FRreis Daun.
Sänger⸗Zeitung des Gaues Westmark.
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Herrn Gerichtsinspektor Löow als Vereinsführer vor, der schließlich
dieses Amt übernahm, das Herr Bühler in der schicksfalsschweren Zeit
des Saarlandes in unermüdlicher Anbeit und Ausfopferung und mit
den größten Erfolgen verwaltet hatte.
Die Kultur⸗ und vaterländische Arbeit, die unter Leitung von Ober—
regierungsrat Bühler vereint mit Chormeister Beck während der
letzten, 12 Jahre in der Sängervereinigung Homburg geleisiet wurde,
wird für die neue Vereinsführung ein aufbaufähiges Fundament für
die Weiterarbeit abgeben
Der Kammerchor der Sängervereinigung Homburg war am 19. und
20. Oktober 1988 zu einer kleinen Konzertreise in die Eifel gefahren.
Innerhalb 24 Stunden wurden drei Konzerte in Waxweiler, Prüm
ind Trier gegeben. Die Liederfolge in diesen Konzerten, die von den
Konzertbesuchern mit großem Beifall aufgenommen wurden, wurden
durch Cello-Solis von Ludwig Gräf, von Albert Großklos am Flügel
in vornehmer Weise begleitet, ergänzt. Die Konzerte, die durch
Lhormeister Bechk geleitet wurden, und deren Programme den Richt—
inien des deutschen Sängerbundes angepaßt waren, wurden von den
Bbesuchern in dankbarer Weise aufgenommen.
Chorleiter Beck hat zweifellos in fleißiger und zielbewußter Arbeit
den Kammerchor auf eine anerkennenswerte Höhe echter Kunst—
rusübung gebracht.
Am 20. Oktober, nachmittags, waren die Vereinsführer und Chor—⸗
seiter des Sängerkreises Daun zum Hotel Fries in Daun eingeladen.
Der Sängergauführer, Sbr. Kipp, selbst war erschienen, um den
äußersten Kreis seines Gaugebietes und dessen Vereinsführer persön⸗
lich kennen zu lernen und erneut zur tatkräftigen Mitarbeit an
unserer Sängersache aufzurusen. Der Kreisführer Sbr. De. Masson
begrüßte den Gauführer und die erschienenen Vereinsführer und
Chorleiter. Der MG8B. Daun schloß sich mit dem deutschen Sünger⸗
gruß an. Gauführer Kipp sprach dann über Weg und Ziel des
DoB8è. Nach einem kurzen Rückblick in die Geschichte des deutschen
Besangeslebens zeigte er den Weg auf, wie das deutsche Lied, aus
der Volksseele geboren, wieder den Weg zur deutschen Volksseele
zuͤrüchfinden müsse. Kein Verein habe heute mehr in falscher Ich—
sucht das Recht, nur Geselligkeit zu pflegen und sich in seinem Ver—
einslokal einzukapseln, er müsse vielmehr unter das Volk gehen und
in offenen Singstunden die Volksseele zum Klingen bringen. Das
Ziel der Sängerbewegung ist ein singendes Volz Am 1. Mai, am
Erntedanktag und anderen großen nationalen Veranstaltungen soll
der Mannerchor machtvoll zur Verschönerung der Feste und Begeiste—
rung der Bevölkerung beitragen. Heute sei der Sänger ein Kämpfer
und ein Soldat Adoif Hitlers Wenn wir so unsere Aufgabe erfaßt
hätten, werde es uns gelingen, als gleichberechtigte Kämpfer des
Dritten Reiches angesprochen zu werden.
Zum Schluß sprach Gauführer Kipp über, die Sängertagung 1936
in Saarbrücken. Er betonte, diese Veranstaltung werde zeigen, daß
die deutsche Sängerschaft mitten un Kampfe um die Wiedererxoberung
der deutschen Volksseele stehe und gewillt sei, diesen Kampf bis zur
Erreichung des Endzieles durchzuhalten. Es müsse möglich sein. daß
alle Sunger im September 1936 nach Sgarbrücken kämen. Durch Ein⸗
segung von Sonderzügen werde der Fahrpreis auf ein Viertel er—
maßigt. Ohne Opfer für jeden einzelnen könne der Zweck der Ver⸗
anstaltung nicht erreicht werden. Den sehr lehrreichen und anspornen⸗
den Ausführungen des Gauführers schloß sich eine persönliche Aus—
sprache an, die mit dem deutschen Sängergruß und einem herzlichen
Ddank an den Gauführer ausklang. Gr.
