Full text : 32.1927 (0032)

:) der Verfrachter sich verpflichtet, der Eisenbahn jährlich
eine in jedem Falle zu vereinbarende Mindestgütermenge
zur Beförderung zu übergeben; -
d) der Verfrachter ganz oder in einem mit der Eisenbahn
zu vereinbarenden Umfang auf die Beförderung mit Kraftwagen
 verzichtet. ;
Die nach Ziffer 1 sich ergebenden Frachtsätze können
unmittelbar oder auf dem Rückvergütungswege eingehalten
werden,
Die Verhandlungen mit den Verfrachtern über die Erfüllung

jer in Ziffer 1 genannten Bedingungen und die zu gewährenden
 Frachtsätze werden, sofern es sich um den in:
ernen Verkehr der S.B.B. und den direkten Verkehr de:
beteiligten Verwaltungen unter sich handelt, der ‚„Sesa“
Schweizerische Expreß A.-G. in Zürich, übertragen, an die
sich die Verfrachter zu wenden haben. Für den internen
Verkehr der privaten Transportanstalten werden die Ver:
handlungen mit den Verfrachtern bis auf weiteres von de:
betreffenden Transportanstalt selbst geführt.

Wirtschaft, Zoll, Aufenhandel und Exporfförderung.

Frankreich,
Aufhebung des Ausfuhrzolles für Blumenkohl.
im „Journal Officiel“ Nr. 77 vom 1. April 1927 ist ein
Dekret veröffentlicht, wonach‘ der Ausfuhrzoll für Blumenkohl
 vom 1. bis 14. April 1927 aufgehoben ist.

Handelspolitische Rundschau,

Griechenland.
Anknüpfung von Geschäftsverbindungen.
Die griechische Handelskammer in Deutschland empfiehlt
die Anknüpfung von Geschäftsverbindungen in Griechenland
nur mit solchen Firmen, die bei den griechischen Handelskammern
 eingetragen sind. Die Einholung von Auskünfter
sei in jedem Falle ratsam.

Italien.
Zollerhöhungen.
Am 20. Februar 1927 sind auf Grund einer ministeriellen
Verfügung vom 12. Februar 1927 für nachstehende Waren
Zollerhöhungen des italienischen Generaltarifs in Kraft getreten:
 Filze; Roßhaargewebe; Kugel- oder Walzen- und
Achsenlager; Kugeln für Kugellager; Gewehrteile; Glasplatten
für photographische Zwecke; Borsäure; chromsaures und
doppelchromsaures Kalium, Natrium und Ammonium; Chromalaun;
 nicht besonders genannte Hydrosulfate und ihre
Derivate; Borax oder borsaures Natrium; Chromsulfat; Gerbsalze
 auf Chrombasis; chemische Platten, die als Schmelzmaterial
 für das Schweißen von Metallen dienen; Ultramarin;‘
 Metallfarben; Schwarzfarben; Zickel-, Hammel- und
Lammhäute, ohne Haare, gefärbt, fertig oder unfertig, ausgenommen
 pergamentartige; zugeschnittene Häute; Pneumatiks
 und Luftschläuche für Räder von Fahrzeugen, auch in
Verbindung mit Geweben; kautschukierte Gewebe im Stück;
plastische Posamenten; Bänder; Borten; Schnüre; Wirkwaren
und Gewebe; Edelsteine; Hosenträger und Strumnpfhänder:
Einzelteile von Füllfederhaltern.
Das italienische Goldzollaufgeld.
Das Goldzollaufgeld beträgt in der Zeit vom 21. bis
27. März 329%, vom 28. März bis 3 April 322%. vom
4. bis 10. April 321 %.
Rumänien,
Ein neuer Zolltarif
st vom 1. April 1927 in Kraft getreten.

