Full text : 32.1927 (0032)

Unter den Rohstoffen und halbfertigen
Waren sind zu nennen: 1927 1926
Reichsmark
Darme, Magen etc. 62 000 13 000
Bau- und Nutzholz 370.000 803 000
Koks 324000 254 000
Steinkohlenteer, -öle und Derivate 71 000 43 000
Alteisen 903 000 191 000
Zinn, roh, Bruch etc. 201 000 43 000
Zink, roh, Bruch etc. 28 000 8 000
Eisenhalbzeug, Rohluppen 79.000 19 000
Ferner haben folgende Fertigwaren eine Aus
fuhrsteigerung erfahren: 1927 1926
Reichsmark
41 000 16 000
6 000 2 000
39 000 29.000
40 000 16.000
121 000 65 060
188 000 429 000
241.000 16 000
20.000 7000
7153000 390 000
33 000 13.000
558 000 503 000
226 00%) 163 000
50.000 47 000
78 600 43.000
115.000 88 (100
14.000 700

Kunst- und Florettseide
Gewebe aus Seide und Kunstseide
Gewebe aus Wolle etc.
Gewebe aus Baumwolle
Kleidung und Wäsche
Paraffin und Waren aus Fetten etc.
Schuhwerk etc.
Pelze etc.
Möbel und andere Holzwaren
Zelluloid, Galalith etc.
Papier und Papierwaren
Z3ücher und Musiknoten
Farben, Lacke etc.
Ton- und Porzellanwaren (ohne Ziegel)
las und Glaswaren
Edeimetallwaren
Zisenwaren:
Röhren und Walzen
Eisenbahnoberbaumaterial
Waren aus Kupfer
Vergoldete und versilberte Waren
Textilmaschinen
Werkzeugmaschinen
Landwirtschaftliche Maschinen
Sonstige Maschinen, außer elektrischen
Elektrische Maschinen, einschl. Teilc
Musikinstrumente etc.
Instrumente der Feinmechanik, Schreibmaschinen
 etc. 66 000 82 000
Kinderspielzeuge 23 000 7000
Einen fühlbaren Rückgang in der Aus-Fuhr
 nach dem Saargebiet haben nur folgende
 Erzeugnisse zu verzeichnen: 1927 1926
Reichsmark
Weizen 152 000 167 000
Lamm- und Schaffelle — 57.000
Kalbfelle und Rindshäute 10.000 140.000
Felle zu Pelzwerk, roh 418 000
Sonstige Felle und Häute 13 000
Hopfen 147 000
Rohtabak 89 (00
Kleie und Futtermittel 60 000
Steinkohlen 857 000
Dreßkohlen 257 000
Eisenerz 552 000
Dampflokomotiven, Tender 30 000
Vergleicht man die in der Ausfuhr gestiegenen
oder zurückgegangenen Erzeugnisse miteinander, so
sieht man auf den ersten Blick, daß durchweg alle
wichtigen Waren eine Steigerung erfahren haben,
während der Rückgang meist weniger ins Gewicht
fällt. Erfreulicherweise ist die deutsche Ausfuhr nicht
unwesentlich gestiegen, vielfach als Auswirkung
der mit Frankreich getroffenen Vereinbarungen,
 z. B. Holzwaren, Bau- und Nutzholz,
 Farben, Käse, Steine, Obst, Papier, Schuhwerk,
Eisenwaren, Waren aus Edelmetallen, aus Kupfer,
Zink etc., Möbel, Ziegel, Messerschmiedewaren,
Werkzeuge und vor allem Maschinen. Bei elektrotechnischen
 Erzeugnissen ist der Fall eingetreten,
daß die Ausfuhr mengenmäßig zurückgegangen, jedoch
 dem Werte nach gestiegen ist. Dasselbe gilt
für pharmazeutische Artikel. Nicht zuletzt ist selbstverständlich
 auch die Festigung des Franken
ain wesentlicher Grund für die Belebung der deutschen
Ausfuhr nach dem Saargebiet, hatte doch die Inflation
 noch einfuhrerschwerender gewirkt als die
Schutzzallmauer und hatte eie dach die aısläncdische

