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großen Werk: mit der Sängerkundgebung in
Saurbrücken wollen wir Zeugnis ablegen von dem
Ernste unseres kulturpolitischen Wollens, von der Größe
unserer Sängerbewegung, von der seelenformenden
Macht des deutschen Liedes und von unserer Treue zu
unsertem Volk und seinem Führer Adolf Hitler!
Sängerführer! Chorleiter! Sänger und
Sängerinnen! Eure Liebe zum deutschen
Sänger-Zeitung des Gaues Westmark. Nr. 10
Sied, Euere Tatkraft und Euren Opfer—
willensollt ghrindenkommenden Wochen
u d Monatenbewähren! Aufans Werkl!
Saarbrücken 1936 soll Euer Ehrentag
werden!
Heil Hitler!
Fritz Kipp, Sängergauführer.
Großtze nalionale Süngerkunogebung
in Saarbrücken.
Willst Du zu Hause bleiben?
Wenn die Sängergaue XIII und XV Nahe-Mosel-Saar
des DEB., die auf dem Sängertag in Bernkastel organi⸗
satorisch zum Großgau, Westmark zusammen—
geschlossen wurden, das Bedürfnis empfinden, auf einer
großen nationalen Kundgebung vor aller Welt zu
bezeugen, daß sie auch im Inwendigen, im Geistigen, in
hrer unerschuͤttierlichen Treue zu Reich, Volk und Führer
in Einheitsfront stehen, so wird jeder, der die letzten
zwanzig Jahre deutscher Geschichte mit offenen Sinnen
und leilnehmendem Herzen miterlebt hat, dieses Be—
dürfnis nicht aus dem blinden Zufall erklären wollen,
sondern aus dem gemeinsamen harten Grenzmark—
schichsal der Nachkriegszeit, das die Psatg
durch die Schrecken der Separatistenzeit, die Saar, los⸗
gelöft vom Vaterland, unter Druck und Demütigung der
Fremdherrschaft geführt hat. Durchdrungen von der
Kultürsendung des deutschen Liedes und
von der nationalsozialistischen Missiondes
deutschen Sängers fühlt sich die Sängerschaft der
Westmark von der Geschichte berüfen, wie in der Ver—⸗
gangenheit, so auch in Gegenwart und Zukunft mit die
granitnen Quadern aufzuschichten zum deutschen Boll⸗
berkim Westen. Brächtest Du es als deutscher Sänger
nun über's Herz, bei unserer großen nationalen Kund⸗
gebung Herbst kommenden Jahres zu fehlen, Dir
allerlei kluge Gründlein auszutüfteln, um zu Hause
bleiben, Dir die Zipfelmütze über die Ohren ziehen und
Deine Zeit recht verschlafen zu können? Wohlgemerkt:
wenn 420000 Deiner Sangesbrüder in eiserner Ge—
schlossenheit aufmarschieren?!
Denn 40 ooo Westmarklänger marschieren!
Mit Recht konnte Gauchormeister Braun auf der Kreis—⸗
längerführertagung vom 17. November im Sängerheim
Stadtpark Ludwigsberg Saarbrücken sagen: Die erste
Schlacht ist geschlagen! Es lagen an diesem Tage
bereits rund 27 000 durch Notenbestellung unterstrichene
feste Anmeldungen zur Kundgebung vor. Inzwischen hat
sich die Meldeziffer erheblich gesteigert, so daß es zur
Jahreswende bestimmt 40 000 Sänger sein werden, die
der symbolhaft mit Hakenkreuz, Leyer und Schwert ge—
schmückten Bundesfahne und der Sturmfahne des ehe—
maligen Sagaarsängerbundes folgen werden. Lebhaftem
Interesse begegneten seine Ausführungen über den
Festzug, der, sorgsamst vorbereitet, sich mit seiner ein—
dringlichen Werbung an Auge und Ohr zugleich wenden
wird: sinnvoll und würdig in Idee und Haltung, farben⸗
froh und wechselreich in Bild und Lied, planvoll und har—⸗
monisch in Folge und Ausgleich. Der allen Kreisführern
übergebene Plan nennt: Gruppe Fanfarenbläser zu
Pferd, Bundesbanner auf Vierspännerwagen mit Ehren—
sektion, zwei Fahnenschwinger, Musikzug mit Trommler,
Veteranen in Autos, Musikzug mit Trommler, Ehren—
stürme der SS., SA. des RAD. Musikzug mit Trommler,
Kreisschilder — einheitlich in der Beschriftung — von
Sängerknaben getragen, Kreisführerrat, Vereinsfahnen
des Kreises, geschlossen als Säule — neue Fahnen voraus!
