Einschränkung der Anwendbareit des Ausfuhrzoll:s
auf Scheitholz, Faschinen und Reisigbündel.
Durch Erlaß des französischen Landwirtschaftsministers vom
290. Dezember 1926 („Journal Officiel‘“ Nr. 3041 vom 31. Dezember
1926) ist bestimmt worden, daß der für Scheitholz,
Faschinen und Reisigbündel geltende Ausfuhrzoll von 25 %
nicht anwendbar ist auf Scheitholz von weniger als 20 cm
Umfang und Faschinen und Reisigbündel, die direkt an
Destillationsfabriken geschickt werden, die weniger als 35 km
‚on der französischen Grenze entfernt liegen.
Handelspolitische Rundschau.
Merkblätter des Deutschen Wirtschaftsdienstes.
Nachstehende Merkblätter des Deutschen Wirtschaftsdienstes,
Berlin W 33, Schöneberger Ufer 21, können von deutsche"
Firmen bei der Handelskammer vertraulich eingesehen oder
unter Zusicherung der vertraulichen Behandlung vom Wirtschaftsdienst
zu den angegebenen Preisen bezogen werden:
Merkb’att für den Handelsverkehr mit Rumänien 050 Mk.
Merkblatt für den Handelsverkehr mit Hongkong 0,75
Merkblatt für den Handelsverkehr mit Japan und
dem Kwantung-Pachtgebiet 0,75
Liste der deutschen Firmen in Tsingtau 2—
Liste der deutschen Firmen in Tsinaniu und Chefco 1.— .,
Italien.
Das italienische Goldzollaufgeld.
Das Go!dzollaufgeld beträgt in der Zeit vom 22. bis
28, 11. 1926 357%; vom 29. 11. bis 5. 12. 1926 362 95;
vom 5. bis 12. 12. 1926 354°; vom 13. bis 19. 12. 1926
3417 °%; vom 20, bis 26. 12. 1926 332 0%; vom 27. 12. 1926
bis 2. 1. 1927 332%; vom 3. bis 9. 1. 1927 329 00; vom
10. bis 16. 1. 1027 331 0.
Spanien.
Der Goldzollzuschlag.
Der Goldzollzuschlag beträgt im Januar 1927 26,34 9%
gegenüber 26,82% im Monat Dezember 1926
*
Größere Bahn-, Brücken-, Hafen- und Hochbauten
des Auslandes.
Litauen.
Die Stadtverwaltung von Kowno will die Dampfkleinbahn,
welche die Vorstädte Panemune und Schanzi mit
dem Zentrum von Kowno verbindet, weiter ausbauen und
später für elektrischen Betrieb einrichten. Um die Konzession
bemüht sich besonders die dänische Firma Hoigaard
R& Schultz, Kopenhagen.
Spanien.
Der spanische Ministerrat genehmigte für 1927 einen Kredit
von 696 Millionen Pesetas für die Eisenbahnen. Davon
werden 490,1 Millionen Pesetas für Erneuerun g des
bestehenden Eisenbahnnetzes, Abschreibungen
des Wagenparks usw. und weitere 148 Mill. Pesetas für
Neuanlagen projektierter Eisenbahnverbindungen bereitgestellt.
Zu diesen Mitteln treten noch weitere 200 Mill.
Pesetas, die aus noch verkäuflichen Schuldverschreibungen
der 500-Millionen-Emission des Jahres 1925 stammen
Türkei.
Zwischen dem. europäischen Bahnhof Sirkedschi in Stambu:
und dem asiatischen Bahnhof Haidar Paxla soll im Laufe
des Jahres 1927 entweder durch eine Hängebrücke odeı
durch ein Fährschiff eine direkte Verbindung hergestellt
werden, so daß die Wagen des Simplon-Expreß direk!
nach Angora sowie nach Adana, Aleppo, Jerusalem und
Kairo weitergeführt werden können. — Das türkische Innenministerium
plant die Reparatur und den weiteren Ausbau
des anatolischen Landstraßennetzes. Eine mit
den Vorarbeiten betraute Kommission ist eingesetzt worden
Südwestafrika.
Zur Entwicklung des ehemaligen Deutsch-Südwestafriku
ist der Bahnbau Swakopmund (Walvisbav) ansch'ießend
an die bereits bestehende Bahnlinie über Windhuk
nach den Victoriafällen unbedingt notwendig. Der
Bauplan kommt in der nächsten Session des südafrikanischen
Pariamentes zur Besprechung. Es ist kaum anzunehmen,
jaß dieser Antrag nicht angenommen wird; die Baukosten
sollen auf dem Anleiheweg aufgebracht werden. Bei etwaigen
Ausschreibungen werden deutsche Offerten als gleichberechäügt
angesehen werden. Ein Teil der Strecke soll von vornaerein
für den elekfrischen Verkehr (Victoriafälle)
Mngerichtet werden
Bolivien.
