Full text : 32.1927 (0032)

laß bei Ausleihungen in Reichsmark und U.S.A.-Dollar
Schuldner und Bank im Verkehr miteinander in gleicher
Weise gegen Währungsschwankungen gesichert sind, so haben
Jiese Debitoren im übrigen noch den Vorteil, daß sich im
Berichtsjahre die Zinssätze und Kreditgebühren in jenen
Währungen nach und nach nicht unerheblich unter die Sätze
für Kredite in französischen Franken ermäßigen konnten.
in der Aufwertungsfrage ist wider Erwarten immer
ı1och keine Regelung seitens der Regierungskommission des
Saargebietes erfolgt, so daß wir auch heute leider zu dieser
Angelegenheit noch nicht Stellung nehmen können. Wie
schon im vorjährigen Berichte gesagt, müssen wir es deshalb
auch weiterhin ablehnen, die für uns in der ehemaligen
Markwährung noch eingetragenen Hypotheken, die uns in
mehr oder minder entwerteter Papiermark zurückbezahlt worden
 sind, zu löschen. Im anderen Falle würden wir Rechte
aufgeben, auf die nach evtl. Erlaß eines Aufwertungsgesetzes
Ansprüche von dritter Seite gegen uns geltend gemacht
werden könnten.
Es bleibt nach wie vor leider nichts anderes übrig, als
die gesetzliche Regelung der Aufwertungsfrage im Saarzebiet
 abzuwarten.
In dem Bestreben, unsere Kregitbedingungen nach
Möglichkeit zu ermäßigen., haben wir auch im Jahre 1926,

elbst auf die Gefahr hin, die Rentabilität der Bank allzusehr
u beeinträchtigen, die Leihgeldsätze wiederholt herabgesetzt,
ınd wir hegen die Hoffnung, daß uns die Weiterentwicklung
ies Geldmarktes und der Unkostengestaltung recht bald ein
“ortschreiten auf diesem Wege möglich machen wird. Aller-.ings
 ist gerade bei Berichtslegung für die nächste Zukunft
»ider eher mit einem Anziehen als mit einer Ermäßigung
er Geldsätze zu rechnen; man spricht sogar von einer
twa notwendig werdenden Erhöhung des Reichsbankdiskonts.
'erner ist zu berücksichtigen, daß sich die Sätze für Sparinlagen
 immer noch wesentlich höher stellen als vor dem
kriege und daß zum andern wie in Handel und Gewerbe
o auch in den Bankbetrieben die allgemeinen Betriebsnkosten
 einen weit höheren Aufschlag auf die Selbstkosten
ls früher erfordern. Endlich darf auch nicht vergessen
verden, daß mehr als in den ruhigen Zeiten vor dem Welt-'riege
 jetzt in den Jahren des Wiederaufbaues die Bildung
on Reserven dringend erforderlich geworden ist, denn die
Aarkinflation hat vornehmlich bei den Banken die in langen
'riedensjahren angesammelten Rücklagen aufgezehrt. All diese
/mstände bringen es mit sich, daß die Spannung zwischen
len Zinssätzen für Einlagen und solchen für eingeräumte
<redite trotz aller vorgenommenen Verbilligungen der letzte-‚en
 leider immer noch wesentlich höher sein muß als in
Z7riedenszeiten.

Statistische Mitteilungen.

Schiffahrisstatistik der Saar von 1921 bis 1926.

