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des Gaues XIV des D.5.B. Nahe-Mosel Saacr.
RNund o0oo Vereine mit oo ooo Mitgliederu. Herausgegeben im Auftrage des Baues
von Hans Bongardut Walther Stein. — Druck und Berlag der Buch- und Kunstdruckerei Bebr. Hofer As.
Saarbrücken u. Völklingen, Tel. Saarbr. 22015. Bölklingen 13. — Bezugsnreis für Mitalieder 10 Ruf., für Nichtmitglieder 28 Rpf.
Ur. 15. Jahrgang
Reichs Hhändel—-Feier.
Die Reichs-Händel-Feststadt Halle steht am heutigen Der Redner führte u. a. aus, daß Händel in Italien
Geburtstag ihres größten Sohnes ganz im Zeichen eine tief bewunderte, aber zum größten Teil unbe—
hdändels. Nach der mitternächtlichen Turmmusik und kannte musikalische Persönlichkeit sei. Er teile dieses
der Kranzniederlegung am Geschick mit Mozart. Auch
händel-Denkmal vereinigte für Händel sei das Er—
am Vormittag eine Feier lebnis des Südens entschei—
sämtliche Schüler der Stadt dend geworden. Aber in
im Gedenken an den großen ihm sei eine neue natio—
Musiker. Den ersten Höhe— nale Kunst zum Durchbruch
punkt des Festes bildete gekommen. Die italienischen
nittags ein feierlicher Emp— Einflüsse hätten nicht das
fang der auswärtigen Gäste Durchbrechen des rassischen
im Stadthaus. Nach einem Genies gehindert. Es be—
reinleitenden Adagio aus der steht eine unmittelbare Ver—
Trio⸗Sonate in F-Dur Op.2 bindung zwischen Blut und
von Händel hieß der Ober— musikalischer Phantasie. So
bürgermeister der Stadt habe nach Händels bahn—
Halle, Dr. Dr. Weidmann, brechendem Vorausgang um
die zahlreichen Gäste herz— 1730 die allgemeine gei—
lich willkommen. In einem stige und künstlerische Blüte
Rückblick auf die Kultur— in Deutschland eingesetzt,
zeschichte Halles würdigte die über Klopstock zu Goethe
Dr. Weidmann neben Händel und Imanuel Kant führte.
zwei andere Söhne Halles: Der italienische Redner
Samuel Scheidt, den Mu— schloß seine Ausführungen
siker des Reformationszeit— mit einem Bekenntnis
alters, und Robert Franz, zu Händel als einem der
den Sohn eines Halloren. größten Erklärer höchster
Aus den neuesten For— menschlicher Gefühle, mensch—
schungen über das reiche licher Erhabenheit und in—
Musikleben Halles verdient nigsten Glaubens an Gott.
desonders der jetzt gelun— Der Geschäftsführer der
gene Nachweis he. vorgeho— Reichsmusikkammer, Präsi—
ben zu werden, daß Händel dialrat Ihlert, bezeichnete
bei seinen Eltern sehr wohl — ———————— es als den Sinn von Ge—
auf musikalisches Verständ⸗ —— denktagen, Gerichtstage der
ais gestoßen sei und daß Feiernden über sich selbst
ihm die Möglichkeit eines durch keine Hindernisse aufge- zu halten. Es solle nachgeprüft werden, wieweit das
haltenen künstlerischen Bildungsganges gegeben wurde. Werk eines vergangenen Großen noch in der Zeitseele
Der Oberbürgermeister teilte mit, daß von jetzt ab der Gegenwart lebendig sei. Als wesentliche Züge
in jedem Februar ein Händel-Tag in der Stadthalle dändels von größter Gegenwartsbedeutung hob der
stattfinden werde. Redner die Verwurzelung Händels im Volkstum, seine
Professor Dr. Torrefranca sprach in deutscher Sprache tiefe Verklärung echten Heldentums und seine Ver—
über das Verhältnis Jtaliens zu Händel. bindung des mönschlichen Herzens mit einem höheren