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qp1 Sängerzeitung Jtul Nr.
i J deutlich, welchen hohen Ansehens sich der Verstorbene weir
lareis Bernkastel iber den Kreis der Sängerschaft hinaus erfreute.
G.V. Männerquartett Maring veranstaltete am Neu—
ahrstag ein recht gut besuchtes Konzert, an dem Chor—
eiter Speicher, unter dessen bewährtem Stab der Verein
ereits 10 Jahre singt, erlesene Werke von Schubert, Gluck,
Schreck, Kirchl, Haydn, Trunk, Zenger und dazu ein Trio
on Beethoven, Duette für Sopran und Tenor von
MNendelssohn, Romanze für Violine und Klavier von Beet—
)oven zum Klingen brachte. Sowohl die chorischen Dar—
hietungen, wie die solistischen (Herren Speicher und Michels)
anden dankbaren Beifall. — Nach der Saarabstimmung
iahm der Verein eingangs der Probe die Gelegenheit
vahr, der Brüder und Schwestern an der Saar ehrend zu
zedenken. Eine seltene Feierstunde bot sich uns am 25.
debruar, indem wir unserem ältesten und eifrigsten
Sangesbruder Josef Fritzen zum silbernen Hochzeitsfest
gratulieren konnten. K.
LRKreis Daun.
Zu der Jahreshauptversammlung des Doppel-OQuartett
Eiflia“ Immerath waren fast alle Mitglieder erschienen.
Rach dem Deutschen Sängergruß und den Begrüßungs—
vorten des Vereinsführers Mertes erstatteten Kassenführer
Rauen und Schriftführer Sartoris den Jahresbericht, aus
;»em eine besonders rege Arbeit des Vereins zu entnehmen
var. Den Höhepunkt bildete das 10. Stiftungsfest mit
ßannerweihe, an welchem 17 Brudervereine teilnahmen.
Das Fest, welches dem Verein auch einen finanziellen Er—
olg brachte, wird wohl allen Teilnehmern unvergeßlich
leiben. An dem Gausängerfeste beteiligte sich der Verein
nit 308 Prozent. Die Saͤnger besuchten alle das Festkon—
ert in der Tonhalle in Trier am Sonntagmorgen, auch
eteiligten sich alle am Festzug und an der darauffolgenden
dundgebung. Da der Verein beschlossen hatte, milt dem
vaufest eine Sängerfahrt zu verbinden, brachte uns der
Imnibus am folgenden Tage zur Rheinischen, Grenzland—
chau in Kreuznach und zum alten Vater Rhein. Ueber
;en schönen Hunsrück ging es dann wieder der Heimat zu
der Verein beteiligte sich an allen nationialen wie dorf—
zemeinschaftlichen Veranstaltungen mit seinen Liedspenden.
Die von der Gauführung angeordnete Weihnachtsfeier auf
sFfener Straße führte der Verein an zwei Stellen des
Ortes durch, woran die ganze Bevölkerung regen Anteil
rahm und freudig in die gemeinschaftlichen Lieder ein—
timmte. Am 6. Januar fand der traditionelle Familien—
abend statt. Der 1. Teil brachte eine Weihnachtsfeier und
der zweite fast ausnahmslos nationales Liedqut, darunter
Der Sängerkreis Bernkastel hatte die ihm unterstellten
Besangvereine zur Frühjahrs-Hauptversammlung nach
Wehlen eingeladen. Erschienen waren die Vereinsführer
und Chormeister von 25 Vereinen, während 4 Vereine
ohne Entschuldigung fehlten. Kreisführer Lehrer Grohs
eröffnete die Sitzung und gab einen eingehenden Rück—
blick auf das abgelaufene Jahr, aus welchem besonders
zu erwähnen sind: Zahl der Kreisvereine Anfang 1934:
25;3 Abgang: 1;3 Zugang: 5; Stand Ende 1934: 29
mit 1846 Mitgliedern. Es fanden in 1934 statt: 3
Zängerkreistagungen (Bernkastel, Zeltingen, Lieser), 2
Vereinsführertagungen, 2 Chormeistertagungen, Gruppen—
und Werbesingen an 5 Kreisorten, Wertungssingen der
Bruppe J und Kreisaufmarsch 3. 6. 34 in Rachtig,
23 Gesangproben zum Gaufest in Trier, Gausängerfest in
Trier im September 1934. Ferner wurden vom Kreis—
führer besucht: 4 Kreisführertagungen und der Gautag in
Trier am 15. 4. 1934. Ferner fand im Jugendheim Cues
1Chormeisterkursus statt. In diesem Jahre sind vorge
sehen: Volkssingen mit Schulen, HJ. und B.d.M., Wer—
tungssingen der Gruppe II und Sängeraufmarsch. Als Ort
der Veranstaltung wurde Bernkastel-Cues bestimmt. Ferner