Konkurrenz nahezu ganz vom französischen Markte
verdrängt.
Ein vergleichender Blick über die Einfuhr saarkändischer
 Erzeugnisse in das Reichszollgebiet
 zeigt, daß sie in sehr vielen Punkten
zurückgegangen ist, daß jedoch die Hauptindustrien
des Saargebietes — Eisen-, Glas- und Keramindustrie
 — sich ihren Absatz erhalten konnten.
Im einzelnen ist folgendes zu sagen: Die im
ersten Vierteljahr 1926 durch besondere Ursachen
künstlich hinaufgetriebene Einfuhr an Schweinen
— 15828 Stück — hat vollständig aufgehört. Die
Insgesamtzahl der Gruppe Lebensmittel und
Getränke ist von 451000 RM. im ersten Vierteljahr
 1926 auf 285000 RM. zurückgegangen. Eine
Erhöhung haben in dieser Gruppe lediglich er:
fahren: Malz 43000 RM. (i. V. 0); Branntwein,
Wein und Bier. Letzteres ist im ersten Vierteljahr
1926 überhaupt nicht ins Reich eingeführt worden,
lieses Jahr für 30000 RM. Unter Rohstoffen
undhalbfertigen Waren sind vor allem Kalbelle
 und Rindshäute 400000 RM. (i. V. 32000),
Felle zu Pelzwerk, sonstige Häute, Federn und
Borsten 33000 RM. (i. V. 8000), Bau- und Nutzholz
5000 RM. (i. V. 60000), Steinkohlen 6788 000
Reichsmark (i. V. 6141000), Steinkohienteer, -öle
ınd Derivate 2817000 RM. (i. V. 814 000), Alt- und
Brucheisen 346 000 RM. (i. V. 274000), Zinnabfälle,
3ruch etc. 165000 RM. (i. V. 72000), Eisenhalb-‚eug,
 Rohluppen 1260000 RM. (i. V. 813000),
Thomasphosphatmeh! 1262000 RM. (i. V. 1152000)
zu nennen. In der Gruppe fertige Waren sind
außer den Erzeugnissen der saarländischen Schlüsjelindustrien,
 die sämtlich bedeutende Steigerungen
arfuhren und wegen deren genauer Feststellung
wir auf die nachstehende Statistik verweisen, noch
“olgende Waren mit beachtlichen Einfuhrsteigerunzen
 anzuführen: Baumwollgarn 442000 RM. (i. V.
310000), Leder 311000 RM. (i. V. 102000), Pelze
etc. 14000 RM. (i. V. 3000), Möbel und. andere
Holzwaren 44000 RM. (i. V. 29000), Papier und
Papierwaren 61000 RM. (i. V. 42 000), sonstige chenische
 und pharmazeutische Erzeugnisse 63 000 RM
fi. V. 35000), sonstige Maschinen, außer elektrischen
 539000 RM. (i. V. 198000), Fahrräder und
Fahrradteile 29000 RM. (i. V. 10000).
Leider vermitteln die statistischen Anschreibungen
iber die Einfuhr aus dem Saargebiet in das Reichs-‚oflgebiet
 insofern. ein nicht ganz zutreffendes Bild
iber den Absatz der Saarindustrie, as diese Anschreiungen
 ja nicht auf „saarländische Erzeugıisse‘“sich
 beschränken, sondern die gesamte Ein-‘uhr
 über die deutsch-saarländische Grenze erassen,
 also auch diejenige französischer Erzeug-1isse.
 In vielen Fällen wird die angeschriebene Ware
1ur im Transit durch das Saargebiet gegangen sein,
Als Beispiel sei aus der nachstehenden Staistik
 nur die Einfuhr von Eisenschrott in das
leutsche Zollgebiet herausgegriffen, die in den
arsten drei Monaten dieses Jahres eine Höhe von
5302,5 t im Werte von 346000 RM. erreicht haben
zoll. Dabei ist dem Saargebiet bekanntlich zur Aus:
uhr nach Deutschland nur ein jährliches Kontinzent
 von 5000 t zugestanden!
Der deutsch-saarländische Warenaustausch von
januar bis März 1927 steht zum ersten Mal unter dem
Zeichen einer langsam anbahnenden Wirtschafts-‚erständigung
 zwischen Deutschland und Frankreich
Im Interesse des Saargebietes ist dringend zu wünschen,
 daß diese Verständigung endlich durch einen
Handelsvertrag auf dauerhafte Grundlage gestelli
anırdc
            
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