Nr. 5 Ulllle
erphhy Sängerzeitung
upphh Seite 85
drücken. Gauführer Erster Staatsanwalt Baatz als Ver—
treter des Gaues Ostpreußen und Sangesbruder Rektor
Büttner als Sprecher der Königsberger Sängerschaft
fanden nach dem feierlichen Fahnenaufmarsch warme Worte
herzlicher Begrüßung, die von Bundesführer Oberbürger—
meister Meister dankend mit dem Hinweis erwidert wurden,
daß das deutiche Lied namentlich in den Grenzmarken als
zeteiligten sich unter dem Vorsitz von Gauführer Dr
Iche Bundesführer Meister, Präsidialrat Ihlert, Prof
r. Fritz Stein und Kapellmeister Hujfeldt, letzterer mit
ehr feinen Anmerkungen über den Anteil Ostpreußens an
dem geistigen Bilde Deutschlands. Am Nachmittag wurde
der Deutsche Fulturtag des DSWB. im Festsaal der Stadt—
zjalle mit feierlichen Orgelklängen präludiert. Staats—
4nwalt Baaßk bearüßte herzlich die anwesenden Delegierten
—
zInnenhof des Schlosses in Königsberg mit „Blutgericht“.
tiefster Ausdruck deutscher Kulturgesinnung besonderer
Pflege bedarf. Zwei Musterriegen der Königsberger Turner—
schaft erfreuten mit einer anerkennenswerten Schau gym—
nastischer Vorsührungen. Das Orchester vom Gaumusikzug
der NSDAP. Königsberg-Stadt unter dem Stabe von
Baumusikinspizient Iwan gab dem Begrüßungsabend treff—
lich den instrumental-musikalischen Rahmen. Nachdem be—
ceits vielseitige gute konzertliche Darbietungen des Heinrich—
Albert-Chores unter Konrad Opitz, des MGV. der Bäcker—
innung, des MGV. Melodia, beide ebenfalls unter dem
Ztabe von Studienrat Opitz, und des Vereins der Lieder—
freunde unter Musikdirektor Wilhelmi vorausgegangen
varen, kamen am Begrüßungsabend oußer vaterländischen
Massenchören Ostpreußenlieder am Klingen, die
natürlich allgemein besonders starkem Interesse begegneten.
Innenhafen mit alten Speichern in Königsberg.
Unter der Leitung von Paul Hoffmann und Paul Ewert
wurden vorgetragen: „Sie sagen all, du bist nicht schön“
von Iwan, „O Heimatland“ und „Zogen einst fünf wilde
Schwäne“, beide von Firchow, „Heimat“ von Prümers,
„Land der tausend Seen“ von Kroll und „Ostpreußen“ von
Rohland. Uns Westmärkern drängte sich natürlich ein Ver—
gleich mit unserer für den Saarkampf geschaffenen Lite—
ratur auf, an die erste deutsche Tonschöpfer ihre Begeiste—
rung und ihr Können gesetzt hatten.
Am folgenden Tag trafen sich nach einer Gauführer-Besprechung
im Silbersaal des Parkhotels die Gau-—
horleiter einerseits, die Gauschatzmeister andrer—
seits in den Sälen der Stadthalle. Die Tagung der Gau—
horleiter bedeutete eine recht aufschlußreiche Vorbesprechung
für die Referate des eigentlichen Delegiertentages. An ihr
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das Blutgericht in Königsberg.
ind dankte besonders warm für ihr Erscheinen den Ehren—
zästen: Präsidialrat Ihlert, Professor Dr. Stein, Regie—
ungspräsident Dr. Frièedrich, der für den Oberpräsidenten
»rschienen war, Stadtschulrat Dr. Ulrich als Vertreter des
Dberbürgermeisters und als Kulturdezernent und Musik—
zeauftragten der Stadt, den Führer des Deutschen Sänger—
»undes Oberbürgermeister Meister, Gaupropagandaleiter
paltzo, Egenhardt Kalanke, Propagandaleiter der RMK.
Vachenfeld, Leiter des Reichsamts der RMK. In seinen
Ausführungen wies er darauf hin, daß Ostpreußen in
einen kulturellen Leistungen keineswegs dem übrigen Reich
iachstehe und belegte dieses durch Beispiele und Namens—
aennung führender Männer aus Ästpreußen auf allen kul—
urellen Gebieten. Hierauf ergriff Bundesführer Ober—
bürgermeister Meister das Wort, um über das Thema
Deutscher Sängerbund und nationalsoszialistische Welt—
die streitenden Varteien, Denkmal vor dem Gerichtsgebäude in Koönigsberg.
ainschauung“ zu sprechen: Rund 125 Jahre sind seit dem
Erscheinen der ersten „Gesänge für vier Männerstimmen“,
die der Salzburger Organist Nichael Haydn seiner Mitwelt
chenkte, und seit der Gründung der ersten deutschen Lieder—
afel durch Friedrich Zelter in Berlin und des ersten
Nännerchors von Hans Georg Nägeli in Zürich verflossen.
Aus der Vaterlandsliebe herfdus vereinten sich die Sänger
1862 im Deutschen Sängerbund, als ein „Sinnbild für
bden deutschen Einheitswilken und Wegweiser für die poli—
tische Einigung“. Die Marksteine in der Weiterentwick—
lung des WB. sind die bisherigen elf deutschen Sänger—
zundfeste. Auch über die Grenzen des Vaterlandes bis
zu anderen Erdteilen ging die deutsche Sängergemeinschaft.
In die Entwicklung trat richtunggebend der 30. Januar
[933. In der neuen nationalen Entwicklung muß auch die