Sänger-Zeitung des Gaues Westmark.
Seite 39
wir zunächst einen allen deutschen Gauen gemeinsamen Stamm
bon Weihnachtsliedern. Die übrigen sind zum großen Teil nur
durch einige Abänderungen der Texte, durch den Dialekt oder
durch Variationen in der Melodie, voneinander unterschieden.
Das Thema ist stets das gleiche: Die große Freude über den
Bveginn der Erlösung. Das Herz des kindlichen Volkes redet
zum Kind in der Krippe. Typisch für viele deutsche Weihnachts—
lieder ist das Bedauern des armen Kindes, das der winterlichen
Kälte ohne genügenden Schutz ausgesetzt ist, ein Beweis, daß
diese Lieder nordisch-deutschen Ursprungs sind. Naturhaftes
echtes Volkstum spiegelt sich in diesen kindlich-dichterischen
diedern wieder.
Kein anderes Fest konnte der Bildung einer Volks—
gemeinschaft so dienlich sein wie das Weihnachtsfest, vas
in allen deutschen Gauen dieselben Lieder erklingen läßt. Und
so muß die Weihnachtsfeiergestaltung gerade in unserer Zeit
diesem Gedanken Rechnung tragen. Jede Weihnachtsfeier, sie
mag stattfinden wo immer es sei. muß die Gemeinschaft er—
fassen. Mehrstimmige Chorlieder sollten nur der Abwechslung
dienen, nicht aber Selbstzweck sein. Eine weise Beschränkung
auf gute-Bearbeitung alter deutscher Weihnachtsweisen kann
einer auf zustimmende Kritik rechnenden Feiergestaltung nur
dienlich sein.
Jedes Lied, aber erst recht das Weihnachtslied, muß Ausdruck
unseres innersten Lebens sein, und das finden wir am schönsten
in den uralten Liedern, die uns aus dem frühen Mittelalter
als lebendiges Erbgut des gemütstiefen deutschen Volkes er—
halten sind. M. Beck. Homburgq-Pfalz.
Wir verweisen zur künstlerischen Gestaltung von Weihnachtsfeiern
u. a. auf folgende Werke: Albert Greiner, Weihnachtssingen
der Augsburger Singeschule. Verlag Böhme-Augsburg. Armin
Knab, Weihnachtslieder, Verlag Schott-Mainz, Weihnachtsspiele
von Walter Rein und Joseph Haas, desgl. Ludwiqg
Weber, z. T. mit Schülerorchester. (Die Schriftleitung.)
us dem Sängergan Westmark.
Schriftwechsel. Sängergauführer Kipp bittet, daß die Vereins—
zirigenten ihre arareet Angelegenheiten möglichst
unmittelbar mit ihren zuständigen Gnegeweln besprechen
wollen. Alle gauamtlichen Anfragen und Mitteilungen
sind an die Gaugeschäftsstelle Saarbrücken, Sängerheim Stadt⸗
park Ludwigsberg, zu richten. Der Gauführer bittet, an ihn
selbst nur wirklich persönliche Angelegenheiten zu schreiben.
Die Vereinsführer werden erneut darauf aufmerksam gemacht,
daß die Sänger-Ehrennadeln bei dem zuständigen
Sängerkreisführer zu beantragen sind. Die Ehrungen erfolgen
bei 2- und 40jähriger Aktivität. Chorleiter, die 28 und mehr
Jahre einen Verein geführt haben, erhalten neben der Sänger—
Ehrennadel eine Ehrenurkunde. Biich dieser Antrag ist dem zu—
ständigen Sängerkreisführer vorzulegen.
Zahlreiche Vereine senden in liebenswürdiger Weise an die
Mitglieder des Gauführerrates Einladungen zu ihren
Konzerten. Es ist selbstverständlich unmöglich, jeder Ein—
ladung zu folgen und für jede im einzelnen den Dank auszu—⸗
sprechen. Deshalb wollen alle Vereine auf diesem Wege für die
bisherigen und die künftigen Einladungen den herzlichen Dank
der Mitglieder des Gauführerrates entgegennehmen.
Bei manchen Vereinen besteht noch die aus liberalistischer
Denkweise stammende Gepflogenheit, bei ihren Vereinskonzerten
Nicht mitgliedervondem Besuchauszuschließen.
Der Gauführerrat nimmt an, daß es nur des Hinweises bedarf,
daß ein solches Verhalten mit dem Gedanken der Volks—
gemeinschaft unvereinbar ist und daß unsere Gesang—
bereine um ihrer selbst willen heute mehr denn je bestrebt sein
müssen, aus ihrer Vereinzelung herauszukommen um sich in das
Ldeben des Volkes einzubauen.
Chorleiterschulung!
