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Hom Buüchertisch.
Zeirschrift für Musikt, Monatsschrift für eine geistige
Crneuerung der deutschen Musik, gegründet 1834 von Robert
Schumann, Herausgeber und Vereger Gustav Boste, Regens—
burg, vierteljährlich 3,60 RM., Einzelhest 1,35 RM. Wir
verweisen mit wärmster Empsehlung auch auf diese Richard
Strauß gewidmete Juninummer hin. Sie bringt mit wert—
voller Bebilderung und einem interessanten Stammbaum
des Meisters an Aufsätzen: Dr. Max Steinitzer: Die Reden
vom Wiener Richard-Strauß-Banket; Dr. Roland Tenchert:
Das Verhältnis von Wort und Ton (R. Strauß: „Ich
trage meine Minne“: Franz Seraph Kerschensteiner:
Familiengeschichte um Richard Strauß und die Walter vom
Parkstein; Dr. Wilhelm Zentner: Richard Strauß in der
Anekdote; Dr. Paul Bülow: Richard Strauß' Pilgerfahrt
nach Bayreuth; Fritz Oeser: Carl Schuricht; 64. Tonkünstler—
fest des A.D. M. zu Wiesbaden, Lebensdaten und Werkver—
zeichnis der in Wiesbaden zur Aufführung kommenden Kom—
ponisten mit kurzen Analysen der Werke; Wolfgang von
Bartels: Mut zur Persönlichkeit auch in Funk und Presse.
Berichte über Musik und Musiker, Konzert, Funk und Film,
Kirche und Schule, deutsche Musik im Ausland und über
Neueérscheinungen vervollständigen die interessante Nummer!
Die Westmark, Monatsschrift für deutsche Kultur, Schrift—
leiter Kurt Kölsch, N.S.83.-Verlag Neustadt a. d. Hardt,
Einzelheft 1M. Die vorkreffliche Zeitschrift sollte nun bei
allen gebildeten, am Kulturkampf unserer Tage inwendig
anteilnehmenden Bewohnern des Saargebiets Hausrecht er—
worben haben. In Bild und Wort spiegelt sie vortrefflich
das Denken, Fühlen und Wollen unserer schicksalsvollen
Zeit wieder. Ein Stab erster Autoren führt in der West—
mark die Feder: August Winnig, Vergangenheit und Zu—
kunft, die Lebenslinie des deutschen Arbeiters, Friedrich
Hussong, Der Tag des Deutschen, Dr. Kurt Hüttenbräucker
Deutsches Arbeitertum an der Saar, Fritz Droop, Arbeiter—
dichtung, Rudolf Jung, Die Saar als Bestandteil des
deutschen Wirtschaftsraumes, Ludwig Dillmann, Der Heim
weg, Jakob M, Wallacher, Das Schlafhaus 16, C. Fr.
Rasche, Die Befreiung des deutschen Arbeiters, dazu Dich—
tungen heimischer Dichter, Die Wacht im Westen, Das
Buch, Völkische Wissenschaft: Dr. Ludovici, Entproletari—
sierung der Sinn der neuen Wirtschaftsführung; Dr. Graf,
Hand-Arbeit, Hand-Werk; Dr. Keuth, Ländliche Arbeits—
kultur an der Saar. Treffliche Reproduktionen nach Werken
von Theobald Hauck und Hans Freischlad. Auch die Juni—
nummer ist literarisch und bildnerisch wieder ganz auf der
Höhe. Ein Bericht über unsern Gautag in Trier zeigt,
mit welchem Interesse die Schriftleitung auch unsere volks—
deutsche Sängerbewegung verfolgt. Wir wünschen Kurt
Kölsch für seine ausgezeichnete Kultur-Monatsichrift eine
stets wachsende Lesergemeinde!