Gruppe IUI des Sängerkreises Daun veranstaltet Sonntag, den
177 Rovember, im Saale Michagelis in Jünkerath ein öffsentliches
Bruppenfingen. Es werden gesungen als Massenchöre: 1. Laßt uns
durch die Lande schreiten. 2. In einem kühlen Grunde. 3. Deutsch⸗
jand, dir mein Bäterland. Außerdem singt jeder Verein noch ein
Ldied nach freier Wahl.
streis Merzig.
In Hilbringen kamen die Vertreter der Gesangvereine des Kreises
MNerzig zur Herbstkreistagung zusammen. die durch die Anwesenheit
des Führers des Sängergaues ‚Westmark“, Kipp, und einiger Herren
des Führerrates besondere Bedeutung gewann. Nach kurzer Be—
zrüßung durch Kreisführer Giebler ergriff Gauführer Kipp das
Vort, um in grundlegenden Ausführungen die „Ziele der deutschen
Zzängerschaft im neuen Gau Westmark“ zu umreißen. All die kleinen
Zzorgen und Nöte unserer Vereine müssen weichen vor der Grund—
rage der Daseinsberechtigung des DSB. In den kommenden Jahren
saben wir ganz besondere Aufgaben zu erfüllen. Das deutsche Lied
nuß zu einem politischen Kampfmittel werden, da ihm die Eigen—
chaft innewohnt, das Volk zusammenzuführen. Es habe sich gezeigt,
daß das deutsche Lied zu einem Bollwperk geworden sei gegen
Bbolschewisierung und Volksverführung. In der kulturpolitischen Ge—
taltung des Lebens unseres Volkes für alle Zeiten ist das Ziel zu
ehen. Lossagen müsse sich der Sänger von Vereinsmeierei und
Aeußerlichkeiten. Es darf nicht mehr heißen: was wirkt, was ge—
ällt, sondern: was ist deutsch. was kommt von der deutschen Seele,
vas spricht zu ihr. Was den Zusammenschluß der Vereine angehe,
ei der erwartete Erfolg ausgeblieben. Nur freiwilliges und gegen—
eitiges Einverständnis fördert den Zusammenschluß, mit Gewalt sei
rnichts zu erzwingen. Dann gibt der Gauführer Aufklärung über die
zufammenarbeit mit der NS.-Kulturgemeinde. Die Sänger des
ßaues 18 haben die Verpflichtung, in ihrer Weise mitzuhelfen, das
deben unseres Volkes zu pflegen, das kulturell-feelische Leben
unseres Volkes zu betreuen und sein Seelentum zu wecken.
Kreiskulturwart Schwind sprach über die Ausgestaltung der Vor—
ragsabende der NS.-Kulturgemeinde und bat um rege Mitarbeit der
gesangvereine. Ueber die große Sängerkundgebung der Westmark,
die im September nächsten Jahres in Saarbrücken stattfindet, sprach
ßauchormeister Beck. Er wies darauf hin, daß es notwendig ist, mit⸗
uhelfen, die Westmark als ein für alle Zeiten unüberwindliches,
zulturpolitisches Bollwerk des Reiches auszubauen. Der Grundge—
danke' des Festes soll sein die Herausstellung des Bauerntums, des
Arbeitertums und der Wehrhaftigkeit. Gauchormeister Gödtel be—
ichtete über die organisatorischen Aufgaben diefer Sängerkundgebung.
die scheinbar bestehenden finanziellen Schwierigkeiten zur Durch—
ührung dieser Kundgebung behandelte er von einem Standpunkt,
»er den Sängern zeigte, was Volksgemeinschaft und was Sanges—
rüderlichkeit ist. Nach Erledigung einiger otganisatorischer Fragen
var die reichhaltige, bedeutsame Tagung, die von sauber vorge—
e Liedervorträgen der „Harmonie“ Hilbringen umrahmt war.
erschöpft. —
Der Dirigent des Fabrik⸗ und Brauerei-Gesangvereins, Sanges-»ruder
Herres, unter dessen Stabführung beide Vereine, die sich zu
iner UÄrbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen, manche beachtliche
krfolge erzielten, hat infolge seiner Versetzung den Dirigentenftab
aiedergelegt. Im — ——— hat Chormeister Lambert, im
Zrauerei⸗GB. Musiklehrer Bonner die Stabführung übernommen.
Welch großes Interesse der Sängerbewegung und den kulturpoli⸗
tischen Aufgaben des BDeutschen Sängerbundes entgegengebracht wer⸗
den. bewiesen die am 2W. September in Merzig, Besseringen, Keu⸗
hingen, Saarhölzbach, Brotdorf und Wadern zum Teil fehr gut
esuchten Versammlungen des Sängerkreises Merzig, in denen Mit⸗
zlieder des Gauführerrats über die „Kulturpolitischen Aufgaben des
aues Westmark“ sprachen. In allen Versammlungen zeigte sich der
Kreis Homburg-Zweibrücken.
