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Sängerzeitung lb eunshi! Nr. —
MGVW. Germania Neunkirchen zum Chorleiter⸗Jubiläum.
Wilhelm Zehen, Rñbi
überall geachtet und geehrt ist. Als treuer Gefolgsmann
steht ihm zur Seite der ebenfalls 56jährige aktive Sanges—
bruder und Mitbegründer des Vereins, Christoph Schwarz.
Der Verein hat aber auch noch eine weitere Anzahl eben—
falls verdienter langjähriger Sänger und zwar 50 Jahre
aktiv und darüber: Peter Zimmer und Nikolaus Theis.
40 Jahre aktiv: Johann Engel, Christoph Olks und J.
Peter Neumanns. 25 Jahre und bis 30 Jahre aktivd:
Cbristovh Schwarz, Röbhl
Theodor Hausen, Peter Schillen, Bernhard Schaack, Nikol
Jegen, Christoph Becker. Auch sie alle sind vorbildliche
Sänger, die in keiner Probe fehlen und somit der jüngeren
Sängerschar das beste Beispiel eines echten deutschen Sän—
gers geben. Leider hat der Verein auch den Tod zweier
alter Mitglieder Johann Schillen und Alodis Werwy zu
beklagen. J
Rreis Merzig.
Die Jahreshauptversammlung des M.G. V. Keuchingen
nahm bei reger Anteilnahme einen harmonischen Verlauf.
Aus dem Tätigkeitsbericht wurde mit Genugtuung die Be—
hauptung des Mitgliederstandes festgestellt, sowie fleißiger
Probebesuch. Buch⸗- und Kassenführung befinden sich in
bester Ordnung. Getreu seiner Sendung, als Träger echter
deutscher Volkskultur zu erscheinen, nahm der Verein an
allen vaterländischen Kundaebungen hervorragenden Anteil.
J·
Kreis VNeunkirchen.
M.G.V. Germania Neunkirchen beging in einer ein—
drucksvollen Feier das 10. Jubiläum seines verdienten
Chormeisters Wilhelm Schmidt. Durch einen Prolog, ge—
sprochen von der kleinen Tochter des Sgbr. Müller, sowie
einem sinnvollem lebenden Bilde, begrüßte der Vereinschor
mit dem Liede „Gott grüße dich“ den zu Ehrenden. Vereins—
ührer Barth überreichte im Auftrage des Vereins dem
zubilar eine entsprechende Ehrengabe, Sgbr. Dörr von der
Arbeitsgemeinschaft der städtischen Gesangvereine, Sgbr.
Reuter für den Kreis Neunkirchen schlossen sich der Reihe
der Gratulanten an und überreichten ebenfalls je eine
Ehrengabe. Es sei weiterhin erwähnenswert, wie Kreis—
führer Reuter ausführte, daß die Arbeit des Sgbr. Schmidt
in der langen Zeit als Schriftwart des früheren Gaues und
jetzigen Kreises Neunkirchen nicht zu vergessen sei, daß er
in stiller, aber zäher Arbeit vieles mit dazu beigeträgen
habe am Aufbau und Bestand unserer Sängergemeinschaft.
Nach abwechselnden Musik⸗-,, Gesang- und hümoristischen
Vorträgen verbrachten die Anwesenden einige angenehmen
Stunden. Sch.
Schon seit Jahren hat die Neunkircher Sängerschaft die
Bedeutung des Deutschen Liedertages für Pflege und Ver—
tiefung der Volksgemeinschaft erkannt und ihm deshalb
betont eindringliche und festliche Ausgestaltung gewidmet.
So auch wieder in diesem Jahre. An 6 verschiedenen
Plätzen der Stadt war den Vereinen Gelegenheit ge—
geben, durch das deutsche Lied für deutsche Art zu werben.
Dann vereinigten sich alle Vereine zu einer Kundgebung
auf dem Marktplatz, wo unter dem Stabe von Chormeister
Rein erlesene Chöre zum Klingen kamen und der Führer
der Arbeitsgemeinschaft, Fritz Dörr, in begeisternder Rede
das deutsche Lied im Dienst der Volksverbundenheit feierte
M.G.V. „Harmonie“ Wellesweiler hatte sich mit M.G. V.
„Germania“ Neunkirchen, die beide unter der Leitung von
Thormeister Wilh. Schmidt stehen, vereinigt, um den
Deutschen Liedertag zu einer Werbekundgebüng für das
deutsche Lied zu machen. An der „Offenen Singestunde“ be—
eiligte sich eine stattliche Anzahl von Jungen und Alten
aus der gesamten Bürgerschaft.
Kreis Oberstein Adar.
Der Idarer Männergesangverein führte mit dem Ge—
mischten Chor und dem Orchesterverein im Rahmen der
Bachfeiern dieses Gedenkjahres Bachs „Matthäuüspassion“
auf. Die Aufführung trüg einen ruhmvollen Klang für
den Idarer Männergesangverein in alle kleinen und großen
üdwestdeutschen Städte. Von Mosel, Rhein, Nahe, Pfalz
and Saar, aus dem Taunus, sogar von Frankfurt waren
Musikfreunde hergekommen, um die „Matthäuspassion“ in
dieser ebenso seltenen, wie großartigen Besetzung zu hören.
Musikdirektor Adolf Scherpner hat in länger Proben—
arbeit Chor und Oxchester zu Leistungen herangezogen, die
zu Achtung und Bewunderung Anlaß gaben. Jaigi Chöre
werden selten in so scharfem Schnitt und klarer Linien—
führung zu hören sein. Die einzelnen Stimmen zeichneten
icher und tonrein, die Choräle in ihrer alle Romantik
kühn vorwegnehmenden Harmonik trugen das Gesicht lau—
erster religiösser Innigkeit. Schwer und ei wogte
das ganze Geschehen zwischen den dreit großen Ecksätzen:
„Kommt ihr Töchter“, „O Mensch, bewein dein Sünde
groß“ und „Wir setzen uns in Tränen nieder“. Im Ver—