Full text : 32.1927 (0032)

zestürzt worden. Die Ende 1926 auf 65405 t zusammenzeschrumpften
 Haldenbestände sind sprunghaft wieder anzewachsen
 und haben Ende März 1927 mit 331580 t eine
Aöhe erreicht, wie sie seit 1922 nicht mehr zu verzeichnen
zewesen ist, Die erste Feierschicht wurde am 28. März eingelegt;
 weitere sind im April und Mai gefolgt. Die Förde:
rung ergibt folgendes Bild:
Staatliche Verpachtete
Greb- Gruben
1 AG

ach Italien, wobei freilich tür 1926 der Ausfall der eng;
schen Kohle und die dadurch bedingte erhöhte Nachfrage
mu berücksichtigen ist. CC

Arbeits-  Durchschinttl,
tage Tagesförderung
24,27 49116
2391 50595
25,85 49856

Uebersicht über die Tätigkeit des Arbeitsnachweises
der Stadt Saarbrücken im Monat April 1927.

Januar
Zebruar
März ;
l. Viertelj.
1927 3593476 298802 23692278 74,06
l. Viertelj.
1926 3382173 99434 3481 607 75,25
Gegenüber dem entsprechenden Zeitraum von 1926 weist das
erste Vierteljahr 1927 demmnach ‚eine Förderzunahme um
"und 200000 it auf, Das im März erreichte Förderergebmnis
von 1288813 t ist das höchste bis jetzt erzielte Monatsargebnis,
 ebenso ist im Februar erstmalig eine durchschnittliche
 Tagesförderung von über 50000 t erreicht worden,
Von ‚der obigen Förderung gelangten zum Verkauf und
versand im Januar 1043670 t, im Februar 1017648 t und
im März 947141 t. Die Haldenbestände vermehrten sich im
Janızar um 7271 t, im Februar um 58028 t und im März um
00137 t Kohle. Die Haldenbestände an Koks sind geringügiger
 als 1926, Ende März waren es 1401 t. Die Koksarzeugung
 weist keine nennenswerte Veränderung auf, es
murden dm ersten Vierteljahr 62515 t, im Monatsdurchschnitt
also rund 20000 t erzeugt. Die Briketterzeugung bleibt unregelmäßig
 und ‘hält sich im engstem Rahmen, lediglich im
Februar ist eine Erzeugung von 285 t ausgewiesen.
Bei der Belegschaft ist eine Verminderung der Arbeiterschaft
 unter Tage festzustellen. Ihre Zahl ist von 56011
Köpfen im Januar auf 55692 im März gesunken. Die übrigen
Klassen sind unverändert. Die Gesamtbelegschaft einschließich
 Beamten und Angestellten zählte Ende März 77357 Köpfe.
Sehr bemerkenswert ist die Zunahme der Leistung. Die
Jurchschnittliche Tagesleistung des Arbeiters unter und über
Tage, die im Gesamtdurchschnitt 1926 692 kg erreichte,
steigerte sich im Januar auf 724 «kg und 732 kg im März,
im Februar wurde mit 741 kg ein Rekordergebnis erzielt.
Das bedeutet einen beträchtlichen Schritt auf das Friedensergebnis
 vom 803 kg zu. Nach Zeitungsmeldungen beabsichtigt
 ‚die französische Grubenverwaltung eine Forcierung
der Ausbeute auf den ergiebigsten Gruben in Verbindung
mit Betriebseinschränkungen bzw. Stillegungen auf den un:
rentablen Gruben. C

