A
in voller Höhe und zu den festgesetzten Terminen leisten,
mit 10% Zuschlag betroffen werden, wenn sie die vierte
uartalsrate verspätet bezahlen, und bittet um Auskunft
iber das Steuerzahlungsverfahren.
In Beantwortung der Anfrage erinnert der Leiter der Steuerderatungsstelle
zunächst an die gesetzlichen Vorschriften, die
im $ 12 der Umsatzsteuerverordnung vom 8. Dezember
1923 enthalten seien und die besagen, daß der Steuerpflichtige
bis zum 15. eines jeden ersten Quartalsmonats die Umsatzsteuer
für das vergangene Quartal in voller Höhe zu ent-:ichten
habe. Zu diesen Abschlagszahlungen könnten nach
den Ausführungsbestimmungen die Steuerpflichtigen durch
Erinnerungsschreiben angehalten und im Falle weiterer
Säumigkeit durch Geldstrafen gezwungen werden. Ferner
seien im Falle einer Erinnerung vom Tage der Fälligkeit
ab Verzugszinsen geschuldet.
Diese Bestimmungen würden aber für die vierte Quartalszahlnung
nicht mehr angewandt. Die Finanzämter rechneten
einfach die bis zum 15. Januar (Termin tür die vierte
Quartalszahlung) eingegangenen Entgelte zusammen und verglichen
die Gesamtsumme der bis dahin geleisteten Zahlungen
mit der Gesamtsumme der infolge der Veranlagung festgesetzten
Steuerpflicht. Uecebersteigt die endgültig festgesetzte
Steuer die Abschlagszahlungen um mehr als 20%, so würde
der Zuschlag von 10% erhoben, ohne Rücksicht auf die Zeit
der später erfolgten Zahlungen. Dadurch sei es vorgekommen,
daß Steuerpflichtige, die am „16. Januar ihre vierte
Muartalszahlung geleistet hätten, auf den Unterschied zwischen
teuerpflicht und Steuerleistung den 10prozentigen Zuschlag
ahlen mußten, der alsdann einem Satz von 3600 % Jahresinsen
entspräche. Die Berufungskommission habe in mehrachen
Entscheidungen den Standpunkt der Veranlagungskomnission
eingenommen und die Zuschlagszahlung als zu Recht
estehend erkannt. Deshalb sei in verschiedenen, in der
Saar-Wirtschaftszeitung‘“ veröffentlichten Abhandlungen über
Umsatzsteuerzahlungen‘“ pünktliche Abführung der letzten
Muartalszahlung in einer Höhe empfohlen worden, durch
Je mindestens fünf Sechstel der Gesamtsteuer beglichen
ejen.
Im Anschluß an diese Ausführungen gibt Herr Knobauch
noch Kenntnis von den Gründen, die die Berufungs-<ommission
zu ihrer für die Steuerpflichtigen nachteiligen
Zntscheidung veranlaßt haben, und emptiehlt, die letzte
date so zeitig in einer solchen Höhe zu zahlen, daß ein
Zuschlag nicht in Frage kommen könne.
Der Vorstand beschließt auf Vorschlag des Herrn Kommerıenrat
H. Röchling einstimmig, Herrn Großkaufmann
ırnold Becker die herzlichsten Glückwünsche des Vereins
‚u seiner Wahl zum Ehrenmitglied der Handelskammer zu
yaarbrücken auszusprechen. Er verbindet mit seinem Glückvunsch
Worte des Dankes für die von Herrn Arnold Becker
ler Gesamtwirtschaft des Saargebietes jahrelang geleistete
rfolgreiche Tätigkeit
II. Statistische Mitteilungen
Die Förderung der Saargruben im Jahre 1926.
Nach den offiziellen Angaben der französischen 13216309 t um rund 465000 t übertroffen. Hinter
Grubenverwaltung im Saargebiet förderten im dem Rekordergebnis von 1924 bleibt allerdings auch
Dezember 1926 die französischen Staatsgruben die Förderung von 1926 um rund 351000 t zurück.
1197006 t, die verpachteten Gruben 34845 t, zu- Aus den nachstehenden Uebersichten über die
sammen 1231851 t gegenüber 1124958 t im No- ntwickelung der französischen Staatsgruben im
vember, 1168813 t im Oktober und 1126190 t im 5aargebiet sind die Angaben über die Haldenbe-DT
entre 1926. Ne Hezemberergebnis Hiegt der ;tände und über die Belegschaft besonders bemeref.
mcht unwesentlich über dem Durchschnitt der kenswert. Die Haldenbestände haben von 234000
etzten Monate. Die Gesamtförderung der franzö- t . hre d hrk fes 199 f 68000
sischen Gruben im Saargebiet im Jahre 1926 betrug (onnen im Jahre des Ruhrkampfes 1923 au .
13318819 t für die Staatsgruben und 362055 t für Tonnen im Jahre des englischen Bergarbeiterstreiks
die verpachteten Gruben, zusammen 13680874 t 926 abgenommen. Die Belegschaft, die vom Jahre
gegenüber 12989 849 t im Jahre 1925 und 14032118 1924 ab bis in die ersten Monate des Jahres 1926
Tonnen im Jahre 1924, Das Förderergebnis des A1inein in ständiger Abnahme begriffen war, hat
Vorjahres wird demnach um rund 691000 t und mit 77472 den Stand von 1923 bereits wieder
las beste Vorkriegsergebnis von 1913 in Höhe von iberschritten.
Kohlenförderung (ausgelesen und gewaschen):
Staatliche Gruben #4
Vernachtete Gruben N
insgesamt:
Die Förderung verteilt sich auf Arbeitstage
Durchschnittliche Tagesleistung
Verteilung der Kohlen:
Zechenselbstverbrauch (einschl. elektrischer Zentralen und
angeschlossener Betriebe) 7
Lieferungen an die Bergarbeiter . .
Lieferungen an die eigenen Kokereien
Lieferung an die Brikettfabriken .
Verkauf und Versand . ,
Verlust bei Lagerung
Gesamtabsatz:
Vermehrung bzw. Verminderung der Haldenbestände . .
Gesamtförderung::
n den eigenen Betrieben wurden erzeugt:
Koks 2
Briketts 5 # & @ * w wi 8
daldenbestände am Ende des Jahres:
Kohlen 8 Km E
Koks WR
Briketts .
insgesamt:
1923*
8.945 658
246 617
9.192 275
212.6
43 190
760 888
325 397
167 263
7927 268
9 180 816
+ 11459
9192 275
133 002
232 661
1780
"234 444
1924* 1925* 1926*
13 648 046 12597 116 13318819
384 072 392 733 362 055
032 118 12 989 849 13 680 874
298.81 286.16 299.43
46 960 45 393 45 690
995 340
363 029
282 250
12 497 788
1m
957 929
356 389
354 570
1.325 861
1 050 136
362 822
351 220
11973 551
4.138"
103:
594 749
“89 849
13.737 729
— 56855
13 680 874
255 270
7.
de
12%
ür3
21 373
S8
65 405
2673
68 078
127 429
“22 061
*) Mengenangabe in Tonnen.