Träger nach Größe aufgestellt in einheitlicher Kleidung,
Kreisdame und Gruppendamen in Weiß, die hernach die
Erinnerungs-Medaillen an die Fahnen heften, Kinder—
Abteilung. Sängerinnen des Kreises Trachtenagruvpe zu
Fuß, Sänger des Kreises in einer Säule, nach Gruppen,
Vereinen und Stimmen geordnet, Vereinsschilder ein—
—D0
ser Anzug, weißes Hemd, weißer Kragen, entsprechende
Krawatte und mit Sängermütze. Musikzüge und Trommler
in den Kreissäulen so verteilt, daß rund je 500 Meter ein
Zug eingesetzt ist.
Bbingendes Volk der Weftmark!
Der Festzug soll keine kostspieligen Festwagen führen,
die — übrigens vielfach äußerst kitschig — sich mit ihren
Darstellungen klischeehaft ins Allgemeine zu verlieren
sflegen, sondern Trachtengruppen zu Fuß, die in
Zchaubild und Lied landschaftliche, gewerbliche oder auch
geschichtliche Besonderheiten ihres Kreises vergegenwär—
igen, heimatverbunden und bodenständig,
ingendes Volkder Westmark: aus der Pfalz,
jon Saar, Blies, Mosel, Nahe, Rhein, aus der Eifel, vom
Hochwald, vom Hunsrück! Ein Rundschreiben forderte
inzwischen zur Meldung von je zwei Trachten-—
MNotiven auf, die eines Kreises Art wiederzuspiegeln
zeeignet sind, das im Gau Westmark zusammengefäaßte
ingende Volk der Bergleute, Hüttenmänner, Feld⸗ und
Ibstbauern, der Winzer, Tabakzüchter, Spinner und
Weber, Schuh⸗ und Lederarbeiter, Steinschläger, Wald—
arbeiter ... Man darf darauf gespannt sein, wie sich
die Phantasie der Sangesbrüder mit der reizvollen
Aufgabe abfinden wird, in Bild und Lied recht farben⸗
und klangfroh, in Ernst und Humor, charakteristische
Ausschnitte deutschen Volkstums
sinn- und wirkungsvoll zu gestalten! Nach den Vor—⸗
chlägen des Süngergauführerrates werden 19 Trachten⸗
gruppen zu bilden sein, nämlich für die Kreise: Donners⸗
berg, Glan, Leiningen, Rhein-Hardt, Sickingen, Speyer,
Trifels, Westpfalz, Zweibrücken, Bernkastel-Wittlich,
Broß⸗Trier —Trier⸗Land, Daun-Prüm⸗Bitburg⸗Saarburg,
Merzig⸗Prims-Ill-Theel-Dillingen, Saarlouis-Völklingen,
Saarbrücken⸗Saarbrücken-Burbach, St. Ingbert-Hom⸗
burg, Idar-Oberstein-Hochwald. Neunkirchen —St. Wen—⸗
dem und Sulzbachtal.
Kunoͤgebung im Stadion — welch ein Bild!
Ja, das mag man wohl ausrufen, wenn man den Auf—⸗
tellungsplan — es ist zunächst ein erster Entwurf — ein—
gehend betrachtet hat. Ein wahrer Fahnenwald im Hinter⸗
grund als eindrucksvoller Abschluß des gewaltigen Halb—
zreises! Vor ihm die Formationen der SS., SA. und des
RAD.! Dann die vier riesigen Säulen der vier Männer—⸗
timmen, davor auf nach Innen zu immer mehr ver—
zürztem Raum die beiden Frauenstimmen Sopran und
Alti Endlich der Platz der Kinder und Raum für die
Kreis⸗ und Gruppendämen! Im Vordergrund: Große
DEB.⸗Fahnen, Fahnentürme für Gaufahnen mit Ehren⸗
ektion, Podien für Ehrengäste, Leitungsturm, Podien
für Reigen, Podium für die Großkapelle!
Wie diese knappen Ausführungen zeigen, sind im Gau⸗
ührerrat alIle Kräfte am Werk, die große nationale
Kundgebung August oder September 1936 zuü einem ge⸗
walfigen Erlebnis gleicherweise für die Ausfüh—
renden wie für die Festbesucher werden zu lassen. Wer
nag da die Hände in den Schoß legen? Wer will ein
Großes um seiner kleinen Person willen gefährden? Des—
„. Alle Mann an Bord! Walther Stein