Spanien.
Errichtung. von Wasserkraftwerken.
Unter den Strömen Spaniens, die sich zum Ausbau deı
Wasserkräfte eignen, steht der Ebro an erster Stelle, Das
Ebroflußgebiet umfaßt rund 15000 Quadratmeilen, wovon
sich 600 Meilen besonders zur Anlage von Wasserkraftwerken
zignen. Von 4443580 PS bewilligten Konzessionen in ganz
Spanien sind erst 700000 PS zur Durchführung gelangt.
Daß die Erschließung Spaniens auf diesem Gebiete so langame
 Fortschritte macht, beruht darauf, daß sich die FluBfer
 zum Teil. im Besitz von Städten, Provinzen und Privaten
 befinden, die ihre Rechte nur gegen Hergabe so hoher
Summen abtreten wollen, daß dudurch die Rentabilität der
zu Schaffenden Anlagen in Frage gestellt wird. Obgleich im
»anzen Lande starker Mangel an elektrischer Fnerocie herrscht

leisten die Provinzen den unternehmenden Gesellschaften
— im ganzen vier — erheblichen Widerstand. Um diesen
Schwierigkeiten zu begegnen, hat die spanische Regierung
3ine besondere Kommission gebildet, der die Sorge für die
Errichtung von Wasserkraftwerken anvertraut ist. Die Rezierung
 beabsichtigt ferner, die Elektroindustrie zu verstaatchen
 oder mindestens eine Verbindung der einzelnen Kraftwerke
 herzustellen. Zur Durchführung dieser Pläne sind
190 Millionen Mark vorgesehen. Die englischen und ameri-<anischen
 Gesellschaften bemühen sich bereits um die ‘Mitırbeit
 bei der Verwirklichung dieser bedeutenden Projekte
Wie kürzlich bekannt geworden ist, will das spanische Areitsministerium
 für den Ausbau von Wasserwerken und
3ewässerungsanlagen 5500000 Peseten im Laufe des erster
dalbjahres 1927 zur Verfügung stellen.

Wirtschaftsberichte.
Wir beginnen mit der heutigen Nummer eine
Neuregelung, von der wir hoffen, daß sie unseren
„esern eine Erleichterung in der Verfolgung hanlelspolitischer
 Ereignisse und manche praktische
Anregung bringen wird. Im Laufe einer Woche
zeht viel wertvolles Material bei der Geschäftsführung
 unserer Kammer ein, das wohl
für einzelne, aber nicht für die Gesamtheit unsereı
Leser von Interesse ist und daher nicht in den
rahmen unserer Zeitschrift paßt. Oft ist der vor:
ı1andene Stoff auch zu umfangreich, um ihn relaktionell
 verwerten zu können, und vor allem
vürde es zu weit führen, die einmal angeschnittenen
Fragen weiter zu verfolgen. Wir werden daheı
n Zukunft an dieser Stelle kurze Angaben übeı
las machen, was im Laufe der Woche an wichtigem
Material eingegangen ist. Unter Angabe der in
Klammern gesetzten Nummern können die Interessenten
 die betreffenden Unterlagen (Artikel, Berichte,
 Broschüren etc.) leihweise erhalten.

Länderberichte über:
Brasilien: Die Stabilisierung der Währung. — Der „Cru.
zeiso‘, die ‚„Caixa de Estabilizacgao“. — Hohe Lebens:
haltung. — Aufschwung der Industrie. — Aktiver Außen
ı1andel. — Absatzverhältnisse. — Deutsche Einfuhrwaren
— Die Papierindustrie. — Kaffee. — Das Zuckervertei-{ungsinstitut!).

Chile: Die Salpeterfrage. — Vorgehen der Regierung gegen
Salpeterfabriken. — Etat 1927. — Steuerpläne. — Die
neue Zentralbank. — Das neue Bankgesetz. — Die
Reform der Staatsbahnen. — Alle Petroleumvorkommer
als Staatseigentum erklärt. — Das ausländische Kapital. —
Große Lederindustrie. — Viel Warenvorrätel).
Peru“ Zucker- und Baumwollkrise. — Neuer Zolltarif. —
Etat 1927. — Anleihe in London und Verpfändung de:
Tabakmonopols. — Verkehrswesen, — Rohstoffe. —
Eigenindustrie. — Bautätigkeit. — Absatzwaren!).
Bolivien: Bergbau. — Rohstoffe. — Verkehrswesen. —
Eisenbahn- und Straßenbauten. — Absatzmärkte. — Ver
Irater und Reisende — Zahlungshedineungen1)
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.