Max Kronberg, „Jung Siegfried“. Der JZugendroman
Richard Wagners. Leipzig 1934. Koehler Kr Amelang,
Verlag. Ganzleinenband 4,80 Mark. Richard Wagner ist
uns als Bannerträger der vaterländischen Gedanken, auf
die unser Volk sich eben wieder besonnen hat, besonders
nahegerückt. Eine Reihe von historisch-psychologischen Ro—
manen hat versucht, das menschliche Bild dieses Meisters
deutscher Tonkunst den weitesten Kreisen nahe zu bringen
Jetzt wieder in ausgezeichneter Weise der bekannte Dichten
Max Kronberg in diesem Werke. Den romantisch bewegten
fast märchenhaft anmutenden Schicksalen des jungen Wagner
bringt unsere Zeit besonderes Verständnis entgegen. Wie
nahe steht uns dieser Stürmer und Dränger mit dem festen
Glauben an sein Können, dieser ewig junge „Siegfried,
der das Fürchten nicht lernt“, der Neues wagt, Menschen
in seinen Bann zwingt, darum aber auch mißverstanden
und befehdet wird! Wo sich ihm Möglichkeiten bieten, greift
er zu, wagt sich nach Königsberg, Riga und Paris. Als
guter Deutscher wirft er sich in den Strudel des miß—
glückten Dresdner Maiaufstandes von 1849 und findet,
aus der Heimat vertrieben, Zuflucht in der Schweiz, wo
ihn die Herzensfreundschaft mit Mathilde Wesendonk zu
höchster Steigerung seines Könnens erhebt, ihn zugleich
seelisch erschüttert und läutert. In dieser Sturm— und
Drangperiode entstehen Wagners unsterbliche Werke: Rienzi,
Holländer. Tannhäuser. Lohenarin. Tristan. die Anfänge
der „Nibelungen“. Man lernt die Umwelt, die Stimmungen
ennen, aus denen die Werke gewachsen sind, wodurch auch
ie uns persönlich nähergebracht werden. Hierin diegt die
Bedeutung von Kronbergs schlichter und deshalb eindring—
licher Darstellung. Wir geben dem feinen Werk ein Wor—
varmer Empfehlung mit auf den Weg.
Greuzwacht im Schacht, ein Ehrenmal für den saar—
deutschen Bergmann. Saarbrücker Druckerei und Verlag
A.“G. Preis 6 Fr. Das Vorwort lautet: „Dem saardeutschen
Bergmann ist dieses Werk gewidmet, dem Bergmann, der
»as Rückgrad des wirtschaftlichen Lebens in unserem Gebiete
darstellt. Dieser Bergmann füher ein arbeitsames, ein stil—
es Leben, von dem die Oeffentlichkeit gewöhnlich nur dann
denntnis genommen hat, wenn es in sozialpolitische Kämpfe
erwickelt wurde. Das tägliche Leben dieser Menschen, dieser
delden der Arbeit, ist jedoch den wenigsten bekannt — ihre
Sorgen, ihre Nöte, ihr Wille zur Arbeit und gerade zur
Urbeit in der Grube, ein Beruf, der sich beinahe tradi—
ionsgemäß von Geschlecht zu Geschlecht vererbt, ein Be—
ruf, den sie gerne ausüben, wenn sie ihr Auskommen haben
und als Menschen geachtet werden. Diesen Anspruch kön—
ien sie nicht nur als Menschen erheben, sondern auch als
vichtige Glieder der Volksgemeinschaft. Der saardeutsche
Bbergarbeiter ißt ein bitteres Brot, bitter zweifach, denn
richt nur die Not ist sein ständiger Begleiter, sondern auch
ein Brotgeber ist ein Fremder. Das vorliegende Werk.
n dem das stille Heldentum im täglichen Leben des saar—
deutschen Bergmanns dargestellt wird, verfolgt nur die
ꝛine Absicht, dieses Leben seinem Werte gemäß zu wür—
digen.“ Das Werk, das in Bild und Wort dem Leben
des saardeutschen Bergmanns folgt, ist ausgezeichnet redi—
gjiert und buchtechnisch ausgestattet. Es ist wirklich ein
Ehrenmal für diesen bedeutsamen und schweren Stand. Das
Buch gehört nicht nur in jedes Bergmannshaus und iän
jede Schul-⸗, Haus- und Volksbücherei, sondern es sollte
ils Heimatbuch Eingang finden in jede saardeutsche
Familie. Es wäre erfreulich, wenn sich die Sängerführer
n den Dienst der Verbreitung dieses Buches stellen woll—
ten. Es ist es wert. St.
Sprachenpflege. „Le Traducteur“, eine Zeitschrift in
Deutsch und Französisch, beide Sprachen rein und richtig
aebeneinander gestellt, wird überall dort willkommen sein,
vo Vorkenntnisse schon vorhanden sind und das Bestreben
zesteht, sich in angenehmer Weise weiter zu unterrichten.
Probeheft kostenlos durch den Verlag des Traducteur in
KRa Chaur«de-fonds (Schweiz).
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