Devisennotierungen in Berlin und Paris
vom 19. bis 25. Mai 1927.
3Zerlin,
Börse
Frankr,
100 Fr.
Ss
5
=
3
19. 5. 16,52
20. 5. 16.52
21.5. —
22.5. —
23, 5. 16,52
24. 5. 16.53
25, 5. 116.53
Pariser Börse
CH London [New-York| Holland ! Schweiz [8
1 100 Fr.
R.-M.1Pfa.Sterl.: 1 Dollar! P "| Belga
6.0514)
6.05
124.02
124.02
25,54%4
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1022,50
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491.25 ' 354.50
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6.05’/2| 124,021/2
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1022.00 490.75
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für Möbel-, Bau- und Industriezwecke liefert prompt
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Büro: Schmollerstraße 7, gegenüber der Cecilienschule
Lager: Haupimüterhahnhof, Anschlußaleis 42.
Mitteilungen des \ 'irtschafflichen Vereins,
Einladung zu der am 2. Juni 1927 stattfindenden Vorstandssitzung
Ges Vereins zur Wahrung der gemeinsamen
wirtschaftlichen Interessen im Saargebiet,
Der Vorsitzende des Wirtschaftlichen Vereins,
Herr Dr. Max von Vopelius, Sulzbach-Saar, hat
auf
Donnerstag, den 2. Juni 1927, vormittags
10% Uhr,
aine im Sitzungssaale des Hauses Saarindustrie, Köaigin-Luisenstraße
stattfindende Vorstandssitzung
anberaumt.
Wegen der vorgesehenen Tagesordnung erfolgt
weitere besondere Mitteilung.
Verein zur Wahrung der gemeinsamen
wirtschaftlichen Interessen im Saargebiet.
Der Generalsekretär.
Lütke.
Bericht der Pfälzischen Wirfschaftsbank, Ludwigshafen,
über das Geschäftsjahr 1926.
Nachstehend veröffentlichen wir den Wirtschaftsbericht der
Pfälzischen Wirtschaftsbank über das erste Geschäftsjahr,
Jder für das Saargebiet von besonderem Interesse ist, weil
die Pfälzische Wirtschaftsbank auch an die Saarpfalz Kredite
gegeben hat. Ein größeres Interesse ist auch dadurch
gegeben, daß für das ganze Saargebiet eine Aktion zur Beschaffung
von Kredit für die mittleren und kleineren In-Justrien
im Gange ist, bei der das Vorbild der Pfälzischen
Wirtschaftsbank eine Rolle spielen wird. Besonders interessant
ist die von der Pfälzischen Wirtschaftsbank gegebene
Lösung der Frage einer Gesamthaftung sämtlicher Kreditaehmer,
die durch die Verpflichtung zur Uebernahme von
Aktienkapital in Höhe von 70a des gewährten Darlehens
srreicht wird,
Die schwere wirtschaftliche Krise, unter der im Laufe des
jahres 1923 ganz Deutschland litt, hatte gedroht, in der
Pfalz zur wirtschaftlichen Katastrophe zu werden. Die Abtrenn
ung wertvoller Bezugs- und Absatzgebiete im Westen
und Süden des Regierungsbezirks, die Blockade von 1919,
Jie Abschnürungen vom rechtsrheinischen Deutschland in
len Jahren 1921 und 1923, die Auswirkungen des Ruhrkampies,
die Separatistenherrschaft u. a. hatten zahlreiche
irüher blühende Unternehmungen der Pfalz aufs schwerste
n ihrem Bestande gefährdet. Die Erwerbslosenziffern, die
die Durchschnittssätze in Bayern und im Reich erheblich
überstiegen, hatten eine beängstigende Höhe erreicht. Der
Wiedereingang von Aufträgen bedeutete für die Unternehmunzen
insolange keine Besserung, als es ihnen unmöglich war,
die erforderlichen Betriebsmittel überhaupt oder zu angemessenen
Bedingungen oder in angemessener Form zu erhalten.