Der letzte Kreisbericht, veröffentlicht in der „Sängerzeitung“ Nr. 5
eom August 1935, beschäftigte sich mit den Veranstaltungen auf gesang⸗
ichem Gebiet im Kreise Homburg bis Mitte Juli 1835. Die nun
solgende Ferienzeit brachte eine gewisse Ruhe im Sängerleben,
Penigstens soweit Veranstaltungen vor der Oeffentlichkeit in Frage
ommen.
Eine Tagung des Sängerkreises Homburg im Gau 18 fand am
21. September 19835 unter Vorsitz des Kreisführers, Oberregierungsrat
Bühler, statt. Sämtliche angeschlossenen Vereine hatten ihre Vertreter
entsandt. Rach Bekanntgabe der 25 Namen der Sängeriubilare, die
mit der Ehrennadel ausgegzeichnet wurden, erläuterte der Kreisführer
die Ziele und Wege des Deutschen Sängerbundes. Nach seinen Aus—
führungen müsse das Lied Ausbdruck deutschen Seelenlebens sein und
der politischen Willensschulung dienen. Der Unterbau von allem müsse
das Voskslied sein. Sänger sein, sei Dienst am Vaterland. Die Aus—⸗
führungen des Kreisführers ergünzte Gauchormeister Beck, der dar⸗
steilte, wie die Sänger der Volksgemeinschaft dienen könnten. Seite
ain Seite mit der RSG. „Kraft durch Freude“ sollen die Gesang⸗
dereine mithelfen am Aufbau des Vaterlandes. Chormeister Weltert
gab ein lebendiges Bild über die Schulungskurse und die offenen
Singstunden. Der Kreisführer gab weiter in großen Zügen das Pro⸗
gramm der im September 1036 in Saarbrücken stattfindenden Gau⸗
sängerkundgebung bekannt. Der Kreis Homburg wird sich an der
autagung hundertprozentig beteiligen. Das Wertungsslingen 1936.
an dem sich 10 Vereine des Kreises beteiligen, findet am 18. Januar
in Mitlelbexbach statt. Die Ausweiskarten für die „Stagma“ wurden
den einzelnen Vereinsführern ausgehändigt. Der Bericht des Kassen⸗
führers Feß ließ erkennen, daß saäͤmtliche Vereine ihren Verpflichtun⸗
gen nachkommen.
Zum Schlusse der Versammlung forderte der Kreisführer, Ober⸗
regierungsrat Bühler die Vereinsführer auf, weiter mit Liebe und
Ueberzeugung der idealen Sache zu dienen und schloß die außerordent⸗
anregende Sängertagung mit einem Sieg-Heil auf unseren
ührer.
Die Sängervereinigung Homburg hielt am 27. September 1935 ihre
ordentliche? Jahresverfammilung ab. Vereinsführer Bühler leitete
dieselbe und gedachte vor Eintritt in die Tagesordnung der im letzten
Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder und derjenigen die draußen und
in der Heimat für „das Höchste“ ihr Leben dahingaben
Der GSeschäftsbericht ließ deider einen erheblichen Rückgang der
Pitgliederzahl erkennen. Nach Bekanntgabe des Geschäftsberichtes
und des Kaffenberichtes hielten Bereinsführer Bühler und Chormeister
Beck ein Referat über die im kommenden Jahre stattfindende große
Zaukundgebung in Saarbrücken, die bestimmend sei für die Vere ins⸗
axbeit im kommenden Jahre. Anläßlich des 78jährigen Vereins—⸗
ubnaums im Dezember d. Is, soll ein schlichtes Konzert (ein Längs;
schnitt der 12jährigen gesanglichen Arbeit des Vereins) veranstaltet
vwerden Die Veteinsfatzung wurde entsprechend der Mustersatzung an⸗
denommen.
Der Vereinsführer, Oberregierungsrat Bühler, gab nach Erledigung
der Tagesordnung bekannt, daß es ihm fernerhin nicht mehr möglich
fei, die Vexeinsgeschäfte zu leiten und bat die Versammlung, ihm
Vorschläge für einen neuen Vereinsführer zu machen. Nachdem seitens
der Verfammlung keine Vorschläge erfolgten, schlug Herr Bühler
Sterbebafel.
Erna Jung,. aktive Sängerin des Gesangvereins
Hundheim, gestorben am 1. November 1935 im
Alter von 24 Jahren.
Stumm schläft die Sängerind.
Gau. Kreis und Verein bewahren der heim⸗
gegangenen Sangesschwester ein ehrenvolles Ge⸗
dächtnis!