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son der ganzen Versammlung gesungen wurde, auch die die Kassenrevisoren prüften die Kasse und fanden sie in
Schönheit des einstimmigen Marschliedes feststellen, auf das mustergültiger Ordnung. Kreischormeister Hans erstattete
man sich mehr als bisher verlegen sollte. Am Schlusse die musikalische Jahresschau. Es wurden zwei Kreiskonzerte
egte Kreisschatzmeister Dell den vorläufigen Kassenbericht jegeben und zwar in St. Ingbert und Niederwürzbach,
bor und stellte unter Beweis, daß man auch in der heu- die wohl einen künstlerischen, aber keinen finanziellen Er—
tigen Zeit bei sparsamster Wirtschaftsführung immer noch 'solg brachten. Weiter war der Gautag in Trier, sowie
einen kleinen Ueberschuß erzielen kann. O. J. der Besuch des Beethoven-Chores von Berlin-Spandau
ein ganz besonderes Ereignis. Das größte Ereignis und
Kreis Saarlouis. die meiste Arbeit verursahte das von der Saartegierung
'n Saarbrücken verbotene und nach Trier verlegte Gau—
est. Trotz der großen Inanspruchnahme durch Bund und
deutsche Front haben noch fast alle Vereine Konzerte ge—
jeben. Zwei Vereine sangen anläßlich von Sängerfahrten
m Rundfunk, und zwar Frohsinn St. Ingbert und Ein—
racht Lyra. In der Neuwahl wurde Kreisführer Schunk
instimmig wiedergewählt. Chormeister Hans gab noch einen
urzen Ausblick für die Zukunft. Die Rückgliederungsfeier—
ichkeiten bringen uns neue Arbeit. Das Wertungssingen
n Rentrisch wird auf den 31. März verlegt. Zwei
Lereine feiern 75jähriges Jubiläum und werden vom
dreis unterstützt (Harmonie Rohrbach und Germania
NRiederwürzbach), Am 1. Mai, dem Tag der Arbeit, werden
die Sänger geschlossen auftreten. Die finanziellen Zu—
vendungen von der bayrischen Regierung werden den ein—
zelnen Vereinen zugestellt. Nachdem die Tagesordnung er—
chöpft war, ergriff Bürgermeister Dr. Schier das Wort zu
»iner markigen Ansprache an die Sänger. Er dankte den
zängern für die geleistete Arbeit und sprach die Hoffnung
ius, daß das Ziel eines jeden Sängers darin liegen muß,
ruch in Zukunft deutsche Kultur und Sangesbruderschast
zu waäahren, das deutsche Lied zu pflegen, zum Wohle
inserer engeren Heimat, zum Wohle unseres geliebten
deutschen Vaterlandes. Anschließend fand noch eine er—
zebende Kundgebung für unseren verstorbenen Reichspräsi—
denten v. Hindenburg, für unseren Volkskanzler Adols
ditler und unser deutsches Vaterland statt. Kreisführer
Schunk hielt eine von hohem patriotischen Sinne ge—
ragene Rede. Das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied
chlossen die Tagung. Besonders zu erwähnen ist noch der
iußere Rahmen der Tagung. Die Bergkapelle erfreute
die Anwesenden mit flotten Weisen und jeder St. Ingberter
Besangverein sang zwei Lieder, die mit großer Begeiste
rung und Hingabe vorgetragen und aufgenommen. In.
Mit dem Ruse „Herr mach uns frei“ endete die letzte
Tagung des Kreises St. Ingbert vor der Abstimmung in
Rentrisch. Unter der Parole „Die Saar ist frei“ traten
am 10. Februar voll Stolz, Dank und Freude die vom
Kreisführer Schunk zusammengerufenen Sänger und Dele—
gierten im großen Saale des Beckerbräu zusammen, um
die fällige Jahres-Hauptoersammlung zu tätigen und den
in heroischem Kampf erfochtenen Abstimmungssieg in wür—
diger Weise zu feiern. Schon beim Betreten des Saales
iel die große Aufmachung auf, waren doch nebst den
Delegierten aller Vereine die Gesangvereine von St.
