Full text : 15.1935/36, 1-6 (0015)

Seite 84 III.
zroßen Singgemeinschaft zusammen—
schließen will, dann steht er vor
der großen Aufgabe, auch die im
Aufbruch befindliche deutsche Ju—
gend zu Lied und Klang aufzu—
rufen. Neue Ideale sind in ihr
lebendig geworden, die volle Be—
cücksichtigung sordern, wenn wir
die politische Jugend, die jungen
zraunen Kolonnen in unsern Reihen
sehen wollen. Hier genügt kein
elbstbewußtes Herzurusen, hier be—
darf es eines opferbereiten ver—
ständnisvollen Hingehens. Da weiß
uns das vorliegende Buch wert—
zolle Aufschlüsse über die neue
Denkweise und den neuen Lebens—
stil der deutschen Jugend zu geben.
Der Leitaufsatz „Von der Hitler—
sugend“ macht deutlich, wie hier
lebendige Musik gefordert und
gepflegt wird: großes Wecken im
Zeltlager mit den prachtvollen
historischen Landsknechtstrommeln,
Marschlied und Marschmusik beim
Wandern und bei Aufzügen, Volks—
musik in der „Abendweihestunde“.
Daß das interessante Werk, in—
dem es uns Einblick in die Welt
der deutschen Jugend von heute
zibt, sich natürlich als Jugendbuch
an die Jugend selbst wendet, ihr
Bericht gibt von der nationalsozia—
listischen Bewegung, vom Reichs—
parteitag 1934, vom Sport im nationalsozialistischen
Staat, vom Krieger unseres Zeitalters, von der Reichs—
marine, vom Arbeitsdienst, von deutscher Luftfahrt, vom
deutschen Menschen in der deutschen Landschaft, von der
Kolonialpolitik im 3. Reich, vom Volkstumskampf an den
Brenzen, vom Saarkampf, von deutschen Geschichtsdramen
der Gegenwart, von der heroischen Kunst, diese Viel—
eitigkeit gibt dem Werke besondere Bedeutung. Bei dieser
Belegenheit machen wir darauf aufmerksam, daß die
übrigens sehr fein redigierte Zeitschrift „Arbeitsdienst“
 in besonderen Notenbeilagen die Liedliteratur
aufzeigt, die sich in der Welt des FAD. durchzusetzen
eginnt. Wir werden gelegentlich darauf zurückkommen.
Führer durch die deuntsche Chorliteratur, im Auftrage
des Amtes für Chorwesen und Volksmusik innerhalb der
Reichsmusikkammer unter Mitarbeit einer Kommisstion her—
aAusgegeben von Georg Schünemann. Verlag für musikalische
kultur und Wissenschaft, Wolfenbüttel. Der erste, dem Män—
aerchor gewidmete Band erscheint in 7 Lieferungen zu je
1,90 RM. Soeben kam die 3. Lieferung heraus: Geistliche
Thöre mit deutschem und lateinischem Text, Natur- und
Vanderlieder, Berufs?- und Ständelieder uͤnd Gesellige
dieder. Von sach- und fachkundigen Händen ist hier das
Wertvollste aus der gesamten Männerchorliteratur aller
Zeiten, nach Komponisten geordnet, mit Verlag, Vortragsdauer
 und Schwierigkeitsgrad nachgewiesen. Dieser Führer
durch die deutsche Chorlikeratur wird Chorleitern, Sanger
führern und Kritikern bald unentbehrlich werden. Wir ver—
veisen auf unseren Bericht in der Mainummer unserer
Sängerzeitung.

u Sängerzeitung

xjIl Nr.

Aus: Deutscher Wille.

nneren Anteilnahme, die man am ö“ikchicksal bedeutender
Menschen nimmt. Unsere Vereine stehen oft vor der Frage,
vie sie mit geringen Mitteln einem Chorleiter, Sängerführer
»der Sängervetéeranen eine kleine Anerkennung erweisen
können: eine solche Buchgabe wird gewiß Freudẽé bereiten.
Sprachenpflege. Le Traducteur, französisch-deutsches
Zprachlehr- und Unterhaltungsblatt, hilft erworbene fran—
zösische Kenntnisse zu befestigen und zu erweitern. Eine
remde Sprache zu beherrschen hat noch niemals geschadet,
vpohl aber oft zu einer guütbezahlten Stellung verholfen.
Probeheft kostenlos durch den Verlag des Tradueteur in
La Chaurx-de-fonds (Schweiz).

Verantwortlich für den redaktionellen Inhalt: Walther
Stein, Saarbrücken; für den Anzeigenteil Johann Feld,
Saarbrücken. Druck und Verlag: Gebr. Hofer AG.
VBölklingen.

Neue Partituren-Kataloge
Für gemischten Chor Nr. 10
Für Männerchor Nr. 33 und Nr. 34
Umfang je 72 Seiten. 2583
Wir versenden sie kosstenlosl Bitte verlangen von
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Der Liedermeister Carl Friedrich Zöllner (1800— 1860).
Sine Darstellung seines Lebens und Wirkens von Rudolsf
Hänsch, Leipzig. Preis 1.80 RM. Erschienen im Wilhelm
dimpert-Verlag, Berlin 5We68. Der deutsche Sänger,
velcher sich nicht allein aus oberflächlichen Gründen oder
cein äußerlicher Singfreudigkeit der großen Bewegung des
Männergesanges angeschlossen hat, sondern sich bemüht,
iefer in dessen Wesen, Entwicklung und Bedeutung ein—
zudringen, wird an dieser Biographie, die zugleich eine
WBürdigung des Lebenswerkes des Pioniers des deutschen
Männergesanges ist, nicht achtlos vorübergehen können.
Die Art und Weise, wie das Lebensbild Carl Friedrich Zöll—
iers aus dem Buche herauswächst, wie sein Schaffen, seine
ahlreichen Kompositionen für Männerchoör, wie seine Tätig⸗
eit als unermüdlicher Dirigent vor uns lebendig wird,
läßt den Leser warm werden und erfüllt ihn mit sener

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