Betriebseinschränkungen, Stillegungen, Zahlungseinstellungen
usw. oriffen in ihren Auswirkungen über die
Privatwirtschaft hinaus in die Öffentlichen Haushalte über
So waren die Verhältnisse gelagert, unter denen im Oktober
1925 Wirtschaftspolitiker und -Praktiker und Vertreter de:
öffentlichen Hand den Plan zur Errichtung eines Kredit
nstituts faßten, das sich der Aufnahme von langfristigen Dariehen
und deren Weitergabe an die Industrie und das
Gewerbe der Pfalz zu angemessenen Bedingungen im Wege
les Realkredits widmen Sollte. Beschäftigung fremder Ar->eitskräfte
in einer der Kredithöhe angemessenen Zahl und
‚ebensfähigkeit des Unternehmens sollte die Voraussetzung billen.
Betriebe, die für den Absatz im Auslande arbeiten ode:
infuhrersparend wirken, sollten bevorzugt werden,
Ueber mehrere Monate sich erstreckende Vorbesprechungen
ınter den beteiligten Kreisen und Verhandlungen mit den
uständigen Landes- und Reichsbehörden führten am 17, März
1926 zur Gründung der Bank, die unter Mitwirkung der
<reisgemeinde, der kreisunmittelbaren Städte, einer Anzahl
'on Kreditbanken, die am Wirtschaftsleben der Pfalz Anteil
ıaben, der Bayerischen Staatsbank und des Verbandes Pfälscher
Industrieller, dieser beiden als Treuhänder der künftigen
Kreditnehmer, mit einem Kapital von 2000000 RM.
ınd zwar im Hinblick auf den besonderen Zweck als geneinnützige
Aktiengesellschaft errichtet worden ist. Der Einl1uß
der öffentlichen Hand auf die Geschäftsführung ist dalurch
gesichert, daß die ihr zustehenden zwei Fünftel des
Aktienkapitals 11%faches Stimmrecht haben. Die Bank untertellte
sich der Staatsaufsicht zur Wahrung der Gläubiger-"echte
und der Wirtschaftsbelange der Pfalz. Die Aufsicht
vird durch einen von der Staatsregierung hestellten. Staats:
<ommissar ausgeübt. ;
Zu der Frage, ob die Form von berufsständischen Or:
ranisationen, die in Norddeutschland sich für den landwirt
;chaftlichen Realkredit weit über ein Jahrhundert hinaus be:
vährt haben und die dortselbst neuerdings auch zur Pflege
les städtischen Realkredits errichtet worden sind, sich ohne
veiteres auf den industriellen Realkredit übertragen läßt
Industrieschaften), will die für die Pfälzische Wirtschaftsbank
rzewählte Organisationsform keine Stellung nehmen. Sie ist
ıus den Sonderverhältnissen unseres heimatlichen Regierungs:
»ezirks geboren und aus schwerster wirtschaftlicher und
‚ozialer Not durch Zusammenwirken aller beteiligten Kreise
;ntstanden, Schon diese Gründe stehen einer schematischer
Zinordnung der Bank in den Kreditorganismus im Wege
Es war zunächst daran gedacht, die zur Ausreichung er
orderlichen Mittel durch Aufnahme einer langrfristigen Aus:
andsanleihe zu beschaffen. Die Bedingungen, unter dener
jies möglich gewesen wäre, erschienen aber angesichts deı
zeschilderten Lage von Industrie und Gewerbe als nicht trag:
ar. Dankbar wurde deshalb vom der Möglichkeit Gebrauch
zemacht, vom Reich Zwischenkredite in Höhe von insresamt
15000000 RM. zu erlangen, die dem Lande Bayern
'ur Weitergabe an die Bank zur Verfügung gestellt worden
ind. Im Zusammenhange hiermit bestellte der Staat einen
/ertreter seiner finanziellen Belange. Der Betrag von
53000 000 RM. war im Verhältnis zu der bestehenden Kreditıot
niedrig bemessen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, daß
°;r verhältnismäßig rasch untergebracht werden konnte.
Der Zinssatz für die Kredite beitrug zunächst 714%. Hierzu
ıaben die Darlehnsnehmer einen laufenden Gefahrenzuschlapg
‚on 14%, der in der Bilanz zurückzustellen ist, und einen
aufenden Verwaltungskostenbeitrag von 34% zu leisten, auf
iem die Ilnkosten zu bestreiten sind Aus den Eruübrigunger