Full text : 15.1935/36, 1-6 (0015)

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des GBaues XIV des 26 Nahe-Mosel 5—“„aar.
Rund ooo Vereine mit oo ooo Mitgliedern. 7* Herausgegeben im Auftrage des Baues
von Walther Stein. — Druck um. BVerlag der Buch- u. Kunstoöruckerei BGebr. Hofer AG. Saarbrücken u. Völklingen,
Telephon Amt Saarbrücken 22015, Amt Bölklingen 13. — Bezugsnreis für Mitglieder 10 Ruf., für Vichtmitglieder 25 Ruf.
Ur. 3 15. Jahrgang

schrikt

Juni 1035

Gaäautag in Bernkaltel.

Aufklang.
Oem ersten Gautag des
2Gaues XIV des D.S. B.
Nahe-Mosel-Saar hätte man
einen freundlicheren und fest—
licheren Rahmen kaum geben
können, als durch seine Be—
rufung in das wein- und lied—
frohe Bernkastel-Cues,
das mit seinen traulichen
wvinkligen Straßen und Gäß—
hen noch heute durchweht ist
oon einem Hauch deutschen
Mittelalters. Der Marktplatz
im farbenfreudigen Kranze
seiner spruch- und zierrat—
reichen Fachwerkbauten, das
würdige Rathaus mit dem
ausend Jahre alten Stadt—
urm, der plätschernde Markt—
brunnen, auf dem St. Michael,
der Stadt- und Kirchenpa—
tron, so wacker Wacht hält,
die alte Veste Landshut, von
der einst die trierischen Erz—
hischöfe und Kurfürsten mit
schönheitstrunkenem Auge hin—
untergeschaut haben auf das
in Weinhängen eingebettete
Städtchen zu ihren Füßen, auf
das weitausschwingende, lieb—
liche, rebenversponnene Fluß—
tal und auf das gegenüber—
liegende Cues, die Stadt des
Gelehrten Nikolaus Cusanus.
— Kein Wunder, daß auch
zahlreiche Sänger, die in
guter Vorahnung ihre Ka—
mera mitgebracht hatten, nicht
müde wurden, ein Bild nach
dem andern auf die Platte
zu bannen und sich nun
doppelt freuten, wenn es
ihnen gelungen war, mit
einem geschickten „Schnapp⸗
schuß“ zuͤgleich einen der Sängerführer auf das Bild zu
—V
Den Auftakt des Gautages gab eine Kreisführerund
 Kreischorleiterfagünng am 4. Mai im Hotel
Landshut. Da unser verdienstvoller Gauführer Stadtschul—
rat Dr. Bongard seine Aemter im D.S. B. und dadurch auch
die Führung des Gaues Nahe-Mosel-Saar niedergelegt
zatte lag es dem Stellv. Gauführer Reinhold
Engel ob, die Tagung zu eröffnen und sie mit warmen
Woren dankbarster Anerkennung für Dr. Bongard an die

Reihe der vielen Gautage
des Saarsängerbundes und
des Gaues Nahe-Mosel-Saar
anzuschließen, in denen in
schwerster Zeit im Sinne
deutscher Kunst und deutschen
Volkstums unter seiner Füh—
rung so viel fruchtbare Arbeit
geleistet worden ist.
Die nun folgenden Bera—
tungen galten der Vorbe—
sprechung der Tagesordnung
des Gautags und der hier
zu fassenden Beschlüsse, Da die
Mainummer unserer Sänger—
zeitung den Geschästsbericht,
den Bericht über die Mit—
zliederbewegung, die Kassen—
abrechnung und das Prü—
fungsprotokoll, den Haus—
haltsplan für das kommende
Jahr, wie endlich die nach
den Richtlinien des D.S. B.
umgearbeiteten Satzungen ent—
hielt, konnte die Aussprache
über die geschäftlichen An—
gelegenheiten hier, wie übri—
gens auch auf dem Gautag
selbst, auf ein erfreuliches
Mindestmaß beschränkt wer—
den. Nur zwei Angelegen—
heiten fanden nachdrückliche
Betonung: Gauschrift—
führer Stein bverwies
sämtliche Kreisführer auf sein
in der Märznummer abge—
drucktes Rundschreiben Geite
245), das in nahezu allen
Kreifen noch nicht die not—
wendige Beachtung gesunden
hat. Es ist deshalb dringen—
des Erfordernis, daß die
Kreisführer sofort mit ihren
Aufmarsch der Sänger auf dem Marktvlatz in Bernkaslel. greistressewartenemertetpe
phot. Fritz Grebe, Saarbrücken. schreiben ausgeführten For—
derungen des D.S. B. nunmehr restlos und pünktlich ent—
prochen werden soll. Er machte weiter darauf aufmerksam.
aß nunmehr jeder Verein und möglichst jeder Sänger—
ührer Bezieher und Leser der D.S. B.8tg. und mindestens
eder aktive Sänger und jede aktive Sängerin Bezieher
ind Leser unserer Gauzeitung sein muß. Es handelt sich
dabei nicht nur um die Durchführung von Anordnungen,
ßeschlüssen und Satzungen, sondern um eine Notwendigkeit,
damit das fingende deutsche Volk im Fluß der Sänger⸗
»ewegung erhalten bleibt. Eine Kulturgausgabe, die etwa
            
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