Full text : 15.1935/36, 7-12 (0015)

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Sünger-Zeitung des Gaues Westmark.

Nr.7

“merk deuticher souallur in der Westmark.

Auf dem Gaukulturtag in Blieskastel erstattete Gaukultur⸗
wart Kurt Kölsch in dem großen Rahmen „Kultur aus
Landschaft und Stammestum“ einen Rechenschaftsbericht über die
Kulturarbeit des vergangenen Jahres. Wir entnehmen ihm die
unsere Sängerbewegung betreffenden Ausführungen:
„Die kulturelle Rückgliederung des Saargebietes, die eine
nicht unwesentliche Aufgabe der letzten Wochen und Monate,
ja des ganzen letzten Jahres gewesen ist, ist im Grund eine
Angelegenheit der Ehrlichkeit, des guten Willens und der
wahren schöpferischen Kraft unserer Herzen. Wenn etwa, um
zunmi Schluß aus der Fülle der Beispiele noch eines hervor⸗
zuholen, der Saarsängerbund mit dem pfälzischen Sängerbund
zum Sängerbund Westmark zusammengeschlossen wurde, so war
das zunächst nur eine organisatorische und technische Notwendig⸗
keit. Der Saarsängerbund hat in fünfzehn Jahren seiner kultur⸗
politischen Tätigkeit im Saargebiet ebenso seine Pflicht erfüllt
wie die Bruderorganisation in der Pfalz die ihre. Eine der
beiden Organisationen mußte im neuen, größeren Bund die
Führung übernehmen, ob das ein Mann von der Saar öder ein
Mann aus der Pfalz, der zufällig auch Saarländer, und zwar
abstimmungsberechtigter Saarländer war, ist an sich gleich ge
wesen. Hauptsache war in dem Fall nur, daß der neue Führer
des geeinten Sängerbundes Nationalsozialist und ein von
keiner zwar noch so gut gemeinten, aber dennoch liberalen Ver⸗
einspolitik belasteter Mann war, und Hauptsachẽ ist ferner, dah
mit diesem Mann ein neuer Geist in die alten Sängerbünde
in das Liedertafelwesen, in die sehr oft xeichlich angestaubten
Vereine einzieht und daß dieser neue Geist jugendlich und
schöpferisch ist.
Ich persönlich glaube, daß dem Sängerbund Westmark unter
seiner neuen Führung das Wunder gelingen wird, die bereits
allerorts einsetzende Flucht aus den alten Gesangvereinen, hin
zu den Werkscharen, zu den bündigen Singgruppen, zu der
singenden Mannschaft aufzuhalten und das guke Alte mit dem
revolutionären Neuen zu versöhnen und zur gültigen Gestalt
hinaufzuführen.
Wer das Programm des Sängerbundes Westmark für das im
serht des nächsten Jahres stattfindende große Gausängerfest
n Saarbrücken daraufhin sich einmal ansieht, der weiß, was
ich meine, der fühlt den neuen kämpferischen Ahpthwus des
jungen Deutschland in diesen Feierstunden, Kundgebungen und
Bekenntnisabenden, in denen Wort,. Musik und Lied uͤnd ge

stalteter Aufmarsch gleichermatzen zusammenklingen zu einem
neuen, alle Seiten der künstlerischen Gestaltungskraft und der
menschlichen Erlebnisform zusanmmenfassenden Ausdrucksstils,
Das Verhältnis von der Pfalz zum Saargebiet und umgekehrt
ist nicht das eines Führenden und eines Geführten, sondern das
von zwei gemeinsam aufbrechenden Marschkolonnen, die nach
zinem Ziel marschieren wollen. Uns kommt' es nicht darauf an.
daß in der Organisation der oder jener an diesen oder jenen
Posten gestellt wird, weil es eben ein Posten ist. Vielmehr muß
jeder dort stehen, wo er hingehört und jeder dort anfangen, wo
noch etwas zu tun ist. Und es ist viel und alles zu tun.
Ich verrate auch kein Geheimnis, wenn ich sage, daß es uns
allen, die wir nun seit Jahren in der Kulturarbeit im Gau
stehen, nicht darauf ankommt, diese oder jene Form oder
Organisation zu bewahren und zu konservieren, auch wenn
dabei das drängende und ewig quellende Leben zugrunde gehen
ollte. NRein wir sind von dem Geschlecht der Lebendigen. Wir
lieben die Schöpfung, den Aufbruch und die Wandlung, wenn
wir hur in der Wandlung und der Schöpfung immer neu das
alte Gesetz unseres Blutes, unserer Rafse, unseres Volkstums,
unseres Stammes, dieser unserer Heimat zwischen Rhein und
Saar erkennen können. Alle Formhat nur dann Sinn, wenn
ie dem Lebendigen dient. Wir hätten die Aufgabe des deui—
chen Geistes in der Westmark gegenüber dem Geist von da
drüben schlecht erkannt, wenn wir nun auch erstarren wollten
wenn wir satt und zufrieden sein könnten.
Wir haben im Zusammenhang mit dem jungen Schrifttum
der Westmark den Namen Kurt Fabers erwähnt. War er
nicht sein Leben lang ein Wanderer nach der deutschen Form
und nach dem Inhalt zugleich? War er nicht ein Mensch unserer
Landschaft mit all seinen Eigenheiten, Unvollkommenheiten und
Zzroßen maßlosen Ausbrüchen ins Ewige und Unendliche? Kurt
Faber war ein Mann der' Sehnsucht, einer der draußen stand
dor dem Land der Erfüllung, das er so leidenschaftlich in der
Bewegung Adolf Hitlers herbeigewünscht hatte. Männer der
ZSehnsucht waren äuch die Opfer um Rhein und Saar, Albert
Les Schlageter, Ferdinand Wiesmann und Franz Hellinger und
Jakob Johannes. —A
Hat ihr Opfer und ihre Sehnsucht nicht endlich einen Sinn
bekommen? Der Führer ist uns Gestalter des Stäates und der
deutschen Kultur, er ist Baumeister der deutschen Seele.
Wir halten für ihn das Bollwerk der deutschen Kultur in
der Westmark.“ Kurt Kölsch.

