Full text : 15.1935/36, 7-12 (0015)

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15 AG
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Der Sängerfschaft der Westmark
zum Grußz.
Das vergangene Jahr der welltpolitischen Entschei⸗—
dungen an der Saar hat gezeigt, daß auch die
Sängerschaft der Westmark ihrer kultur—
politischen Aufgaben sich bewußt geworden und
bereit ist, am großen Aufbauwerk des deutschen Lebens
in der Westmark mitzuarbeiten.
Auf den Jusammenscint der beiden großen pfälzischen
Sängerbünde im Herbst 1933 ist mit Rückgliederung der
Saar der Zusammenschluß
der beiden Sängergaue Pfalz
und Saar zum Großgau
Westmark erfolgt. Damit ist
eine fünfzehnjährige Kluft
zwischen Volk und Volk
auch auf dem Gebiete der
deutschen Liedpflege endlich
überwunden und einer
neuen Zielsetzung der Weg
zebahnt worden. Das Wort
Westmark bedeutet eine
Verpflichtung. Es ist ein
Aufruf zumstärksten
kulturpolitischen
Einsatz der in den
Sängervereinigun—
genliegenden Kräfte.
Das Erlebnis des deutschen
Sozialismus, der Kampf
unseres Volkstums in der
Westmark und das Erwachen
der völkischen Blutwerte
geben auch der Sängerschaft
und der deutschen Liedpflege
einen neuen Inhalt.
Dieser neue Inhalt be—
dingt selbstverständlich auch
eine Ueberwindung der alten
Formen des Vereinslebens.
Mehr und mehr müssen wir
uns in der Sängerbewegung
sener Form der Kamerad⸗
—— annähern, die die
zampfenden Formationen
der SI SEA., SS.,
5J. und Arbeitsdienst in
harten Jahren des Kampfes um die deutsche Freiheit und
des Ringens um die deutsche Kultur geschaffen haben.
Der Sieg des deutschen Volkstums an der Saar ist
auch uns eine Verpflichtung. Wollen wir uns dieses
Kampfes und dieses Sieges stets bewußt bleiben und nie
vergessen, daß der politische Kampf, den der
Arbeiter ünd Bauer, der Kumpel und der
SA.Manngeführthaben, auch uns erst die
Voraussetzung für die kulturtelle Arbeit
geschaffen hat Kurt KölschGaukufturr

Sünger und Süngerinnen der Westmark!
Ein Jahr vollendet seinen Lauf, das für uns im
Sängergau Westmark ungewöhnlich reich war an
dedeutenden Ereignissen, großem Erleben und mühe—
voller, aber beglückender Arbeit.
Das Jahr der Freiheit und der Heimkehr
wird es ewig im Buch der Geschichte unseres Volkes
heißen. Es brachte die Erfüllung dessen, was unsere
Bruͤder und Schwestern der Saar und wir mit ihnen in
den Jahren der Bedrückung in den Liedern der Treue
und der Sehnsucht gesungen: Deutsch ist die Saar!
Man kann nicht zahlen⸗
mäßig feststellen, welchen ge⸗
waltigen Anteil das deutsche
Lied an diesem Sieg des
Volkstums über nüchterne
Berechnung, Lüge, Egoismus
besitzt. Aber nie darf man
vergessen, daß in unsern Lie—
dern und Gesängen die Kraft
des deutschen Gemütes lebt,
und daß sie Waffen der
Seele im Kampf um
unseres Volkes Wie—
dergeburt sein können
und sein müssen.
Das scheidende Jahr
brachte den Zusammenschlutz
der beiden fruͤheren Gaue 13
und 14 zum Sängergau
Westmark mit rund 1300
Vereinen und 110000 Mit—⸗
gliedern, die den festen
Willen besitzen, ihre statt⸗
lche Organisation geschlos⸗
sen und zielbewußt ein⸗
zusetzen zur Lösung unserer
külturpolitischen
Aufgabe im Heimat—
gau.“ Es ist unmoͤglich, alle
die vielen und muͤhevollen
Arbeiten aufzuzählen, die
der Zusammenschluß brachte,
aber daß sie erfolgreich und
reibungslos vollbracht wer⸗
den koͤnnten, das danke ich
der treuen Hilfe und Mit—⸗
sorge der Sangerführer im
Gau, in den Kreisen, Grup⸗
pen und Vereinen und nicht zuletzt der freudigen Gefolg⸗
schaft aller Sänger und Sängerinnen.
Mit einem hergzlichen Dank verbinde ich die Bitte,
nun mit ganzer Kraft, mit starkem Willen und mit
freuem Herzen die Aufgaben des neuen Jahres 1936 in
Angriff zu nehmen.
Das Jahr 1936 muß für uns das Jahr der
bewährung und des Aufstieges werden.
Zum ersten Male werden 40 000 Sänger und Sänge⸗
Innen der Westmark aufgerufen zu einem gemeinsamen
            
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