E30 Zaar-Wirtschaltszeitung
die Gebühren geben die Fernsprechanstalten auf Verlangen
Auskunft,
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Wirtichaftlicher Teil
Das Einkilopaket.,
Von amtlicher Seite wird uns mitgeteilt:
„Wie erinnerlich, hat die Nationalversammlung
ın diesem Herbst bei Beratung des neuen Postgebührengesetzes
die Einführung des Einkilopakets
zum 1. Januar 1920 verlangt. Der Einführung
stand bis dahin entgegen der drohende Einnahmeıusfall
an Postgebühren, der sich auf Millionen
beziffern wird, und der Raummangel in den Bahnosten.
Ueber den Einnahmeverlust muß die
Postverwaltung hinwegzukommen suchen, zumal
sie damit zu rechnen hat, daß wenigstens ein Teil
dieses Verlustes mit der Zeit ausgeglichen werden
wird durch die Zunahme der bis ein Kilo schweren
Sendungen, wenn diese zu einer mäßigeren Gebühr
befördert werden als der jetzigen. Der Raummangel
in den Bahnposten ist aber jetzt schlimmer
als vor dem Kriege, da ungefähr die Hälfte der
Eisenbahnzüge und damit auch der Postzüge auszefallen
ist, ganz abgesehen davon, daß vom 5.
is 15. November überhaupt keine Schnell- und
Personenzüge mehr gefahren werden ud daß auch
aoch danach mit gewissen Einschränkungen im
bisherigen Fahrplan dieser Züge gerechnet werden
nuß. Trotzdem sind die Vorbereitungen zur Einiührung
des Einkilopakets im vollen Gange, und
man erwir‘! iotzt die Maßnahmen, die notwendig
wären, vv“ : das Einkilopaket etwa in der Form
les Feic„. ickchens eingeführt würde, das allerdings
nur !/, Kilo Gewicht hatte. Eine solche Form
müßte der Verkehrswelt lieber sein, als wenn das
Einkilopaket ein wirkliches Paket bliebe, sich von
den übrigen Postpaketen also nur durch cine geringere
Taxe unterschiede. Wird es aber als
Päckchen behandelt und wie eine größere Drucksache
oder Warenprobe angenommen, befördert
und bestellt, so würde erst dann der Nutzen voll
in die Erscheinung treten. Zur Feststellung der
Einzelheiten waren Fachleute aus dem Betricbe
jür die erste Novemberhälfte nach Berlin einberufen,
desgleichen der bisherige Verkehrsbeirat
der Reichspostverwaltung, der bekanntlich aus
Vertretern aller Berufsstände besteht. ‚Infolze der
Verkehrssperre mußten diese Beratungen wieder
um Wochen hinausgeschoben werden. Troizdem
hält die Postverwaltung an dem Plane fest, die
Sache bis zu dem von der Nationalversammlung
gewünschten Zeitpunkte spruchreif zu machen.“
Wirgebendenobigen Ausführungen
Raum, um die uns angeschlossenen
Kreise zur Prüfung der Frage anzuregen.
Zwecksweiterer Verfolgung der
Angelegenheit sieht die Handelskammer
entsprechenden Aeußerungen entgeren.
Wipden- ıTbau in Nordfrankreich
und Belgien.
Die Handelskammer zu Cöln teilt uns mit:
Wir erhielten in letzter Zeit mehrfach Anfragen über
das in Köln befindliche „Zentralbüro bei den verbündetenm
Armeen“. Dieses Büro hat sich inzwischen einen andern
Namen zugelegt, nachdem ihm die Führunz der obigen
Bezeichnung vom britischen Militärgouverneur auf unsere
Veranlassung untersagt worden ist, und nennt sich jetzt:
„Zentralbüro für die Belieferung der westlichen Gebiete bei
den Alliierten‘. Der Direktor des Büros ist ein Herr Bruno
Callaesch. Dieser hat sich mit weiteren Kreisen der Industrie
Infolge Aenderung des dänischen Pakettarifs sind die
Gebührensätze für Postfrachtstücke nach Dänemark erköht
worden. Nähere Auskunft erteilen die Postanstaiten.
Die nach Amerika bestimmten Tele
ram me können funktelegraphisch oder auf dem Kabelwege
betördert werden; für beide Beförderungswegs® sind
die Gebühren gleich hoch. Der Absender kann bei der
Auflieferung den einen oder anderen Beförderungsweg bestimmen.
Verzichtet er seinerseits darauf, den Beförderungsweg
vorzuschreiben, so bestimmt die Telegraphenverwaltung
je nach Lage der Verhältnisse den ihr am geeignetsten
erscheinenden Weg. Bei der funktelegraphischen
Beförderung werden die Telegramme von der Großiunkstelle
Nauen unmittelbar an die amerikanische Gegenstation
abgesetzt. Dieser unmittelbare Verkehr zwischen
Deutschland und Amerika wickelt sich unter den jetzigen
Verhältnissen durchaus glatt und ohne jegliche Verzöge:
rungen ab; im allgemeinen erhält die Station Nauen die
Empfangsbestätigung der amerikanischen Gegenstation noch
an Tage der Abtelegraphierung, spätestens am nachsttotgenden
Tage. Bei der Beförderung auf dem Kabelwege
werden die Telegramme zunächst nach London übermittelt
und von dort aus auf den transatlantischen Kabeln weiter.
telegraphiert. Welcher Zeitaufwand für diese Umtelegraphierung
erforderlich ist, ist nicht bekannt; deutscherseits
Kann darauf vorläufig kein Einfluß ausgeübt werden.
Die Oberpostdirektion Trier teilt uns mit: Zur Ersparung
von Heiz- und Beleuchtungsstoffen ist bei der Öber-Postdirektion
die ungeteilte Arbeitszeit eingeführt worden. Die
gewöhnlichen Dienststunden dauern werktags von 71/4 VOrmittags
bis 2’/, Uhr nachmittags. (W. R. Z.)
Mitteilungen der Eijgnbahndirektion
Sarpckulücken.
Frachtstückgut nach Mannheim Hauptbahnhof wird bis
einschließlich. 20. 11. nicht angenommen. Zugelassen sind
nur Lebensmittel.
Eine Annahme von Eil- und Frachtgutwagen!adungen
nach Landau (Pfalz) findet bis einschließlich 22. 11. nicht
statt. Ausgenommen sind: Sendungen für die Besatzung
Lehensmittel. außer Wein, Brennstoffe und Umzugsgut.
Die seinerzeit ausgesprochene Annahmesperre für Eil
stückgzut nach Düsseldorf H. B. ist aufgehoben.
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Frachtgutwagenladungen nach Basel Ort und Uebergang
werden nicht angenommen. Ausgenommen sind: Kohlen,
Getreide, kondensierte Milch. Die Sperre dauert bis einschließlich
18. 11. 10
Die Annahme von Eil- und Frachtstückgut nach Düren
Ort und Uebergang ist bis auf Weiteres den Bahnämtern
verboten. Von der Sperre ausgenommen sind: Besatzungsgut,
Lebensmittel einschl. Bier und Wein, Arzneimittel einschließlich
Verhbandszeug und flüssige Kohlensäure.
Kurzeg Mitteilungen.
Die Handelskammer ist noch in der Lage, Exemplare
der „Uebersicht der Gebühren im Postverkehr
mitdenm Ausland vom 1. Oktober 1919 an“ abzugeben.
Interessenten wollen sich mit der Geschäftsstelle der
Kammer in Verhindung setzen.