Ingbert mit allen Sängern und die vollständige Berg—
apelle anwesend. Mit einem schneidigen Marsch eröffnete
die Kapelle die Tagung. Mit herzlichen Worten begrüßte
Kreissührer Schunk Sänger, Delegierte, Bergkapelle, Presse,
sowie Bürgermeister Dr. Schier. Der gesangliche Teil wurde
zröffnet mit dem deutschen Sängergruß. Nachdem das letzte
Protokoll verlesen und die Anwesenheit aller Vereine fest—
gestellt, gab Kreisführer Schunk den Jahresbericht. Das
Jahr 1934 war für den deutschen Sänger an der Saar
ein sehr arbeitsreiches, galt es doch mitzuwirken am Ab—
wehrkampf der Saar. Mit eisernem Willen ging die ge—
amte Sängerschaft auf das Ziel zu und hat trotz großer
Arbeitslosigkeit große Opfer gebracht. Der Lohn ist die
Rückkehr in unser deutsches Voterland. Kreisführer Schunk
dankt allen für die treue Mitarbeit. In Zukunft werden
vir Sänger nicht weniger Arbeit haben, aber sie wird
dankbarer sein, in der deutschen Volksgemeinschaft, durch
echte Sangesbrüderschaft. Die Aufforderung „Sänger ans
Werk!“ fand freudigen Wiederhall. Der Jahresbericht von
Schriftführer Marquardt betonte, daß trotz Abstimmung
eine rege Vereinstätigkeit stattgefunden hat. Die Mit—
gliederstärke ist 391 Sänger und 1621 Passive. Den
Kassenbericht gab Schatzmeister Herrmann. Am Jahres—
ichluß wies die Kasse ein Vermögen von 2644,60 Fr. auf.
Kreis St. Wendel.
Der Städt. Männergesangverein wurde im Jahre 1845
am Feste Peter und Paul gegründet. Er kann somit in
diesem Jahre auf ein 90jähriges Bestehen zurückblicken. Die
Bereinsführung hat sich deshalb entschlossen, der Tradi—
ion des Verens entsprechend, dieses Ereignis durch ein
SZängerfest zu feiern. Die Brudervereine der näheren und
veiteren Umgebung werden zu diesem Fest eingeladen.
Da der Verein der älteste Gesangverein des Saargebietes
ind der weiteren Umgebung ist, wird mit einer starken
Beteiligung gerechnet. Schriftliche Einladungen werden in
den nächsten Tagen abgesandt. Diejenigen Vereine, die keine
chriftliche Einladung erhalten, die sich aber an dem Feste
»eteiligen wollen, werden gebeten, sich baldmöglichst an—
umelden. Die Feier soll am 29. und 30. Juni d. J. statt—
inden. Die Brudervereine werden gebeten, sich diese Tage
reizuhalten.
ARus der Musfsfikweltlt.
Musikdirektor Christian Ott in Zweibrücken, der als her—
oorragender Musikpädagoge an dem künstlerischen Aufstieg
des Saar-Sänger-Bundes lebhaften Anteil hat und sich
rie versagte, wenn die Saarsängerschaft ihn rief, und der
zier deshalb allseitige dankbare Wertschätzung und viel
dersönliche Freundschaft genießt, hat nun den Taktstock im
Dtt'schen Männergesangverein niedergelegt. Noch
einmal umriß Chr. Ott in einer Mitgliederversammlung
die Gründe seines Rücktritts und die künstlerischen Ziele,
an die er in 40jähriger Dirigententätigkeit seine Kraft und
und seine Liebe geseßt habe: den Männerchor und hernach
den gemischten Chor an die Spitze des örtlichen Musik—
ebens emporzuführen. Seine Wünsche gipfelten in der
Bitte, das ihm allzeit entgegengebrachte Vertrauen nun—
nehr dem einstimmig gewählten Nachfolger Gymnasial—
Ztudienassessor Schiegl entgegenbringen und das' Chor—
eben weiterhin aufrechterhalten und festigen zu wollen:
Unser Chor darf nicht untergehen. Der erste Vorsitzende
Rechtsanwalt Rau widmete dem Scheidenden in sichtlicher
Ergriffenheit Abschieds- und Dankesworte. Noch einmal
rückte er die Bedeutung Ott's ins Licht, seine künstlerische
Meisterschaft, seine edle charaktervolle Gesinnung. Von der
Blütezeit vor dem Krieg ging es in die Trübsale des
BGölkerringens, dann aber wieder neu empor über die Er—
richtung der Festhalle, die Mitbegründung des Pfalz—
orchesters, der Konzert- und Theatergesellschaft, die An—