tindet der diesjährige Gautag am 6. 5. 1935 in Bern—
'astel statt. Der Kreisführer gab das Programm dieser
Tagung bekannt und forderte die zur Teilnahme be—
stimmten Vereine auf, tüchtig zu üben, damit sie am Gau—
cag Ehre einlegen. Die neue Mustersatzung für die Vereine
wuürden bekanntgegeben. Alsdann sprach Kreisführer Grohs
über das Thema ,Was will die neue Singbewegung“ und
betonte ausdrücklich, daß der Bund das Singen ein- und
mehrstimmiger Lieder wünsche, nicht wie vielfach von den
Sängern angenommen werde, nur die Pflege des ein—
stimmigen Gesanges verlange. Gerade das einstimmige Lied
sei die erste Singweise (bei Landsknechtliedern usw.) die
uns überliefert ist. Hier soll der Aufbau beginnen bis
zum mehrstimmigen Kunstchor der Neuzeit. Neben der
Pflege des Volksliedes soll auch das Volkssingen durch
Singen von Kanons und einstimmigen Volksliedern ge—
oflegt werden. Kreiskassenführer Reuter erstattete den
Kassenbericht. Die Einnahmen betrugen bis 13. 2. 1935
RM. 2660,—, die Ausgaben bis 13. 2. 35 RM.2581,27,
Bestand RM. 78,73. Die noch rückständigen Vereine, die
trotz Mahnung nicht bezahlt haben, gab er der Versamm—
lung bekannt. Die Kasse ist inzwischen geprüft worden.
Der Kassenwart wurde entlastet. Kreisführer Grohs sprach
ihm für seine mustergültige Kassenführung Dank und An—
erkennung aus und dankte gleichzeitig seinen Mitarbeitern
im Kreisführerrat für die im letzten Jahre geleistete Arbeit.
Kreischormeister Speicher hielt einen Vortrag über die
Programmausgestaltung bei Konzerten, Ausbau der Fa—
nilienabende und über das Volkssingen. Der stellv. Kreis—
hormeister Bollig zeigte den anwesenden Chormeistern und
Vereinsführern durch Einübung einiger Kanons und Scherz—
Kanons, wie das Singen wieder unter das Volk gebracht
werden muß, und wie auch hierdurch gute Stimmung bei
Vereinsfesten und Familienabenden in den Vereinen er—
zielt werden kann. Der Kreispressewart Monzel forderte
die Vereinswarte zur tatkräftigen Mitarbeit auf und gab
on dem Rundschreiben des Gaues Kenntnis, wonach das
Pressewesen in nächster Zeit neu ausgebaut wird und als—
dann eine besondere Besprechung mit den Vereinswarten
erfolgt. Kreisführer Grohs schloß die sehr anregend ver—
laufene Tagung mit einem Sieg-Heil auf Führer und
Vaterland. Nach dem Gesang des Deutschlandliedes trennte
sich die Versammlung. Die Tagung würde durch Gesangs—
borträge des NS.“MGV. Lyra Wehlen unter Leitung des
Chormeisters Conen umrahmt, der folgende Chöre zu Gehör
brachte: „Deutschland, du mein Väterland“ von Ernst
hansen, „Toten der Heide“ von M. Neumann, „Es blies
ein Jäger wohl in sein Horn“ und „Glückauf“ (Saarlied).
Alle Chöre waren exakt durchgearbeitet und vorgetragen
und fanden bei den Anwesenden reichen Beifall. Äls
Tagungsort der nächsten Kreisversammlüng wurde Veldenz
bestimmt. M.
M.G.V. Graach e. B. 1870, jetzt NS.⸗Männerchor Graach,
deklagt den Heimgang eines 78jährigen Sängerveteranen,
der über 50 Jahre lang treues Mitglied des Vereins und
eifriger Förderer des Gesangs gewesen ist: Jakob Odermann.
An der großen Beteiligung bei seiner Beerdigung wurde
doppelQuartett „Eiflia“ Immerath.
als Höhepunkt des Abends die Kantate „O Deutschland hoch
in Ehren“ von H. Lemacher für gemischten Chor, Streich—
juintett und Klavier, welche von den Zuhörern mit groͤ—
zem Beifall aufgenommen wurde. Am 8. Februar wirkte
der Verein an dem von der NEDAp. in Gillenfeld ver—
anstalteten Deutschen Abend mit und erzielte auch da mit
der oben genannten Kantate großen Erfolg. Ferner trug
der Verein dort zusammen mit dem M.GW. Liederkranz
Strohn die beiden Saarlieder „Weckruf“ von Knab und
„Glück auf der Saar“ von H. v. d. Saar, sowie die beiden
Pflichtchöre des DẽeB. „Bauernerde“ von Simon und „Lied