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Mßnoer⸗Ateitung des Gques Mosftmark.
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Der Tag des deutschen Buches richtet das Augenmerk unseres
Volkes mit besonderer Eindringlichkeit auf die Tiefe und den Reichtum
deutscher Geistigkeit, wie sie im deutschen Buche Ausdruck gefunden
hzat. Das Gaukulturamt Westmark hat in diesem Jahre besonders
lebhaft seine Werbekraft für deutsches Buch und deutsche Musik ent—⸗
faltet. Unsere „Sängerzeitung“ wird anläßlich des bevorstehenden
Weihnachtsfestes nicht daran vorüber gehen wollen und können —
wenn auch nur mit einigen Hinweisen — zu dienen. Wir empfehlen
das deutsche Buch nicht nur für den Gabentischder Familie,
sondern auch als bleibend wertvolle Gabe für verdiente Sänger,
Sängerführer und Chorleiter. Jede gut geleitete Buchhzandlung
steht dem Käufer gern und unverbindlich auf Grund
don Kenntnis und Erfahrung bei der Auswahl beratend zur Ver—
fügung. Es ist ausgezeichnete Literatur schon zu den niedrigsten
Preisen zu haben; es fsollte sich deshalb niemand scheuen. den Rat
fseines Buchhändlers zu erbitten.
jemeinen Entwicklung deutlich verfolgen; deshalb werden sie eines
kages nicht mehr ihrer aktuellen Werte wegen gelesen werden,
ondern geradezu als Urkunden einer großartigen, aber folgenschweren
MNenschheitsdämmerung gelten. Deutschland, das in USA. oftmals viel⸗
jeschmähte und verlästerte Deutschland, ist unter Anspannung aller Kräfte
der Vernichtung entronnen. „Was nützt es“, so sagt Colin Roß, „daß
nan in Amerika Faschismus und Nationalsogialismus herabsetzt, ohne
etwas Besseres dafür zu haben, zumal die Massen unter der eigenen
Demokratie nicht besser dran sind als die in den Ländern, deren
Regierungs-, Wirtschafts- und Lebensform man verkleinert“. Und an
iner anderen Stelle des Buches heißt es: „Welchen Wert besitzt eine
Ddemokratie für die 70 bis 80 vom Hundert der Bevölkerung, die
zaum ihren Lebenunterhalt verdienen, wenn die Reichtümer des
eichsten Landes der Welt von zweitausend Menschen kontrolliert wer—
»en?“ Krasser Wirtschaftsegoismus, die vielgepriesene „Freiheit“ eines
icht amerikanischen, brutalen Kapitalismus, der es nicht einmal für
nötig hält, seine arbeitslos gewordenen treuen Diener durch eine
zarge Unterstützung vor dem Hunger zu bewahren, tun in blinder
Tdorheit ihr übriges, um den Ernst der Lage noch zu verstärken.
5chonungslos zieht Colin Roß den verhüllenden Schleier von der
Naͤske der Wohlhabenheit und Sättigung und zeigt uns Amerikas
vahres Antlitz, in das die Zeichen tieser Not und harter Entbehrun—
zen eingegraben sind. Wer die früheren Werke von Colin Roß kennt,
vird mit Begeisterung nach dem neuen Buch greifen. Es ist eins von
den Büchern, die man gelesen haben muß, wenn man die Welt be—
rreifen will Und wer anfängt, darin zu blättern, den hält es in
einem Bann. Denn Colin Roß zeigt uns nacktes Leben auf jetzt zwar
chlafenden. aber gefährlichen Vulkanen—
Den Freunden des deutschen Liedes legt der Wilhelm Limpert—
Verlag, Berlin SWeusgs, den neuen „Deutschen Lied-⸗Kalender 19360
bor. Er ist der Kalender für alle lieder- und sangesfrohen Menschen.
Er will die Lebensverbundenheit des gemeinsamen Singens und
Musizierens in unserer Zeit vor Augen führen. Ueberaus schöne
Bilder in Verbindung milt textlichen Abhandlungen und Liedern auf
der Rückseite erheben diesen Kalender zu den schönsten dieser Art.
Altes Volksgut ersteht im Liede zu neuem Leben. Echt deutscher,
vaterländischer Geift strömt aus den einzelnen Blättern. Der Kalender
vill an einer umfassenden Verbreitung des Liedes als Gemeingut des
deutschen Volkes mithelfen und mittragen und die mannigfachen
Möglichkeiten aufzeigen, die dem Lied einen Platz im deutschen Volks—
leben geben. Er ist der Kalender für das Haus jedes deutschen
Sängers und Musikfreundes. Der Stückpreis beträgt 2- RM. — Als
sinnvolle Gabe werden stets in unseren Kreisen die Lebens—
zeschichte unserer großen Tonschöpfer willkommen
geheißen, wie sie in guter Ausstattung, mehr oder minder reich be—
bildert, zu billigen Preisen erhältlich sind. Jeder Buchhändler weist
ganze Serien dieser Literatur nach.