Starb Mozart an Freimaurergift?

Ein Chorleiter fragt an, ob es wahr sei, daß das Bundes⸗
lied“ von Mozart „Brüder, reicht die Hand zum Bunde“ ein
Freimaurerlled gewesen sei und ob man es dann noch
singen soll.
Mit dieser Frage, die man nicht mit einem einfachen Ja
oder Nein erschöpfend beantworten kann, hat unser Sanges—
bruder, an eine Angelegenheit gerührt, die es wert ist, einmal
gründlich und in aller Offenhéit uͤntersucht zu werden. Ist
doch das Verhältnis dieses göttlichen Meisters zu den fin⸗
steren Mächten der Freimaurerei sowie die letzte Zeit seines
Lebens und sein fruher, plötzlicher Tod von besonders ge⸗
heimnisvollen und außergewöhnlichen Umständen begleise!
gewesen. Man braucht nur in der kleinen Lebens—
beschreibhung von Nohl (Reelams Universalbibliothek
Pr. 1120/21) die Schilderung der letzten Lebenstage des
Meisters kritisch zu lesen, um zu erkennen, wie berechtigt die
immer wieder auftauchende geheimnisschwere Fraäge ist:
„Wurde Mozart von den Freimaurern ver—
giftet?“
Um dieser Frage näher auf den Grund gehen zu können.
sollen uns die nächstehenden Zeilen zunächst etwas sagen
über das Wesen der Freimaurerei.
Die Freimaurerei ist eine geistig-politische Geheimmacht. Ihre
Arhenger sind in Orden, Logen, Bünden zusammengesaßt,
d „Ortsgruppen“ in allen größeren Städten der Welt
aben.
In England wurde 1717, also 39 Jahre bevor Mozart das
Licht der Welt erblickte, die erste Loge von den Philosophen
der Aufklärung gegründet. Sie wollten in ihrem Bunde
eine sogenannte mnatürliche“ Religion pflegen, den Schöpfer
die Wahrheit und die Tuͤgend aus ihrer menschlichen Ver—
nunft erkennen und demgemäß auf ‚vernünftige“ Weise ver—
ehren und pflegen
Urber die Grundeinstellung der „Brüder Freimaurer“
unterrichtet uns das „Konstitutionsbüch“ (dD. i Satzungen!
naas dem Anhr 1723 ma a4 iia Ga ftallonhoine Gohäfti⸗

keiten oder Streitigkeiten zur Tür der Loge hereingebracht
werden, und noch weniger ivgendein Zwist über Religion oder
Nationalverschiedenheit oder Staatenverfassung, da wir als
Maurer bloß von der oben erwähnten allgemeinen Re—
ligion (S allgemeine Menschlichkeit!) sind; auch gehören wir
allen Völkern, Zungen, Mundarten und Sprachen an, auch
sind wir entschieden gegen alle Staatshändel, als welche
nimmer noch der, Wohlfährt der Loge förderlich gewesen
sind, noch jemals sein werden.“ Man sieht also daͤraus, daß
die Freimaurer von vornherein gegen das Christentum, gegen
die Nationen, also gegen völkische Einstellung und gegen die
nationalen Regierungen waren.
Judentum und Freimaurerei.
Bald gab es Logen fast in jedem Land, fast in jeder Stadt.
Bei der internationalen, Grundeinstellung der
Freimaurerei, die die „Menschlichkeit“ (Humanität) als
höchstes Ziel ihres Strebens ansah, war es selbstverständlich,
daß auch Juden in den Logen Eingang fanden. Die be—
kannte Aufdringlichkeit, Rückchtslosigkeit und zielbewußte
derrschsucht der Juden machen es erklärlich, daß das Juden⸗
sum bald die Freimaurerei offen und im geheimen be—
herrschte und zuͤm Mittel seiner Weltherrschaftspläne machte.
Führende Juden behaupten überhaupt, daß die Freimaurerei
zine jüdische Sache seit je gewesen sei. So schrieb der Ober⸗
Kreis⸗Rabbiner zu Berlin, Isaakß Salomon Borchardt, im
Jahre 1865: „Meine mehr als 80fjährige Forschung hat mich
in den Stand gesetzt, die urspruͤngliche Freimaurerei der
hebräer zu erreichen, welche der Patriaxch Abraham
mittels des neuen Meisterworts „Adongi“ gegründet und, zu
einem Orden gestiftet und der König Salomso erweitert hat,
die auf Grund, der Bibelverheißung ihre Fortdauer bis zum
üngsten Tag behaupten muß . Es steht bei mir uner⸗
chütterlich sest, daß die Exlernung und Einführung der Frei⸗
naurevei unter den Christen ungefähr im 4. Jahrhundert
Europa den Anfang gemacht, und zwar den Staate
— Und Sieu mhlia nͤcd moil ir
            
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