verschicke
Rundschreiben unter der Firma „Reichsadreßbuch
ijer deutschen Glas-, Porzellan-, Steingutund
 Keram-Industrie des Groß- und Einzelhandels“


Konkurseröffnungen im Saargebiet,
Firma Phönix Reklame Verlag und Annoncen-Expedition,
G. m. b. H., Saarbrücken 3. Eröffnungstermin: 21
Juni 1927, vormittags 10,50 Uhr. Konkursverwalter
Rechtsanwalt Dr. Jacob, Saarbrücken.
Frau Friedel Kreil, Brebach, Ecke Provinzialstraße und
Mühlenweg. Eröffnungstermin: 21. da 1927, mittags 12
Uhr, Konkursverwalter: Rechtsanwalt Dr. Weiler Il, Saarbrücken.
 ,
Frau Maria Jung, geb. Prediger, Saarbrücken 3, Dudweiker-Straße
 104, Eröffnungstermin: 24. Juni 1927, vormittags
1014 Uhr. Konkursverwalter: Rechtsanwalt Gustav Levy I
Saarbrücken.

Devisennotierungen in Paris und Berlin
. vom 23. bis 30. Juni 1927,
und der Dollar- und Reichsmarkdurchsschnittskurs
für Juni 1927.

— SS —

Berlin
Börse
Frankr, ana London |New-York|
‚00 Fr 4 RM 1Prfa,Stert! 1 Dollar

Pariser Börse

77 zw”

Holland
100 FI.

Schweiz | Bee?
100 Fr | Bela

22
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16,52

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6.04% 1

124.02
124.02

491.25
491.25
124.022 25,53'/a 1022,75 492 -— 355,—
124.02 25.53'/2 1022,50. 491,50 354,75
124.02 ] 25,54'/4  1023.50° 491 25 ' 354.25
124.02 | 2554 | 1023.—!| 49150 | 355 —
für Juni: 1 RM. = 605 Fr., 1 Dollar -

8

6.04'/2
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6.04% 4
„4 605
Durchschnittskurse
25.54 .Fr

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a:

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Die Lage am Saareisenmarkt. ,
Saarbrücken, den 24. Juni 1927.
Saarkohle ist im Ueberfluß vorhanden, die Haldenbestände
werden auf mindestens über 500000 t geschätzt. Die Absatzmöglichkeiten
 nach Frankreich sind zur Zeit stark behindert
durch die vom 10. Juni bis 10. Juli dauernde jährliche
Kanalksrerre, Trotz der schlechten Absatzverhältnisse ist noch
kein nennenswerter Abbau der Kohlenpreise zu verzeichnen,
Die Erzzufuhr ist genügend, Es werden noch immer freie
Menge angeboten, obwohl die Kauflust im Rheinland und
in Westfalen infolge des Ausnahmetarifs 7'h für Eisenerze
aus Lothringen und Luxemburg (4,30 Mk. .pro Tonne von
PerkGrenze und Wasserbillig-Grenze) und der zur Zeit sehr
billigen Rheinfrachten verhältnismäßig groß ist. Kalkige Erze
lothringischer Herkunft kosten 4,75 bis 5 RM. Basis 32 % Fe.,
Brieyerze 5,10 bis 5,30 RM. Basis 35% Fe, kieselige
Erze sind etwas knapper zum Preise von 22 bis. 26 Fr., }e
nach Qualität, Schweiß- und Walzenschlacken werden reichlich
 angeboten bei sonst stillem Geschäft, Infolgedessen sind
auch gewisse Preisrückgänge festzustellen. Kiesabbrände sind
knapper, ;
Das Geschäft in Schrott ist nach vorübergehender stärkerer
Nachfrage aus dem Ausland stiller geworden. Obwohl die

Werke reichlich versehen scheinen, versucht der Handel die
»sherigen Preise zu halten, wenn auch ohne Erfolg. Die
Dreise sind langsam im Weichen begriffen, woran auch die
zeringe Ausfuhrmöglichkeit nach Polen nichts zu ändern
‚ermag. Das Geschäft nach Italien ist infolge Besserung
Jes Lire sehr still geworden. Die Preise frei Werk sind
für schweren Stahlschrott 390 bis 400 Fr., für Kernschroti
315 bis 330, für Späne 275 bis 290 Fr.
Ferromangan mit 1670 Fr. frei Werk verzollt hat seinen
Tiefstand erreicht infolge des Preisdruckes der skandinavischen
 und englischen Erzeuger, Die Mehrzahl der französischen
 Werke ist bei ‚dieser Preissenkung nicht mitgegangen,
 sondern 'hat die Verkäufe gänzlich eingestellt. Roheisen
 uneinheitlich mit Tendenz nach unten. Das Geschäft
im Thomasroheisen ist schwach, Die Preise nach Frankreich
sind dauernd im Weichen, Eine größere Gruppe in Frankreich
will mangels Aufträge stillegen.
Das Geschäft an der Saar ist weiterhin schlecht, vor allem
folge der scharfen lothringischen Konkurrenz. Bei der
setzten Submission der Saarbahnen haben die lothringischen
Werke stark unterboten. Sämtliche Aufträge sind daher
mach Lothringen gegangen, Der deutsche Markt bleibt nach
wie vor unverändert Die FxXxportmöglichkeiten sind sehr
            
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