Der Verlag Georg Westermann, Braunschweig, legt dem deutschen
bolke und der deutschen Jugend u. a. drei Werke auf den Weih—
aachtstisch, die in uͤnseren, Tagen, die von Kämpfen um
rationale und völkische Selbstbehauptung erfüllt
ind, besondere Beachtung verdienen. Zunächst das fesselnd get
chriebene Heimatbuch der NVordfriesin Ingeborg Andresen „Die Stadt
ruf der Brüche“, Preis 4,80 RM. Mit ihrem ebenfalls aus Nord⸗
chleswig stammenden Gatten kam sie aus der Kreishauptstadt in die
deimat zurück, als die Gewaltfaust von Versailles die Heimatscholle
edrohte. Zwei Jahre standen beide in Südschleswig mitten im
ßrenzkampf der Abstimmungszeit und folgten darauf dem nationalen
ßegner in das vom Reich abgetrennte Nordschleswig. Sieben Jahre
ang halfen sie dort auf allen Gebieten der Volksgemeinschaft, deut⸗
ches Leben zu sichern und zu vertiefen, um danach auf reichs—
»euischem Boden die gleiche Volkstumsarbeit fortzusetzen. Wie ein
eutscher Grenzstamm, vom Kernvolk und seinem damaligen Schein⸗
taat fast vergefsen, ja preisgegeben, von sich aus tastend den Weg
u volksdeutscher Haltung und Wiedergeburt findet, das ist der
Inhalt dieses Romans, der damit weit über das Einzelschicksal einer
andfchaft hinaus symbolische Bedeutung hat als Gesamtschau des
debeus und Ringens einer deutschen Volksgruppe „vor den Toren
des Reichs“. Die Dichterin gibt ein wahrhaftiges Bild der brodelnden
verhältnisse, wie sie in den ersten Jahren nach der Einverleibung
Noroͤschleswigs in Dänemark herrschten. um dann zu zeigen, wie
iese ftaatlich abgesprengte deutsche Volksgruppe sich durch Ent—
äuschung und Versagen zur Wahrung und Neugestaltung ihres Volks⸗
ums durchringt. — Das zweite Werk dieses rührigen Verlags, auf
as wir die Aufmerksamkeit richten wollten, ist ein historischer
Roman von Hjalmar Kutzleb, dem bekannten vaterländischen Dichter,
den unsere Regierung übrigens soeben als Professor für Geschichte
ind Vorgeschichte an die Hochschule für Lehrerbildung nach Weilburg
erief. vVas Werk heißt „Herzog Sterngucker“, Preis 4,80 RM. es
ückt als Helden einen kleinen Fürsten des ausgehenden 18. Jahr⸗
dunderts in den Mittelpunkt. Seine Untertanen nennen ihn Herzog
zterngucker. Dieser Bernhard von Waltersburg muß als junger Prinz
eine Hoffnung auf ein zurückgegogenes Gelehrtendasein aufgeben;
er Tod des Thronfolgers, die Krankheit seines Vaters stellen ihn
rüh an die Spitze seines Ländchens. Er nimmt seine Aufgabe ernst,
zerzichtet auf eigene Wünsche, verheiratet sich nach dem Gebote der
Ztaatsraison und bemüht sich, nicht nur das Selbstverständl'che zu
eisten, sondern seine Untertanen zu besseren Menschen zu machen.
zreriebte den Schmerz der Enttäuschung und auch die Freude der
ẽkrfüllung. Der große Göttinger Gelehrte Lichtenberg wird sein
dreund, Ekhof, der Vater der deutschen Schauspielkunst. der junge
zffland wirken an seinem Hofe. Karl August von Weimar und
ßoethe, Therese Heyne, sräter Forsters Gattin, und ein bäuerlicher
Nagier streifen vorüber. Das historische und doch zeitnahe Werk ist
nehr als ein bloßer Unterhaltungsroman, — Als drittes Werk
sennen wir .Die Sippe der Uhlenklooks“ von Gustov Kohne, zu
zleichem Preise. Es ist eine spannende deutsche Sippengeschichte durch
ier Jahrhunderte, augleich eine treffliche Kulturgeschichte. die uns
m ersten Teil „Unterm Kienspan“ in das Zeitalter der Reformation,
n zweiten Teil“ Im Kerzenlicht“ in die Rokokozeit, im dritten „Im
zchein der Bogenlampe“ in die Gegenwart führt. Wir möchten unsere
zefer nachdrücklichst auf historische Romane dieser Art hinweisen,
veil sie in Volk und Jugend den geschichtlichen Sinn wecken und
befeuern, der uns erst fähig macht, die Größe der Stunde zu
rkennen, die uns Adolf Hitler geschenkt hat!
