Nr. 4 IIIIIhe . . —
bellllutthhhh Sängerzeitung UIIhuseprjen
shlhh Seite 79
leiter Philipp Schwarz verstand in seiner Ansprache, mit
herzlichen Worten die Gemüter aufzuschließen, und die
rohen Moselaner unter Führung ihres Vorsitzenden
hermann Schlund dankten ihm stürmisch. Unter Stab—
ührung ihres Dirigenten Faber erfreuten sie mit treff—
lichen Chorliedern. Für die Darbietungen wurde ihnen
lebhaft gedankt. Nach Erklingen des Moselweinliedes
überraschten sie die Anwesenden durch die Ueberreichung
eines Fasses Moselwein, das unter großer Heiterkeit in
den Saalgetragen wurde. Er ist den Frauen des Gast—
bvereins vorbehalten. Nach flotten Tanzweisen, die auch
alte Beine wieder jung machten, fand der Abend einen
Abschluß, der allen eine liebe Erinnerung bleiben wird.
Ein vergnügter Frühschoppen brachte die Sänger am
Zonntagmorgen wieder in bester Stimmung zusammen.
Auch der Naächmittag fand fast alle Teilnehmer am Stif—
ungsfest zur Unterhaltung im Vereinslokal wieder. Unter
reger Beteiligung der Bevölkerung wurde, den Moselanern
ein herzlicher Abschied am Bahnhof bereitet.
RKreis Saarlouis.
Am 26. Mai entriß dem
Besangverein Sängerkreis
Saarlouis 1 der Tod den
Sangesbruder und Vereins—
führer Nikolaus Servet.
Tieferschüttert steht der
GV. Sängerkreis Saar—
louis 1 an der Bahre
dieses so plötzlich aus dem
Leben gerissenen verdienst—
pollen Mannes, der seit
Jahren mit seltener Hin—
gabe und persönlicher Auf—
oPferung unseren Verein
geleitet hat. Wir ver—
sieren in ihm ein selten
eifriges Mitglied, dessen
Sinn für kameradschaft—
liche Geselligkeit und be—
sonders die Hege des
deutschen Gesanges den
übrigen Sangesbrüdern ein
Vorbild sein möge. Er
war Sänger und Kame—
Nik. Servet, GV. Sängerkreis Saarlouis. ped gin 83 —
ein Stück des Vereins von uns gegangen. Sein ganzes
Wesen war eingestellt für das deutsche vLied, mit dem er ver—
zunden war bis zur letzten Stunde seines Lebens.
MGV. 1860 Fischbach Mabe).
boon 75 Jahren, unter Leitung verschiedener Dirigenten
jetziger Dirigent staatl. anertannter Musikdirektor F. A.
üldner, Idar-Oberstein M, der Pflege des deutschen Liedes
S„chon im Jahre 1861 war die ruüͤhrige Sängerschar in
der Lage, eine Vereinsfahne zu beschaffen. Während der
langen Bestehungsdauer des Vereins wurde er auch zu
nauücher Ruhepauüse gezwungen, bedingt durch den Krieg
bon 1870,71, wirtschaftliche Umwälzungen und vor allem
zurch das große Völkerringen im Weltkriege von 1914
bis 1918. der Jubilar nahm an mancherlei Gesangwett—
treiten und Festen erfolgreich teil und wartete im Jahre
1925 selbst mit einem großen nationalen Gesangswett—
streit auf. Eine zweite Fahne erwarb die Sänger—
schar gelegentlich der Feier des 71jährigen Bestehens im
Jahre“ 1930. Möge der Verein mit seiner begeisterten
Sängerschar weiter wachsen und gedeihen, den Sängern
zur Lust und Freude, unserem Vaterlande zum Segen.
Kreis Saarbrücken.