Im Jahre 1925 sind durch die Schleuse Güdingen bei
316942 t Schiffsladeraum 5283453,9 t Waren zu Tal gezangen.
 Der Hauptanteil dieses französisch-saarländischen
Schiffsverkehrs entfällt auf Erze, von denen im Jahre 1926
266531 t auf diesem Wege in das Saargebiet gekommen
sind. Damit ist seit dem Jahre 1921 die höchste Zifter
arreicht, wobei besonders von dem Jahre 1924 auf das
jahr 1925 die Menge von 109000 t auf mehr als das
Doppelte, nämlich 225214 t, gestiegen ist. Im Jahre 1921
zelangten nur 811 t Eisenerze auf dem Wasserwege von
Lothringen nach dem Saargebiet. Kies und Mergel erreichen Bei der Verteilung des Verkehrs auf die verm
 vergangenen Jahre wieder 113 695,5 t. Gegenüber 1025 ist chiedenen Häfen steht Saarbrücken im Zu-Tal- und
Jie Menge um 25000 £ gestiegen, EA Ta de m Zu-Bergverkehr fast durchweg an erster Stelle, Ledigand‘
 1600 £ eneicht wurde, um 1102 + zurück, Die 20h In ‚Jahre 1926 und A075 wird ee Im Ann lalrerkele
zunehmende Bedeutung der Saar als Zufuhrweg von Loth- „den beiden letzten Jahren Saarbrücken und Burbach
ingen nach dem Saargehiet geht am deutlichsten aus dem dem Zu-Talverkehr nahezu die Wage halten, war 1022
EN > . SEN A 2 : in 2 ölklingen an diesem Verkehr maßgeblic esr
 Sn EEE A na $ MOB UT eiligt. 1922 übertraf es Saarbrücken um 36000 t. Im
124 210030 % AU 1023 und al SORT & 8 1026 MM zu-Bergverkehr, also hauptsächlich für den Versand von
Der Zu-Beraverkeh En a ter Versand Son Er-  <ohlen nach Lothringen, steht Saarbrücken an erster Ste
zeugnissen aus dem Saargebiet nach Lothringen, belief sich Sehen SEA EÜeKnn EN Id m Verkehr vor allem
im Jahre 1926 hei einem Schiffsladeraum von 975572 t auf ; . 2 I N .
insgesamt 65750911 t. Der Wasserweg wird demnach für Wir geben nachstehend die amtliche Statistik für die
Jen Versand saarländischer Erzeugnisse nach Frankreich mehr ichiffahrtsbewegung auf der Saar für die Jahre 1921 bis 1926
nenutzt als umgekehrt. Im vergangenen Jahre übertraf die wieder. Für das Jahr 1926 sind außer dem Jahresergebnis die
Ausfuhr aus dem Saargebiet die Einfuhr um rund 130000 t. Ergebnisse der einzelnen Vierteljahre angegeben.
L Tonnenzahl der durch die Schleuse Güdingen zu Tal gemangenen Waren (französisch-saarländischer Verkehr).

Naturgemäß ist an diesem Verkehr die saarländische Kohle
\m meisten beteiligt. Von den 6583000 t Ausfuhr entfallen
ıllein auf Kohle 639000 t, der Rest wird von 6134 t Schlacken
um Wegebau und 21000 t „sonstigen Waren‘ bestritten.
Vie aus den Tabellen hervorgeht, war der saarländischranzösische
 Warenverkehr auf der Saar bereits von 1921 an
‚edeutend höher als für die Einfuhr von Waren nach dem
‚aargebiet. Die höchste Ziffer wurde im Jahre 19241 mit
836 DON t erreicht, wovon allein auf Kohlen 6604975 *
antfielen.

I

Fisenerz

Eisen-Tammer-



Schlacken
zur
Verhüttung

Kalkstein

Kreide

Kies
Mergel

He

X Klon?

Sonstige
Waren

Im
Ganzen

Gesamt-Tonnen
 inhalt
der Schiffe

t

Zusammen 4, Viertel-Janr
 16. ......
Zusammen 3. Vierteljahr
 1926. .......
Zusammen 3, Vierteljahr
 1926........
Zusammen 1, Vierteljahr
 19%
Zusammen i. Jahr 1926 266 531.—, 3 733.—
Zusammen i, Janr 1925 (225 214.10) 4046.70
Ausammen i Jahr1924 109 336.50, 3 997,50 -
Zusammen i. Jahr 1923 28 596,50| 5909,50
Zusammen i Juhri1922 92 el 6637.—
Zusammen i. Jahr 1921 811.—! 2026.—

797 |

781 |
1.069 !

1.009 | 16.235 538
1.572.5/ 24.335 | 513
1.073 ! 20.006 | 272
f 044 11 300 570
4 698.50
2 284.—
6844 50
5 895.—
2 608, —-9352
 —

29.000 | 9.936
32.1508 10,369
38.010 ! 17,204
15.845 9749
47 258. —
53 731.90
77 326.60
11398. —|
3183. —

71 876.—. ‚593.— 15 605,50.
36 930,— | 1 336.— 90 670.—'
10.003.50' 823.50 .25 987,50
67 780. 536.— 67 582, —
83 594.—, 795.— 19139)
91971 — 1037— ı 3486 —

7 952.2!

1.519 ! 108.143 | 168.933
3.965.4| 155.191.4! 254.637
4.571 | 161.586 283.043
7.108 5| 103,538 5|_210.339
17 163.90'528.458,90/916 942.—
17 770. — 439 034.90 888 575.—
5 080.901319 390.50 900 357. —
13 108.40 300 895.40851 206 —
1.890.— 1210 621.—
10.— 37 933. —
            
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