Full text : 15.1935/36, 1-6 (0015)

Seite 46 VIIIIIBuhllsheneFissthhhllhheliuumillllllhstttzhhs, Sänugerzeitung- IItttttttttdttttfssthhj, Nr.8

Gedächtnisworte des Gauschriftführers. phot. Ernst Wintrath, Bernkastel.
dem Wert eines Drittelglases Wein oder Bier beträgt, muß
Juch dem Aermsten moaͤglich gemacht werden. Unglückliche
Volksgenossen, die schon im Wirtschaftskampf zurückgeblieben
ind, dürfen nicht auch noch im Geistigen unter die Räder
ommen. Besonders warm sprach der Gauschriftführer noch
den anwesenden Vertretern der Presse Dank und Anerken—
rung aus für die Betreuung unserer guten Volkssache.
Hauchormeister Beck benutzte die Gelegenheit, seinen
Bericht über die Musikpolitik des D.S.B. und des Gaues
zu umreißen und besonders Wesentliches betont ins Licht
zu rücken. Zunächst in einem Rückblick. Die musikalische
Gauführung hat sich mit allem Nachdruck für das nationale
Lied, das Volkslied, das einstimmige Lied, den Kanon, das
died der marschierenden Kolonne und des Jungvolks ein—
gefetzt. Wenn nun einzelne Chorleiter oder Saängerführer
die Stimme der Zeit nicht verstehen und dem Anruf
nicht folgen, dann sollten sie sich auch nicht darüber wun—
dern, wenn das im nationalen Aufbruch stehende junge
deuischland der Einladung in unsere Gesangvereine nicht

vhot. Ernst Wintrath, Bernkastel.
'olgt und wenn schließlich das Rad der Zeit über die Ewig—
gestrigen und Unbelehrbaren erbarmungslos hinwegrollt.
Es ist gerade unsere Aufgabe, uns aus dem Geistigen
zeraus, mit der Kraft des deutschen Liedes, dienend in
zie Volksgemeinschaft zu stellen. Gauchormeister Beck machte
darauf aüfmerksam, daß die Erfüllung dieser Pflicht keine
Ablehnung des vielstimmigen Chores, der Konzerttätigkeit
unserer Vereine darstelle, daß im Gegenteil der Gau auf
dem Gaufest in Trier den Beweis erbracht habe, daß er
den Mut habe, Wegbereiter auch der zeitgenössischen großen
dunst zu werden und vorzustoßen selbst in die Bereiche der
oroblematischen Chorgestaltung. Einen festlichen Ausklang
tahm der Vortag durch ein Konzert von Mosel—
dereinen, das in seiner Vortragsfolge erkennen ließ, daß
s als ein rechtes Lehrkonzert den ganzen Umfang der
sonzertanten Möglichkeiten unserer Vereine in wesentlichen
Ausschnitten umschreiben sollte: Männer- Frauen- und ge

——wDA—

Ddie Stätte des Gautages, Jugendherberge Bernkastel⸗Kues.
vhot. Fritz Grebe, Saarbrücken.

Auf dem Marktplatz in Bernkastel.

phot. Fritz Grebe, Saarbrücken.
            
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