Full text : 32.1927 (0032)

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Der deufsch-saarländische Kehlenausfausch im Jahre 1926.
11973551 t für den Gesamtverkauf und Versand
der Saargruben zugrunde, so ergibt ‚sich, daß
Deutschland am Absatz der Saargruben
mit 7,7% beteiligt war, gegen 8% im Jahre
1925 (Bericht Charlot). Von den 930220 t ent-’allen
 rund 600000 t auf das besetzte Gebiet, der
Rest auf Süddeutschland.
Die Einfuhr von Saarkoks ins Reich hält
sich in äußerst bescheidenen Grenzen; eine monatliche
 Nachweisung findet nicht statt. Sie beträgt für
'926 insgesamt 2775 t gegen 632 t in 1925.
Die Ausfuhr des Reiches nach dem
Saargebiet an Steinkohlen, Koks und Briketts im
Jahre 1926 weist gegenüber dem Jahre 1925 keine
’eträchtlichen Verschiebungen auf. An Steincohlen
 wurden 210693 t ausgeführt, rund 11000 t
veniger als in 1925; es handelt sich meistens um
;pezialsorten, so Magerkohle für die Kokereien usw.
Die Ausfuhr an Koks ist gegenüber 1925 stärker
urückgegangen und weist nur im November 1926
ine auffällige Steigerung auf; möglicherweise hat
ıerbei die Ueberteuerung der saarländischen Koks-‚reise
 mitgespielt, die dazu führte, daß nach dem
Vovembertarif Ruhrkoks einschließlich Fracht und
Abfertigungsgebühren sich billiger stellte als Saar-:oks.
 Die Braunkohle spielt in der Brennstoffvirtschaft
 des Saargebietes naturgemäß nur eine
ıntergeordnete Rolle, zumal der Hausbrandbedarf
ler Bevölkerung in weitem Umfange durch Deputatieferungen
 von Saarkohle gedeckt wird. Es wurlen
 in 1926 36515 t Braunkohlenbriketts aus dem
Zeich (rheinisches Braunkohlenrevier) ins Saarge-»iet
 geliefert, wobei vergleichsweise angegeben sei,
daß im Jahre 1913 das preußische Saargebiet
26962 t bezog. C.

Nach den monatlichen Nachweisen des Statistischen
 Reichsamtes wurden im Jahre 1926 folgende
Kohlenmengen von der Saar nach dem übrigen
Deutschland eingeführt bzw. vom Reich nach dem
Saargebiet ausgeführt:
Einfuhr aus dem dem Saargebiet
Steinkohlen
1926: Tonnen Fonnen Yonnen
Januar 83517 3225 5.053
“ebruar 710 1.992 5.
März 30.322 2 508 > 790
April 74 00 2475 7
Mai 36.44 “5 7
(uni 38.018 5 3
(uli 78 675 „2055 ‘9
August 97 571 da x2 3573 I
september 93 415 1533 33% 2.36
Jktober 52194 IS 6 779 3 666
November 33 754 1.067 4307 3.948
Dezember 51 400 17 750 7779 3810
Insgesamt: 930220 210693 61361 36515
1925 1092210 ‚ 221527 85265 34613 |
Die Einfuhr von Saarkohle ins Reich
ım Jahre 1926 in Höhe von 930220 t weist gegenüber
 dem Jahre 1925 mit 1092210 t einen Rückgang
 um 161990 t auf. Dieser Rückgang ist
hervorgerufen durch die im Herbst 1926 in Auswirkung
 des englischen Bergarbeiterstreikes von der
{(ranzösischen Regierung verfügte Beschränkung
der Saarkohlenausfuhr auf 30%. Infolgedessen
 sank die Einfuhr ins Reich von 87000 t im
Monatsdurchschnitt des ersten Halbjahres 1926 auf
532194 t im Oktober und erreichte im November
mit 33754 t ihren Tiefstand. Von Dezember an
wurde die Belieferung des deutschen Marktes wieder
verstärkt, um zu Beginn 1927 die vorherige Höhe
wieder zu erreichen.
Legt man die von der französischen Grubenverwaltung
 für das Jahr 1926 ausgewiesene Ziffer von

frÖ

Amftlicher Teil.

schaftskreise, unbedingt für eine Bereitstellung
 aller für die Verhandlungen in
Betracht kommenden Unterlagen unverzüglich
 Sorge zu tragen. Vor allem ist bei
ler Einreichung der Anträge genau anzugeben, ob
2s sich um einen Revisionsantrag oder einen neuen
Antrag handelt. Die Aussicht auf die Möglichkeit
les Abschlusses eines Saarzollabkommens von
ängerer Dauer läßt eine besonders sorgfältige Ausırbeitung
 der Unterlagen in erhöhtem Maße notwendig
 erscheinen.
Die Handelskammer ihrerseits muß die Verantwortung
 für die bei Nichtbeachtung der vorstehen-Jen
 Aufforderung sich ergebenden Schädigungen
mit aller Entschiedenheit ablehnen.

a

Vertretung des Saargebietes im Hauptausschuß der
deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer.

Am 17. Februar dieses Jahres fanden Wahlen zum
Hauptausschuß der deutschen Gruppe der Internationalen
 Handelskammer statt, durch die der
Präsident unserer Handeiskammer, Herr Luitwin
von Boch, Mettlach, als Vertreter des Vereins
zur Wahrung der gemeinsamen wirtschaftlichen Inieressen
 im Saargebiet in den Hauptausschuß gewählt
 wurde.

Sinreidhung von Unterlagen für die Wiederaufnahme
ger deutfsch-iranzösischen Handelsverfragsund
 Saarzollverhandlungen.
Die Handelskammer hatte bereits Ende vorigen
Monats durch die Tagespresse und die „Saar-Wirtschaftszeitung‘“
 darauf hingewiesen, daß die Wünsche
für die in Paris wiederbeginnenden Verhandlungen
über den deutsch-französischen Handelsvertrag und
das Saarzollabkommen bis zum 3. März eingereicht
sein müßten. Da trotzdem eine Reihe von Firmen
dieser Aufforderung bis jetzt nicht nachgekommen
sind, richtet die Handelskammer hiermit nochmals
die dringende Aufforderung an die beteiligten Wirt-Wortlaut

 des neuen französisthen
Zolltariientwuris.
Der vollständige Entwurf für das neue
französische Zolltarifgesetz und den Zolltarif
 selbst liegt der Handelskammer vor.
Die Verkehrs- und Zollabteilung ist zu
näheren Auskünften über die im Tarif
vorgesehenen Zollsätze jederzeit gerne
bereit.
_ Wir verweisen im übrigen auf den
in dieser Nummer veröffentlichten Leitartikel.

            
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