Der Halbergerr Sängerbund VBrebach-Neusechingen leitete
seine Generalversammkung mit, dem Lied Saarland, ist
frei“, das von seinem langjährigen Chormeister Neu kom—
boniert worden ist, ein. In Anbetracht dessen, daß es
die erste Versammlung nach der Rückgliederung war, ge—
staltete sie sich zu einer kleinen Rückgliederungsfeier. Nach
inem stillen Gedenken an die im Weltkrieg und, für die
Bewegung gefallenen Kameraden, sowie an die verstorbenen
Sangesbrüder gab Vereinsführer Lehmann einen Rück—
hick' über die im verflossenen Jahr geleistete Arbeit, die
bon Anfang des Jahres an im Zeichen des Abstimmungs—
sampfes stand. Auch kam man noch einmal kurz auf die
m vergangenen Jahre unternommene schöne Sängerfahrt
aach Holzheim b3w. Flacht bei Diez a. d. Lahn zu
sprechen. Vereinsführer Lehmann konnte dabei die freu⸗
dige Mitteilung mächen, daß unsere Sangesbrüder von
der Lahn uns an Pfingsten ihren Gegenbesuch machen
verden. An dem Gaufest in Trier hat unser Verein mit
70 Sängern teilgenommen. Nachdem der Schriftwart den
Jahresbericht und der Kassenwart den Kassenbericht ver—
sesen und man den für das Jahr 1935 aufgestellten Vor—
anschlag angenommen hatte, wurden die neuen Satzungen
durchgesprochen und nach Vornahme einiger Berichtigungen
einstimmig angenommen. Der Monatsbeitrag wurde auf
140 Pfg. 'und der Sterbekassenbeitrag auf 35 Pfg. für
eden Todesfall festgesetzt. Für 25jährige Mitgliedschaft
vnnten den Sangesbrüdern Heinrich Ruter und Ludwig
dang ein Ehrenbrief überreicht werden. Der Vereinsführer
Lehmann hat die bisherigen Vorstandsmitglieder
für ein weiteres Jahr in ihre, Aemter berufen. Nachdem
die Versammlung mit einem dreifachen „Sieg Heil“ aus
unser deutsches Vaterland und unseren Führer geschlossen
vurde, fand noch eine Abschiedsfeier für die Sangesbrüder
Albert und Alex Gottiaux, die zur Abstimmung aus
Amerika gekommen waren, statt, wobei den beiden Sängern
ein kleines Andenken überreicht wurde. A.
Ein freudiges Erlebnis für unsere Gemeinde bildete
der Besuch des MGvV. Concordia Oberbillig. In treuer
Sangesbruderschaft bereitete ihm der Gastgeber, MG6W.
Concordia Scheidt, einen Unterhaltungsabend, an dem
echte deutsche Kameradschaft zum Ausdruck kam. Den An—⸗
laß bildeie das Stiftungsfest des Gastgebers. Vereins—
Kreis St. Ingbert.
Einen schmerzlichen Ver
ust erlitt der Vereinigte
Manner⸗Gesang⸗Verein Lautz⸗
irchen durch das Ableben
eines jungen Mitgliedes Artur
Bauer. Er ist nur 25 Jahre
ilt geworden. Artur Bauer
var von seinem 16. Lebens—
ahre an ein eifriger Sänger
und guter Theaterspieler.
Wie freute er sich, wenn es
hieß, es wird Theater ge—
pielt! Immer die schwerste
Rolle verlangte er. Auch bei
donzerten und Festlichkeiten
war er stets ein eifriger För—
derer und Mithelfer.
Artur Bauer, Lautzkirchen.
Kreis Saarburg.
MGVB. Konkordia 1870 Orscholz verlor am 1. Mai seinen
iltesten akt, ven Sänger Michel Uder. Seit 1897 gehörte der
Lerstorbene dem Gesangverein an. Sein Tod hat einen
n der Sängerfache nicht zu überbietenden Idealisten unserm
Verein entrissen. An dem Geschick desselben nahm er fast
eit 20 Jahren als Vorstandsmitglied den regsten Anteil.
An fämtlichen Chorproben, sowie Veranstaltungen war