Full text : 15.1935/36, 7-12 (0015)

XR
sereis ITrier· Land.
Anschriftenänderung: 1. Nikolaus Konz, Krelsführer,
Trier-Ohlewig, Kleeburgerweg; 2. Johann Kasel, stellv. Kreisführer,
Tonguich / Mosel; 8. Arnold Mayerer, Kreisschatzmeister, Ruwer bei
Trier; 4. Ludwig Haus, Kreisschriftführer, Ruwer bei Trier (Bürger⸗
meistereiamt); 5. Palmatius Wilhelmi, Kreischormeister, Trier, Kaiser⸗
froe 6. Adolf Huber, stellv. Kreischormeister, Lonquich / Mosel;
Felix Burger, Kreispressewart, Trier, Böhmerjstraßze.
Am 81. Juli feierte der MGB. „Liederkranz“ Neurath-Wald sein
40. Stiftungsfest. Mit diesem war eine Werbung für das deutsche

Sänger⸗Zeltung des Gaues Westmark.

Selke 2

rledigen. Hierüber wurde in verschiedenen Referaten ausführlich be⸗
ichtet. Kreisführer Daniel umriß die Arbeiten, die die Vereinsführet
zu erledigen haben. Kreischorleiter Leibrock sprach über Chorbeschaf⸗
ung und Einteilung des Kreises beim Festprogramm, während Kreis—
zassenwart Taglieber eingehend über die Finanzierung Bericht gab.
Ueber die Konzertfätigkeit wird mir aus der Gruppe
dudwigshafen-Stadt berichtet, daß in nächster Zeit einige gehaltvolle
sonzerte der Vereine „Liedertafel“, „Aurora“, „Liederkranz“, „Ein⸗
tracht Gartenstadt“ und des Gesangvereins der BASF. gegeben wer—
den, über die ich dann im nächsten Bericht etwas ausführlicher be—
richten kann. Die Gruppe Ludwigshafen-Stadt beteiligte sich wie im
Vorjahre, auch dieses Jahr im Oktober uneigennützig an dem
„Pfälzer Tag“ der Stadt Ludwigshafen, um so ihren Anteil an
dem guten Gelingen dieser Großveranstaltung beizutragen. Der
„Lieberkranz“ Mundenheim war mit über 100 WMit—
gliedern am 6. Öktober an der sonnigen Hardt, ebenso auch der
MGVB. Mundenheim mit 120 Teilnehmern. Beide Vereine ver—
lebten dort an der Quelle des sonnigen Rebenblutes im frohen
Familienkreise einige sehr schöne Stunden. Zum Schluß sei noch
demerkt, daß der bisherige Kreispressewart E. Trauth-Mundenheim
von seinem Amte zurückgetreten ist. Sein Nachfolger wird später in
einem Rundschreiben den Gruppenpressewarten bekanntgegeben. T.

IJrikelskreis.

Festzug in Neurath⸗-Wald.

kied verbunden. Eine große Zahl von Vereinen des Hochwaldes und
nus dem Moseltal war der Einladung gefolgt. Sängergauführer
Fipp sowie Kreisführer Konz, die dienstlich in Mehring weilten,
neßen es sich nicht nehmen, uns mit ihrem Besuch zu beehren. Das
Protektorat hatte Amisbürgermeister Dr. Becher übernommen. Im
prächtigen Festzug ging es zum Kriegerdenkmal, um die Gefallenen
e ehren. Hier sprach Sangesbruder Tönnes herzliche Worte. MGV.
chweich sang einen Chor, zum Schluß spielte der Musikverein
Mehring das Lied vom guten Kameraden. Die Feier auf dem Fest⸗
platz würde eröffnet durch den Musikverein Mehring. Hierauf folgten
Anfprachen durch den Vereinsführer Tönnes, Gauführer Kipp, Amts—
bdürgermeister Dr. Becker, Kreisführer Konz und Ortsgruppenleiter
Diedrich. Die Redner betonten in ihren Ausführungen besonders
den Wert des deutschen Gesanges, insbesondere des deutschen Volks—
liedes für die Volksgemeinschaft. Weiter folgte dann das Ehren⸗
singen und gemeinschaftliches Singen der Brudervereine.

