Seite 26 upph Sängerzeitung innt 7s Nr.
Willk in B
illkommen in Bernkasltel Tues.
De alte und bekaunte Mosel⸗ und Weinstadt
Bernkastel-Cues betrachtet ihre Wahl als
Tagungsort für die Gautagung des Sängergaues 14
im Deutschen Sängerbund als eine besondere Ehrung.
Alle Teilnehmer dieser Tagung heiße ich daher —
zugleich auch im Namen der gesamten Bürgerschaft
— bereits jetzt schon herzlich willkommen!
Unser besonderer Gruß gilt unsern Sangesbrüdern
von der Saar, die zum erstenmale
nach Heimkehr ins neue Reich als freie deutsche
Volksgenossen der Tagung beiwohnen.
Das deutsche Lied zu fördern war von jeher
eine der schönsten und vornehmsten Aufgaben unserer
deutschen Sänger, und diese Kunst ist auch von den
Bewohnern unserer frohen Weinstadt Bernkastel⸗-Cues
besonders emsig gepflegt worden.
Mit größter Freude erwarten wir deshalb die
Sänger, die Träger und Förderer des deutschen Liedes.
als Gäste in unserer Stadt.
Möge dieser Tagung der Verlauf beschieden sein,
den sie sich selbst zum Ziele gesetzt hat, möge sie
Anregung geben zu neuer künstlerischer und kul—
tureller Betätigung im Dienste des neuen
Reiches, zum Wohle unseres lieben deut—
schen Volkes, zum Wohle unseres lieben
Vaterlandes!
Bernkastel⸗Cues, im April 1935.
Kölsch,
Stadtbürgermeister.
Bern
k asfstel.
emsigen Bewohnern seit undenklichen Zeiten Arbeit
und Brot gibt. Von den Bergspitzen und -kämmen
grüßen herrliche Wälder, deren Rauschen und Raunen
sich mit dem Wellengesang der Mosel zu einer ge
valtigen Symphonie von bezwingender Kraft ver—
einigt, einer mitreißenden Kraft, die diesem Lande
zar spürbar entströmt. Rosarot leuchten die zierlichen
Glöckchen der Heide und das Gold des Ginsters an
Heil Dir, Strom, Dich preiset das Land, Dich preisen die Leute!
Bruß Dir, herrliche Mutter von Früchten und Männern! Mosella!
5 angesbruder, kennst Du unser herrliches Mosel—
D tal? Schnell nimm Deinen Rucksack und
Wanderstab und ersteige unsere herrlichen Höhen und
trinke Dich trunken an all den herrlichen Landschafts—
hildern, die sich wie ein Wunder der Schöpfung, wie
ein herrliches Gemälde in Natur vor Dir ausbreiten.
Gesamtansicht von Bernkastel⸗Cues.
In vielfach gewundenem Laufe schlängelt sich tief
unter Dir die Mosel zwischen frohen, schroffen Felsen
hindurch, und das Lied ihrer Wellen besingt seit
Jahrhunderten die deutsche Treue und den zähen Fleiß
ihrer deutschen Strandbewohner. Steil fallen die
Hänge trotziger Berge, deren „Edles Gold“ den
Hängen und Schluchten im Scheine der vom tiefblauen
himmel lachenden Sonne: Wie herrlich ruht sichs hier
zwischen Blütenpracht und Blumenduft, umsäufselt vom
kosenden Spiel des Windes, umjubelt von lieblichem
Besang gefiederter Gäste, umgeben vom unvergeßlichen
Bilde einer reizvollen Landschaft. Stürmisch und wild