Gerade aus dem Geiste der nationaleen Bewegqung
unserer Tage heraus halten wie die Werbung geschicht⸗
dichen Denkens und Nachdenkens für ein besonders ver⸗
ienstliches Beginnen. So empfehlen wir aufs nachdrücklichste
Glutende Zeit“, ein Weg gus Fesseln zur Freiheit, von
ilhelm Kotzde⸗Kottentodt, Verlag J. F. Steinkopf, Stuttgart. Mit
Anen farbeuprächtigen. fesselnden vaterländischen Romanen hat der
Die Gegenwart hat wieder ein Ohr für das Hohelied des
heldischen Menschen. Dieser Aufgeschlossenheit begegnet im
VerlageF. A. Brockhaus, Leipzig, ein deutscher Weltreisender und
Forscher, der als erster mit Frau und Kind die Arktis durchquert
hat, Hr. Colin Roß mit seinem bildgeschmüchten Werk: „Mit Kind und
sdegel in die Arütis.“ Im Norden ist noch Platz, viel Platz bis in
das ewige Eis hinauf, in dessen Reich eine beschränkte Anzahl
Menschen der Natur ein glückliches Dasein abzutrotzen versteht. Die
Menschen des frostigen Norden gehören zu den fröhlichsten Völkern
der Erde. Aber selbst dem rein rechnenden Sinn bietet der Norden
zußer dem Polflug, dessen Verwirklichung das Verkehrsbild der Erde
von Grund auf üumgestalten wird, noch allerlei: unübersehbare
Mineralschätze, Renntier⸗ und Moschusochsen-Zucht und die meteorolo—
gische Beobachtung, die einmal viel genauere und langfristiges Voraus⸗
sagen gestatten wird, als sie heute möglich sind. Das Buch „Mit Kind
und Kegel in die Arktis“ nun ist das quicklebendige und auf jeder
Zeile interessante Reifetagebuch der Familie Colin Roß. Der Ver—
fasser plaudert in seiner bekannt reizvollen Art von kleinen persön⸗
lichen Dingen, Familienfreud und ⸗zaleid, und von Wirtschaft, Politik
und Weltanschauung, von riesigen Eisbergen, hübschen Eskimofrauen,
großen Eisbärjägern und einsamen Polizeiposten. Das Buch ist aber
heine seriöse Abhandlung, sondern Colin Roß, der kluge Wanderer
zwischen vielen Welten, hat hier mit meisterhafter Feder so etwas
wie ein Bildnis der wilden, grenzenlosen Arktis gemalt. Und am
Ende hat der Leser mehr Wesentliches erfahren, als wenn er eine
Reihe dicker Wälzer studiert hätte. Das kommt daher, daß Colin
Roß die nicht gerade alltägliche Gabe besitzt, mit scharfem Späher—
blick das Wesentliche und Einmalige am Land und am Menschen zu
erfassen und klar, kurz und treffend zu beschreiben. Er gestaltet den
ungeheuren Stoff mit sicherer Hand zu einem romanhaft spannenden
Lehr⸗ und Lesebuch der Arktis, das in der vorhandenen, unglaublich
reichen Polarliterätur seiner Art nicht hat. Es sei zur Weihnacht
värmstens empfohlen! Mit gleich warmer Empfehlung begleiten wir
das in gleichem Verlage erschienene Werk des berühmten deutschen
Forschers und Gelehrten. Man hat Colin Roß einmal einen Signalisten
einer neuen Zeit genannt. Ein Signalist ist ein Mann, der auf
akustischem oder optischem Wege Nachrichten oder Warnungen ver—
mittelt. Die optischen Mirtel von Colin Roß sind seine Bücher, die
akustischen seine Vorträge. Die Nachrichten, die er gibt, sind seine
Berichte über das, was er auf seinen Weltreisen gesehen hat, und
die Warnungen: die Schlüsse und Folgerungen, die er mit unerbitt—
licher Logik, „raubvogelscharfem Instinkt und vistionärer Prophetenzgabe“
aus den Dingen zieht. Am 4 Juni erreichte dieser „beste Reise—
schriftsteller Deutschlands“ das Alter von 50 Jahren — ein Anlaß
mehr, sein neues Buch „Amerikas Schicksalsstunde, Die Vereinigten
Staäaten zwischen Demokratie und Diktatur“ (Mit 74 Abbildungen
und einer Karte) auch an dieser Stelle zu würdigen. Die neue Zeit,
die der Signalist seit Jahr und Tag ankündigt, ist das Erstarken
des Notlonalismus, der rassischen Gedankenwelt,
und die Geburt des vpölkischen Sozialismus auf der
ganzen Erde. Diese Ideen sind nicht an die weißen Völker gebunden,
auch in der Welt der sfarbigen Rassen beginnen sich ähnliche Ziel—
setzungen zu zeigen. In den mitreißend interessanten, halb politischen,
haib abenteuerlichen Büchern von Colin Roß „Der Weg nach Osten“,
Südamerika, die aufsteigende Welt“, „ßeute in Indien“, „Das Meer
bder Entscheidungen“, „Die erwachende Sphinx“, „Der Unvollendete
Kontinente, „Zwischen UsSA. und dem Pol“, „Die Welt auf der
Waaqes und AÜVer Wille der Welt“ können wir diese Linie der all—