Full text : 15.1935/36, 7-12 (0015)

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Sänger-Zeitung des Gaues Westmark.

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Gegenseitige Leistung. In Piepenkrog an der Waterkant hat
sich Herr Sörensen ein Radio e und man muß sagen,
der Apparat funktioniert ausgezeichnet. Abends hatte er Be⸗
zannte zum Zuhören eingeladen, man probierte auf verschie
zenen Wellenlängen, und wahrhaftig, auf einmal war man, mit
Ftalien verbunden. Das Rundfunkprogramm ließ darüber keinen
Zweifel, es stimmte auf die Minute, das waren die Klänge. eines
pernchors in Rom. Ausrufe des Erstaunens: Dunnerschlag!
Wie säten hie in Piepenkrog und hüren Rom! Sörensen er⸗—
Jänzte: „Nun wöllen wi mal eins singen — wat wern die erst
J Rom staunen. wann se Piepenkrog hören wern“

Lhox die erste Programmnummer ausführt, und wendet sich ver—
zweifelt an den nächststehenden Chormeister: „Sind Sie der
ßilgerchor aus Tannhäuser?“ — „Nä, mei, Kut'ster, des muß
»n Irrdum sin. Mir sin der Chor „Heil'ge Eintracht“ aus
Hinderdummsdorf.“

Reiseerinnerungen. Professor Philipp spricht mit Frau Eilers,
die kürzlich von einer Italienreise zurückgekehrt ist, über ihre
Reiseeindrücke. „Und wie fanden Sie die Sixtinische Kapelle?“
ragt er. — „Ach Gott, ganz nett“, antwortete Frau Eilers,
„aber offen gesagt, mir gefällt die Musikkapelle in unserer
Stadt viel befser“

Von zwei Uebeln das kleinste. Er: „Das Gebrüll von Baby
ist aber wirklich nicht mehr auszuhalten. Kannst du es denn
nicht irgendwie zur Ruhe bringen?“ — Sie: „Ich will versuchen,
ihm etwas vorzusingen.“ — Er: „Ach ... dann laß es schon
lieber weiter schreien!“

Felix Mottl dirigierte eine Orchesterprobe. Im Zuhörerraum
sitzen eine ganze Reihe angehender Kapellmeister. Der Fagottist,
ain diesem Abend etwas nervös, macht sehr oft rhythmische
Fehler. Mottl läßt das eine Weile durchgehen, klopft dann aber
ib und sagt, ein vielsagendes Lächeln auf dem Gesicht: „Mein
Lieber. bitte etwas mehr rhythmisches Gefühl, sonst werden Sie
iberhaupt kein rechter Fagottist.“ Einer der jungen, angehenden
dapellmeister lächelt ob dieser Zurechtweisung überlegen. Mottl
ieht das und wendet sich zu diesem: „Ein schlechter Faaottisi
vird höchstens Kapellmeisfter“

Die Beethovenbüste. „Vati“, flötet die kleine Ursel. „Welchen
Komponisten hast du eigentlich lieber, Wagner oder Beethoven?“
— „RNun, Kind, das ist schwer zu sagen. Aber ich glaube, es
wird Wagner sein.“ — „Ra, Vati, das trifft sich großartig! Ich
zabe nämlich eben den Beethoven vom Notenschrank herunter⸗—
Jeschmissen“

Der neue Tenor. Warum schimpft denn der Sänger so
furchtbar in seiner Garderobe?“ — „Er hat nur elf Kränze be⸗—
kommen!“ — „Ist das denn nicht genug?“ — „Eigentlich ja —
iber er hatte zwölf bezahlt.“

Ein Mißverständnis: In einem Münchner Bierkeller sitzen
ein Berliner und ein Münchener zusammen an einem Tisch.
der Münchener liest die Zeitung und sagt zum andern: „Na so
vas! Daß die Berliner verrückte Leut“' sein, wissen ma schon
ang. Aber dös is do der höchste Blödsinn! Da machen's jetzt
zara Wettschiaßen auf Bachhendeln!“ — „Wace sagt der
ßerliner, „ein Wettschießen auf Backhühner? Is ja Quatsch!“ —
Was wollen's denn“, sagt der Münchener, „da steht's schwarz
auf weiß: Nächste Woche findet in Berlin ein Bach-Händel—
Schütz-Fest statt“

Der Stimmwechsel. „Erika hat Stimmwechfel!“ — „Ist nicht
nöglich. Wieso denn?“ — „Die hat den Tenor laufen lassen
ind geht jetzt mit dem Bariton“
Ein Mäzen. Ein begeisterter Kunstfreund macht einem be—
cühmten Violinvirtuosen einen Besuch, um ihn zu einem „musi⸗
kalischen Tee“ einzuladen. Der Künstler nimmt notgedrungen
die Einladung an. Bereits mit Hut und Stock, dreht sich der
Mäzen noch einmal um und meint liebenswürdig: „Nicht wahr,
Meister, Sie bringen doch Ihre Geige mit?“ — „Bedaure“,
agte der Virtuose, „meine Geige trinkt keinen Tee“
Sachverständig. „Die Geige des Kapellmeisters soll über hun—
dert Jahre alt sein.“ — „Na, bei der Gage könnte sich der alte
Beizhals auch ruhig mal eine neue anschaffen!“
Auf dem Sängerfest. Bei einem großen Gausängerfest haben
zwei Dutzend kleine Chöre anzutreten, von denen jseder einen
anderen Chorvortrag bringt. Auf dem Festplatz herrscht ein
großes Durcheinander. Der Festordner weiß nicht' mehr. welcher

Passend. Im Sommer 1895 bei der Eröffnung des Nordostsee—
Kanals begrüßte die Regimentsmusik der 7ber die einfahrenden
Kriegsschiffe der gastweise vertretenen Nationen — Engländer,
Franzosen, Holländer und Portugiesen — jedesmal mit ihrer
Nationalhymne. Zum Schlusse taucht unerwärtet ein türkischer
Schlachtkreuzer auf. Lustig flattert der Halbmond im Wind.
Verlegenheit. Keiner kennt die türkische Hymne. Da faßt sich
Kapellmeister Steffen, gibt einen kurzen Befehl, und getragen
zieht es über die Wellen: „Guter Mond, du gehst so stille .“
Der Sänger. „Nun mein Lieber, wie verlief denn deine
Zonzertreise?“ — „Ausgezeichnet — nur in Göppingen war der
Saal leer!“ — „Aber das hättest du doch wissen müssen .. Du
zast doch schon einmal in Göppingen gesungen!“

Zum 15. Ianuar
und I HIMI-—



Unsere
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Saar-Jahrestage
krdlen's sSaar-Rantate
Dichtung von Altred Thieme
ur Sopran- und Bariton-30lo,
 gemischien Chor,
nderchor Orchester u.
JOLKSGESANG

ihre Frauen und
Kinder, werden am
illegsten, besten
und zuverläfsfig—
ren in den Ge—
schäften bedient,
deren Inhaber ir.
unserer Sängerzeit
ichrift Anz igen
anfgeben. Sorgt da⸗
ür, daß auch Deine
Frau dem Kauf—
mann bei jedem
Ninkauf agt, daß
rine Auzeige in un—
erer Zeiischrift sit
oeranlaßt hat, ge—
reide dieses Geschafi
zu bevorzugen! Der
Gastwirt, Kauf⸗
mann, Handwer
ker, der unsere Be—
wegung verständ⸗
nisvoll unterstützt,
'ann erwarten, daß
wir Säncer ihn
auch unterstützen

MWnn sie jeden Sonrutag einen
anderen kuctien backen. haben Sie
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