An sämtliche Chorleiter der Kreise:
Trifels. Westpfalz. Fa St. Ingbert, Homburg
mit Höcherberggruppe und Glan.
Für die Chorleiter dieses Gau⸗Gebietes findet eine dreitägige
Thorleiterschulung statt. Für die sechs Kreise werden drei
Zentral⸗Schulungsorte bestimmt.
Schulungslagerel findet am 29., 30. 31. Dezember 1935 statt.
Schulungslager I findet am 2., 3.4. Januar 18936 statt.
-cchulungslager I1 findet am 5., 6., 7. Januar 1986 statt.
Die Kreis-Chorleiter werden Anfang Dezember jeden Chorleiter
und auch die Vereinsleiter über:
a) Ort und Zeit der Schulung,
d) über alles weitere ausführlich benachrichtigen.
Teilnahme ist für jeden Chorleiter Pflicht.
Beurlaubungen können nur in ganz dringenden Fällen auf be—
ndeien Antrag des Chorleiters durch den Kreis-Chorleiter
erfolgen.
Im Brennpunkt der ganzen Schulung steht unsere
Sängerkundgebung.
Heute wird schon darauf aufmerksam gemacht, daß die Parti—
turen zu:
a) „Unser Volk singt“,
b) „Volk im Lied“
von jedem Teilnehmer mitzubringen sind.
KeBraun. Gau-Chorleiter.
Zdur Schulungsarbeit in den Süngerkreisen
Rhein⸗Hardt, Speyergau, Leiningen, Sickingen, Donnersberg
und Oberstein⸗Idar.
Die Schulungsarbeit vollzieht sich in drei Wellen:
1. Chorleüterschulüung. Die Chorleiter werden gruppen⸗
veise zur gründlichen Besprechung der Partituren zum Gaufest zu—⸗
ammengefaßt. Zu diesen Besprechungen sind von allen Chorleitern
die Partituren der Lieder und Chöre des Gaufestes mitzubringen.
Aus dem beigefügten Plan ist zu ersehen, daß alle Gruppen des
zanzen Gaugebietes erfaßt sind. Im Anschluß an die Chorleiter—⸗
hesprechung wird, zumeist am darauffolgenden Tage, die
2. Gruppenübung durchgeführt. Daran nehmen alle Sänger
der einzelnen Gruppe teil. In der Gruppenübung werden die Fest—
höre studiert; es ist selbstverständlich, daß auch die Chorleiter daran
eilnehmen. Bei diesem Studium muß gründliche Arbeit geleistet
verden. Es sind regelmäßig 21/2—8 Stunden vorgesehen. Die Ver—
ine haben das Notenmaterial mitzubringen. In der Chorleiter—
chulung werden die Lieder bestimmt, welche in der Uebung erarbeitet
werden. Um die Erfolge der Chorleiterschulung und Gruppenübung
zu überprüfen, werden im kommenden Frühling in allen Gruppen
3. Wertungssingen durchgeführt. Hierbei wird nach den Be—
stimmungen der Richtlinien des TEB. verfahren. Die Liste der
Wertungssingen wird in der nächsten Nummer der Gauzeitung ver—
zffentlicht. Bei den Singen wird von den Chören nur das Liedgut
des Gaufestes dargeboten. Nähere Anweisung erfolgt!
Die gesamte Schulungsarbeit steht im Tienste der Vorbereitung
der Sängerkundgebung in Saarbrüchen. Sie ist also ganz
auf praktische Arbeit eingestellt. Die Gauführung erwartet, daß im
sinblick auf die kulturpolitische Bedeutung der Kundgebung alble
Thorleit'er und alle Sänger die Teilnahme an der
Schulungsarbeit als ernste Verpflichtung betrachten.
Seil ßitler!
K. Gödtel, Gauchorleiter
1. Chorleiterschulung.
Am 16. 11. in Dürkheim für die Chorleiter der Gruppen Dannstadter
Höhe, Limburg, Wachtenburg:
am 23. 11. in Kirchheimbolanden für die Chorleiter der Gruppen
Bolander- und Donnersberggruppe; J
am 7. 12. in Speyer für die Chorleiter der Grüppen Speyer und
Germersheim;
am 14. 12. in Grünstadt für die Chorleiter der Gruppen Unterhardt,
Zellertal, Stumpfwald; »*7
am 21. 12. in Otterbach für die Chorleiter der Gruppen Eulenkopf
und Ilkenkopf; J
am 11. 1. 36 in Winnweiler für die Chorleiter der Gruppen Falken⸗
stein und Langmeil;
( Bsbesuchen Sie bitte unsere grote
—9900 Spielzeug-Schau im zweiten Stock
PASSASEMAOFMAus