Rhein⸗ Hardtkreis.
Am 22. September waren die Chorleiter und Vereinsführer des
Kheinhardtkreises zu einer wichtigen Tagung, die im Lokal „Zur
Boͤrse“ in Neutstadt a. d. H. stattfand, eingeladen, um das neue
Liedschaffen in der Westmark, das durch den Zusammen⸗
schluß der beiden Sängergaue Pfalz-⸗Saar mit neuen Richtlinien zu
bersehen war, durchzuberaten. Es freute uns in der Kreisführung
desonders, daß man im Rheinhardtkreis ein so großes Interesse dem
neuen, großen und in sich festgefügten Sängergau Westmark durch den
überaus großen Besuch der Tagung entgegenbrachte. In seiner Be—
grüßungsansprache konnte Sängerkreisführer Daniel dies auch dem⸗
entsprechend betonen. Die Tagesordnung umfaßte verschiedene Punkte
siber die Neuorganisation des Gaues, über das Wertungslingen der
Bruppen und hauptsächlich über das große nächstjährige Gausänger⸗
seft in Saarbrüchen. SaF. Daniel kam bei seinem Bericht über die
Reuorganisation des Gaues auch auf die Tagung der Gauführung
mit dem Mitarbeiterstab in Blieskaftel zu sprechen und gab einen
ausführlichen Rückblick über den stattgefundenen Zusammenschluß der
Sängergaue Pfalz-⸗Saar, der nunmehrigen Zusammensetzung der Gau⸗
sührung und der damit verbundenen Neuorganisation. Nach diesen
Richtlinien bleibt der Rheinhardtkreis in seiner jetzigen Form und
in seiner Führung bestehen. Ueber die Tätigkeit der eingzelnen
Zruppen und Vereine im vergangenen Sommer konnte die Fest—
teliung gemacht werden, daß wohl frisches Leben und Treiben im
Saängerlager herrschte, daß es aber auch ändererseits notwendig war,
darcuf hinzuweisen, daß das Volkslied noch mehr in die Volks⸗
gemeinschaft hineingeträgen werden muß, wenn man es erleben
vill. Hier beginnen besondere Pflichten für die Sänger, die man
nicht überfehen darf, Die Gelegenheit zu einem solchen Liedschaffen
wird bei kulturpolitischen Veranstaͤltungen oder bei großen vater—
ändischen Kundgebungen geboten. Ueber das Wertungssingen fand
eine ausführliche Besprechung statt. Hierzu wäre zu sagen, daß beim
Wertungssingen die neuen Richtlinien, des DSB. begchtet werden
můfsen, insbefondere ist festgelegt. daß Wertungssingen nicht mehr
mit Wirtschaftsbetrieb verbunden, durchgeführt werden dürfen. Sehr
anschaulich wußte unser Kreisführer Daniel über seine Erlebnisse in
königsberg aniäßlich der dortigen Sängertagung zu berichten
Im Mittelpunkt der Tagung hand die große Sängerkund⸗
zebung 1536 in Saarbrücken, denn nur an der freien
Saar kann das erste Sängertreffen des Großgaues Westmark statt⸗
finden. Um diese Sängerkundgebung machtvoll auszugestalten, ist
zine wichtige Kleinarbeit in den Vereinen, Gruppen und Kreilen zu

