Full text : 15.1935/36, 1-6 (0015)

Seite 80 II

uuuchhs, Sängerzeitung Iflun.
den schweren Kampf an der Saar. Er dankte der gütigen
Vorsehung, die uns so eifrige Verfechter unseres Deutschtums
in die Führung unseres Bundes gestellt hatte. Der Chor
des SSB. vom Bundessest 1929 in Neunkirchen von
Theodor Körner, der ausklingt: „Dem deutschen Volke
sei's gebracht, auf daß es glücklich sei und frei!“, wurde
der Lieblingschor des Vereins. Mit einem dreifachen
„Sieg Heil“ auf unsern Führer Adolf Hitler und unser
deutschland, in das alle Anwesenden begeistert mit ein—
timmten, schloß seine Rede. Der Chor sang Baußnerns
„Deutschland, heiliger Name“. Der Vereinsführer las
darauf den Glückwunsch des DẽEB. an den Gau XIV und den
des Gaues an seine Sänger vor. Ferner die vielen Tele—
zramme und Schreiben, die dem Verein zum Abstimmungs—
ieg zugegangen waren. Unter ihnen Telegramme der Buür—
zermeister von Angermünde und Demmin., vom Nord—
närkischen Sängerbund und MGV. Germania, Angermünde.
Schreiben gingen ein von: MGV. Liederkranz, Staufen
m Breisgau, Harmonie, Dietz a. L., MGV. Limburg aL.
Liedertafel, Demmin, Frohsinn, Greifswald und von Stral—
und vom Leiter des doörtigen Saarvereins. Ueber die
Fahrten, die der Chor ausgeführt, wurde in der Sänger—
seitung eingehend berichtet. An dem Gaufest in Trier
eteiligte sich der Verein mit 100 Sängern und sang
n einem Sonderkonzert. Die Vorstandswaäahl ergab ein
timmige Wiederwahl, des hisherigen Vereinsführers Julius
Wagner. Er ernannte zu seinen Mitarbeitern: Fritz Müller
um stellvertretenden Vereinsführer, Artur Müller zum
Kassierer, Bruno Fritze zum Schriftführer, Fritz Jost als
tellvertretender Kassen- uUnd Schriftwart. Er berief ferner
in den erweiterten Vorstand die Sangesbrüder Konrad
Zimmer, Nikolaus Simon, Johann Brill, Johann Kuhn
Wilhelm Gerhardt und Alfons Thabillon. Zu Faähnenträ—
zern: Edmund Hartmann, Alois Ecker und Peter Schmidt.
Notenwart blieb L. Bock und Laufkassierer: Johann Schepp.
Die Vereinsstatuten wurden neu ausgearbeitet und werden,
wenn die Zusätze des Kreises und Gaues bekannt sind,
zedruckt und allen Mitgliedern zugestellt. Die Vereins—
heiträge wurden in Reichsmark festgesetzt. Weitere Veran—
taltungen außer den Bällen konnten nicht in Erwägung
zezogen werden, da sich beim Verein schon viel Besuch aus
dem Reich angemeldet hat, aber die Termine noch nicht be—
kannt sind. Wir freuen uns, die gastliche Aufnahmeé, die
unseren Sängern zuteil wurde, erwidern zu können. Es
solgten noch Aufklärungen durch den Vereinsführer und
Kreischormeister über das einstimmige Singen. Der Verein
arbeitet in Zukunft genau so nach den Richtlinien unseres
Gaues, wie er es in der Vergangenheit getan hat. Wenn
der Verein diesen Aufstieg gemacht hat, so darf er nie ver—
gefssen, daß sein Gau den größten Anteil daran hat. Dem
Kreischormeister für seinen Besuch und lehrreichen Vortrag
an dieser Stelle nochmals unseren herzlichsten Dank!
J W
Ein Veteran des Sänger—
vereins 1864 Elversberg,
Sangesbruder Fr. Krätschmer
begeht am 5. Juni sein 71
Geburtstagssest und gehört
damit 50 Jahre dem Sänger
verein 1864 Elversberg un—
unterbrochen als Mitglied an
Davon hat er 25 Jahre als
4. Kassierer und Vorstands—
mitglied in wahrhaft muster—
gültiger Weise dem Verein
treue Dienste geleistet und
wurde 1926 zum Ehren—
mitglied ernannt. Darum
Ehre dem alten und ver—
dienten Sänger! Wenn wir
Falcdeih echeschner ihm heute unsere herzlichsten
rie ii jj in—
Sange ocreinenng Non Edersberg. ewünsee engegephen
freudigen Hoffnung, daß ihm noch lange ein schöner Lebens—
abend im Kreise seiner Sangesbrüder beschieden sein möge!
Ueber die Osterfeiertage unternahm MGV. 1867
Fzriedrichssthal eine Konzertreise nach Marburg. In
Frankfurt war ein fünfstündiger Aufenthalt, der von
illen Sängern gut ausgenutzt wurde. Am Nachmittag
zjing es weiter und um 4 Uhr kam die Burg der Stadt
Marburg in Sicht. Vor dem Bahnhof in Marburg hatten

uzppp Nr.