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Rest des
Vormonats

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März
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Die Besserung des Arbeitsmarktes ‘hielt auch im Berichts:
nonat an, wenn auch nicht in dem Ausmaße, daß von
mer allgemeinen Entspannung des Arbeitsmarktes ge:
‚prochen werden kann. Die Zahl der Erwerbslosen-Unter-;tützungsempfänger
 ist weiter zurückgegangen und beträgi
„ur Zeit 433. Der Rückgang der Unterstützungsempfänget
st darauf zurückzuführen, daß ein Teil der Unterstützungs:
\mpfänger ausgesteuert wurde, aber auch darauf, daß die
Zegierungskommission durch Verfügung vom 11. April eine
;chärfere Prüfung der Bedürftigkeit angeordnet hat.
Der Bedarf der Landwirtschaft konnte nicht ganz gedeck{
verden. Die Nachfrage im der Schwerindustrie sowie im
Metallgewerbe hielt sich auf der Höhe des Vormonats,
m Holzgewerbe war die Lage etwas besser als im Vormonat,
Die Zahl der stellenlosen Schreiner ist etwas zurückgegangen.
Zefriedigend war die Nachfrage im Nahrungsmittel- und
m Bekleidungsgewerbe. Weiter gut war die Lage für Bauıandwerker,
 obwohl gegen Monatsschluß wieder ein geinges
 Angebot zu verzeichnen war. Auf dem kautmännischer
;tellenmarkt steigt das Angebot ständig weiter.
Bei den Ungelernten und Hilfsarbeitern ist ebenfalls eine
veitere Besserung eingetreten.
Weibliche Abteilung: Die Nachfrage nach Hausdiensttellem
 ist etwas zurückgegangen, was wohl darauf zurück:
uführen ist, daß viele Arbeitsucher in die Landwirtschafi
urückgekehrt sind.
Im kaufmännischen Gewerbe war das Angebot etwas besse:
ıls im Vormonat,
Berufsamt. Freie Lehrstellen sind noch in folgenden
Berufen: Kaufleute, Former, Kernmacher, Schlosser und
Bäcker. Festgestellt muß in diesem Jahre werden, daß ce
ungünstige Lage des Kaufmannsberufes sich dahin auszewirkt‘
 'hat, daß der Drang nach kaufmännischen Lehrstellen
 erheblich nachgelassen hat.
Die Lehrstellen im Former- und Kernmacherberuf sind
venig begehrt, obwohl gerade diese Berufe hier im Saarzebiet
 gute Verdienstmöglichkeit bieten, Ueber die Ausachten
 in diesen Berufen gibt das Berufsamt gerne Auskunft,
Das Berufsamt plant für das kommende Geschäftsjahr einen
veiteren Ausbau der Berufsberatung darin, daß weitere Kreise
ler Wirtschaft und der Schulen an der unmittelbaren Arbeit
des Berufsamtes interessiert werden. Die Handhabe hierzu
zibt die von der Regierungskommission beabsichtigte Einührung
 des im Reich bestehenden Arbeitsnachweisgesetzes.
n welchem die Berufsberatung verankert ist. Danach ist die
Aöglichkeit gegeben, Arbeits- und Fachausschüsse auf ge
‚etzlicher Grundlage zu bilden, die dem Berufsamt in der
Durchführung seiner Tätigkeit mit Rat umd Tat helfend zur
ieite stehen sollen.

Der deutsch-saarländische Kohlenaustausch
im März und im ersten Vierteljahr 1927.
Nach den Monatlichen Nachweisen des Statistischen Reichsamtes
 wurden im März 1927 folgende Kohlenmengen von
der Saar nach dem übrigen Deutschland eingeführt bzw.
von dem Saargebiet nach dem Reich ausgeführt:
Zinfuhr aus d. Saargebiet| Ausfuhr nach dem Saargebiet
Steinkohlen ’ Steinkohlen | Koks hr Brik
t t t
März 81 122,5 13452,7 | 6301,1 3010
Februar 110228,5 | 13 762,5 | 5 490,2 3 .030*)
Januar 63 185.1 14 642,2*)/ 5 380.8 5671*)
Ingesamt 254 539,1 | 41 857.4 171721 | 11711
*)} herichtigt.

Die Saarkohlenausfuhr nach Italien 1925 und 1926.
Im Jahre 1925 führte Italien nach Ausweis der amtlichen
talienischen Statistik 364000 t und im Jahre 1926 582000 i
Saarkohle ‚ein. Im Vergleich zu 1913, wo die preußischäjskalischen
 Gruben 183000 t im Italien absetzten, bedeutet
dies eine hemerkenswerte Zunahme der Saarkohlenausfuhr

mn Be m a an EM WR AR
Buch- und Kunsfdrudierei Gebr. Hofer A.-6.,
Saarbrücken - Völklingen
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