Full text : 15.1935/36, 7-12 (0015)

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AGEGAN

Die Fahne MAntt

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—X

„Die Fahne hoch! Die Reihen dicht ge—
schlossen!“ Ein Sänger und Held, der für Freiheit
und Größe des neuen Deutschland in den Tod ging, Horst
Wessel, legte dem deutschen Volke dieses Sturmlied auf
die Lippen. Und überall, wo die Fahne des Dritten
Reiches, in deren
anmend rotem Tuch
as schwarze Haken⸗
kreuz auf weißem
Felde steht, sich ent⸗
faltet, grüßen sie die
Volksgenossen ehr⸗
furchtsvoll zu Be—
kenntnis und Ge⸗
löbnis als ein heili—
s Symbol der end⸗
ich unter Adolf Hitler
erkämpften Reichs⸗
einheit und Volks—⸗
gemeinschaft.
Die Fahne ist seit
altersher das Wahr⸗
zeichen kämpfender Ge⸗
meinschaft, — ein an
der Fahnenstange be—
festigtes ein-⸗ oder mehr⸗
farbiges Tuch, einfach
odder in Felder auf—
geteilt, geschmückt mit
allerlei Sinnsprüchen
und Bildwerk. Sym⸗
»olen, Wappen, Hoheits⸗
zeichen. Sie ist ur⸗
sprünglich ein mili—
ärisches Feldzeichen,
unter deren Wehen die
Streiter bei dumpfem
Trommelwirbel gegen
den Feind vorstürmten,
um die sich im Kampf⸗
gewühl die Streiter
carten und sich nach
er Schlacht die Ver—⸗
Prengten sammelten,
sichtbarer Ausdruck hel⸗
discher Gesinnung und
deshalb verteidigt mit
dem letzten Blutstropfen.
Bei der Kavallerie ent⸗
standen die Standar⸗
ten, der leichteren
Beweglichkeit wegen er⸗
heblich kleiner als Fahnen, aber gleicher Art und gleichen
Sinnes. Der leichteren Handhabung wegen führte auch der
oberste Kriegsherr statt der Fahne die Standarte, die Kaiser⸗
tandarte, mit ins Feld. Für die Marine und hernach auch die
dandelsschiffe schuf man die Wimpel, schmale Streifen aus
Flaggentuch in Farben und mit Hoheitszeichen des Landes. In
den Kreuzzügen entstand als Feldzeichen das Banner, das
Panier, bei der das bebilderte Fahnentuch an einer mit dem
Zchaft verbundenen Queritanoge befestiat wurde Das BRort

des Kriegsherrn war das Hauptbanner. Kaiser Otto J schuf das
deutsche Reichsbanner mit dem Bilde des streitbaren Erzengels
St. Michael, des Schutzpatrons der Deutschen. Neben diesen
nilitärischen Feldzeichen entstanden nach und nach auch für
Länder. Fürsten. Rittergeschlechter, Städte, Gilden und Zünfte
und auch für die Kirchen
wappen⸗ und symbol⸗
gezierte Fahnen. Man
nannte sie Flaggen.
Bei festlichen Anlässen
standen Städte und
ganze Länder im Flaggen⸗
schmuck. Alle Bürger
flaggten alsdann mit der
gleichen Flagge.
Méhr und mehr kamen
im Laufe der Zeit Fah—⸗
nen und Banner auch
bei andern Gemeinschaf⸗
ten in Gebrauch, bei Ge⸗
meinschaften, die im
Dienst einer bedeut—⸗
samen, einer idealen
Aufuahe siehen So bei der
deutschen Sänger⸗
schaft, der deutschen
Turnerschaft. Auch sie
sind ja ihrem Ziel und
hrem Wirken nach
kümpferische Organisa⸗
tionen, heute mehr denn
je. So hat der Deutsche
Sängerbund sein Bun—⸗
desbanner, so schuf sich
einst auch der Saar⸗
Sänger⸗Bund in seiner
Kampfzeit sein sinn⸗
volles Bundesbanner.
Ein junger heimischer
Künstiler, Franz Reu—
land, griff in seinem
Entwurf weit über land⸗
läufige Vorlagen hinaus,
als er die Schauseite mit
einem gewaltigen Adler
schmückle, der sich trutzig
feft in den Heimatgrund
verkrallt, während die
Rückseite, umrahmt von
den Zeichen heimischen
Gewerbefleißes, das Be⸗
kenntnis unterstreicht:
„Ewig deutsch des Saar⸗
. lands Liedi“ Im Ge—
dächtnis an die mit dieser Fahne sichtbar gewordene Treue der
Zaarfängerschaft zu deutschem Volk und Reich wird der Groß⸗
jau Westmark sie bei feftlichen Anlässen neben seinem jetzigen
Zaubanner tragen lassen. Das gem,e insame Gaubanner
es Sängergaues Westmark aber ist hinfort das des
instigen Sängergaues Pfalz, das lebendigster Ausdruck der
roßen Zeit ist, zu der sich die gesamte Saͤngerschaft bewußt,
tolz und unerschutterlich bekennt. Beherrscht bom Hakenkreuz
As Somhbol des Yritten Reiches. das uns Abolf Hitler schenkte
            
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