Die Regierung läßt durch den Ingenieur Mariaca Pando in
La Paz Pläne für den Bau der Bahn La Paz —
Juliaca ausarbeiten, wodurch Bolivien direkten Anschluß
nit dem Eisenbahnnetz von Per bis Mollendo erhalten
würde, Die Linie läuft am Ost- und Nordufer des Titicaca-Sees
‚entlang, so daß Umladungen von Waren am See
vermieden werden.
Be!gien.
Der belgischen Kammer ist ein Gesetzentwurf über die
Schaffung eines Außenhafens im Norden von
3Zrüssel vorgelegt worden. Man will Brüssel nach Norden
über die Nethe mit Antwerpen und nach Süden mit Charleroi,
d. h. der Sambre und der Maas, ın Verbindung setzen.
‚ie Kosten, die vor dem Kriege auf 15 Millionen Franken
berechnet worden waren, werden sich jetzt auf mindestens
75 Millionen Franken belaufen. Zunächst sol: ein Kai von
500 m für 10 Millionen Franken geschaffen werden, die
ınderen Arbeiten wird man im Laufe der nächsten
Jahre etappenweise nach Maßgabe der vorhandenen Mittel
ausführen.
Argentinien.
in der Stadt Rosario wird von der Compania General
le Ferrocarriles ein neuer Personenbahnhof gebaut
verden, der einschließlich Nebengebäuden und CGileisen 1,1
Million Dollar kosten wird,
Das Ministerium der öffentlichen Arbeiten in Buenos Aires
benötigt für die Ausrüstung der Hafendocks der
Hauptstadt Nr. 1, 2 und 3 eine Anzahl elektrischer
Kräne, wofür 1,1 Mill. Pesos angesetzt sind. Die bis
etzt gebrauchten hydrau'iscnen Kräne sollen abgeschafft
verden. — Für den Bau des Mitre-Kanals hat der
Kongreß im Etat 1927 5 Mill. Doilar Gold und im Etat
928 einen ‚gleichen Betrag ausgeworfen. — Die Hafenverwaltung
von Puerto Descado plant Erweiterunzen,
die 861000 Dollar kosten werden. Von dem Schiff-Tahrts-
und Hafenamt sind bis ietzt 700000 Dallar ge-1ehmigt
worden.
Bulgarien.
Kürzlich wurde ein Gesetz verabschiedet, wonach dem
Ministerium für Verkehrswesen und öffent'iche Bauten aufgeragen
wird, durch eine oder mehrere Ausschreibungen
Wasserleitungsröhren für den Bedarf mehrerer Geneinden
im Gesamtwerte von 300 Mll. Lewa zu beschaffen.
Die Bezahlung soll ratenweise erfolgen, und zwar bei Teiljeferungen
innerhalb 3 Jahren, hei evtl. Gesamtlieferung
nnerhalb 6 Jahren. In beiden Fällen werden Anzahlungen
‚on 20 Prozent nach der Unterzeichnung des Liefervertrages
geleistet. Nähere Auskunft hierüber erteilt die Deutsch-Bulgarische
Handelskammer, Berlin NW 7.
Dorntheenstr 31
Italien.
In der Ebene zwischen Neane! und Bagnoli wird eine neue
Vohnstadt mit 12000 bewohnbaren Räumen errichtet
werden, wozu zahlreiche Straßen und auch Parks gehören.
Straßenhahnverbindung mit Neapet: ist bereits vorhanden.
Die Häuser werden mit modernen sanitären Einrichtungen
versehen werden.
"r—_ibungen
Deutschland.
25. Januar (10 Uhr): Staatl Kanalbauamt Falersieben:
Herstellung der Kanalstrecke Los F1 des
Mitteillandkanals von km 541979 bis km 60000. Es sind
im wesentlichen rund 4,6 Mil. cbm Boden innerhalb fünf
Jahren zu lösen und rund 2 km weit zu fördern, rund 5300 m
Transportgleis zu verlegen und vorzuhalten, rund 356 000 am
Böschungen und rund 22000 cbm Uferbefestigung herzustellen.
Verdingungsunterlagen gegen 10 RM. vom Kanalbauamt;
Einsicht dort. Angebote versch'ossen mit Aufschrift:
„Angebot auf Herstellung der Kanalstrecke Los F1“ an
das Kanalbauamt. Zuschlagsfrist vier Wochen.