Michel Uder immer einer der ersten, ein Vorbild für
unseren Sängernachwuchs. Durch restlose Beteiligung an
der Beerdigung, sowie durch Vortrag von zwei Grabliedern,
onnte der Verein seinem Sangesbruder die letzte Ehre er—
weisen.

Rreis Sulzbachtal.

Es kann nicht Aufgabe unserer Sängerzeitung sein,
namentlich seit sie einem Großgau zu dienen hat, die
Jahresberichte einzelner Vereine zu veröffentlichen. Wenn
wir mit dem des MGwB. Liederkranz Elresberg eine Aus—
nahme machen und aus ihm einen größeren Ausschnitt
hringen, so deshalb, weil er uns vorbildlich und deshalb
zeispielhaft zu sein scheint, sowohl hinsichtlich der klaren,
übersichtlichen Berichterstattung, als auch wegen Aufdeckung
der Gesinnungen, die hinter den hier stizzierten Arbeits—
leistungen stehen.
. Mitgliederbewegung:
Männerchor:
aktive Sänger Anfang 1934 110 Sänger
Ende 1934 120 Sänger
Zunahme 10 Sänger
Frauenchor:
aktive Sängerinnen Anfang 1934 60 Sängerinnen
Ende 1934 50 Sängerinnen
Weniger 10 Sängerinnen
maktive Mitglieder Anfang 1934 128
Ende 1934 235
Zunahme 107
. Vereinsleben: 1 Jahresgeneralversammlung
2Mitgliederrersammlungen, 4 Vorstandssitzungen.
III. Innere Vereinsveranstaltungen: 1 Ge—
meinschaftsessen für die aktiven Sänger, 1 Maskenball,
Herbstball, 2 Kameradschaftsabende.
Iv. Oeffentliche Veranstaltungen: 2 Konzerte
aim 1. April und 2. Dezember 1934.
v. Oeffentliche gemeinnützige Beteiligung:
1. Am Volkstrauertag,
2. „ 28. 3. Kundgebung der Deutschen Gewerkschafts—
ront,
3. 20. 4. Beteiligung an der Geburtstagsseierlich—
eit des Führers,
„29.4. Beteiligung am Kreiskonzert in Fischbach,
1. 5. Beteiligung am Tag der Arbeit,
1.7. Beteiligung am 70jährigen Jubiläum des
MGV. 64 Elversberg,
11. 8. Beteiligung am 75jährigen Jubiläum des
MGBV. Eintracht-Spiesen,
8. 16. 9. Beteiligung am Gausest in Trier,
9. „ 30. 9. Beteiligung am Erntedanksest,
O0. „14. 9. Beteiligung am Kreiskonzert in Elversberg,
11. , 27. 10. Beteiligung an der Kundgebung der Deut—
schen Gewerkschaftsfront,
12. „ 3. 11. Beteiligung am 40jährigen Jubiläum der
Konstantia Saarbrücken,
13. „28. 12. Beteiligung an der Weihnachtskundgebung,
erner 6mal Beteiligung an Kundgebungen der Deutschen
Front.
vVIl. Sängerfahrten:
1. Nach Dietz Lahn mit 186 Sängern und Sängerinnen vom
19.- 21. Mai.
Nach Demmin i. P., Greifswald, Stralsund, Pase—
walk i. P. und Angermünde i. B. mit 106 Sängern
in der Zeit vom 20.- 26. September.
Am 11. November 1934 hielt der Frauenchor hei dem
Wertungssingen der Gruppe 3 in Sulzbach die beste Leistung
der Frauenchöre.
Der Vereinsführer dankte den Sängern, daß sie allzeit
nutig für ihr Deutschtum eingetreten sind. Er erinnerte
daran, daß der Liederkranz der einzige Ortsverein war,
der ununterbrochen dem SSB. die Treue gehalten hatte.
Hier an der reichen Quelle unseres Deutschtums an der
Saar, dank der deutschen Männer des Bundesvorstandes,
konnte der Verein in übervollem Maße Kraft schöpfen für
            
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