Wichtigstes Ereignis in der sommerlichen Arbeitspause war der
Kreisfängertag am 14. Juli in Landau. Kreisführer Dr. Reinhardt
untersuchte die echten und die Scheingründe des Rückganges der
Sängerzaͤhlen, der Nichtbewährung der, Konzertgemeinschaften und
udeker Uebergangserscheinungen und stellte unter allgemeiner Zu—
stimmung fest, daß alle Ursachen der unerfreulichen Erscheinungen
außerhalb des Sängerbundes liegen. Kreischorleiter Emich erörterte
zie neuen musikalischen und kulturellen Aufgaben im Rahmen unserer
Zeitfragen: mehr- uünd einstimmiges Singen, öffentliche Leistungen in
konzer und Sängerfest, Kameradschaftssingen u. a. und ging dabei
charf mit manchem, althergebrachtem Schlendrian ins Gexicht. Nur
zuͤrch ernsthafte Kunstarbeit können wir uns Geltung verschaffen.
dauchorleiter Braun, der nunmehr unseren Kreis musikalisch betreut,
ieß zunächst Sänger und Chorleiter ihre „Wünsche“ äußern. um die
Stimmung“ in seiner neuen Gefolgschaft kennenzulernen. An—
chließend entwichelte er sein „Programm“, das vor allem den
inen und Landvereinen emporheifen und sie zur Durchführung der
euen Aufgaben befähigen will. Was er dabei vom „neuen Liede
ind vom Chorgeist“ im allgemeinen und dazwischen den Sängern,
Thorführern und Dirigenten im besonderen zu sagen wußte, kann
sier nicht im einzelnen aufgezählt werden, nur soviel sei gesagt,
zaß fseine begeisternden Ausführungen allgemeine Zustimmung aus⸗
östen. Ob den vielen guten Vorsätzen diefes Tages die Ausfuͤhrung
digen wird, soll der neue Arbeitswinter beweisen. Braun beschloß
eine große Programmrede mit einem Aufrufzux Teilnahme
in der We'stmark⸗Sängerkundgebung Saarbrücken
1936, nachdem er vorher den Festplan in großen Zügen und mit
nteresffanten Einzelheiten verkündigt hatte. Aus der Tätigkeit der
Kreisvereine ist einiges Seltene hervorzuheben: Die Sängerrunde
Bergzabern sang Ende Juli im Reichssender Stuttgart mit bestem
krfolg. Sie halte auch die Ehre. gelegentlich der Anwesenheit des
zaherischen Ministerpraͤsidenten Siedert mit einem Volksliedsingen
wufzuwarten. Die verschiedenen Vereins⸗Jubelfeste, Fahnenweihen
1dürfen wir füglich übergehen. zumal die meisten in ihrer
jußeren Erscheinung noch das alte Bild bieten. Das Geme inschafts⸗
ingen ist vielerorts immer noch ein Pflänzlein „Rühr mich
aicht an“. Unbegreiflich! Um so erfreulicher ein gut gelungener Ver⸗
uch dieser Art in größerem Ausmaß. Die „Eintracht“ Landau hielt
gemeinsam „Singstunde“, mit zwei SA.⸗Stürmen und fang dann mit
hnen mit bestem Erfolg in der Oeffentlichkeit gelegentlich eines
Rot⸗Kreuz⸗Werbeabends. Wer machts nach? Hoffentlich bald alle
hereine, denn es ist höchste Zeit dazu, allbiewest es nämlich unsere
Auslandsdeutschen jchon so machen. A. F.

Bängerehrungen.
Sg.⸗Kreis Bernkastel: M.⸗Quortett V. Brauneberg: Franz
Oftländer, Lebensalter 62 Jahre, aktiv 25 Jahre; Karl Fleurig,
Sebensalter 51 Jahre, aktiv 25 Jahre; Herm Schiffmann, Lebens⸗
diter 53 Jahre, aktiv 25 Jahre; Irde. Bauer, Lebensalter 50
Jahre, akliv 25 Jahre; Heinr. Gindorf, Lebensalter 49 Jahre,
aktiv 25 Jahre; Willi Reuter, Lebensalter 4 Jahre, aktiv
25 Jahre; Jos. Schmitt, Lebensalter 48 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Franzg Gindorf, Lebensalter 44 Jahre, aktiv 28 Jahre; Irdr.
Kruchten, Lebensalter 43 Jahre, aktiv 25 Jahre.
NGVB. Grafschaft Veldenz? Vhilipp Keith, Lebensalter 64 Jahre,
aktis 40 Jahre; Irdr. Nichels, Lebensalter 64 Jahre, oktiv
40 Jahre; Wilh. Boͤrmer⸗Steinhauer, Lebensalter 60 Jahre, aktiv
40 Jahre; Wilh. Diedrich, Jebensalier 86 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Rud Bottler, Lebensalter bo Jahre, aktib 8W Jahre; Julius Groß,
Lebensalter 54 Jahre, aktiv 25 Jahre; Karl Jung,. Lebensalter
AMgJahre, aktiv 25 Jahre; Herm Heiz, Lebensalter 48 Jahre,
aktive 26 Jahre; Aug. Bottler, Febensalter 56 Jahre, aktiv 28
Jahre; Wilh. Milchsack, Lebensalter 50 Jahre, aktiv 25 Jahre;
Irdr. Bauer⸗Rieb, Lebensalter 51 Jahre, aktiv 28 Jahre; Wilh.
Zoitier I. Lebensalter MJahre, aktiv 25 Jahre; Ad. Bottler,
Sebensalter 45 Jahre, aktiv 25 Jahre.
Berichtigung. In Nr.7 Seite 9 „Sängerehrungen? der
Sänger-Zeitung“ vom RMonat Oktober d. Is. ist insofern ein Druck⸗
ehler unterlaufen, als die unter dem MöðV. Cäcilia Rachtig auf—
geführten Saängerjubilare Philipp Berg und Philipp Kiesgen nicht
vn GB. Laͤcilia Rachtig, sondern zum MGBV. 1848 Bernkastel
zehören.
38.⸗Kreis Daun: MGV. Liedertafel Kerpen: Reinh. Lenzen,
Ledendaͤller 74 Jahre, aktiv 50 Jahre; Peter Frings, Lebensalter
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.