Full text : 14.1934/35 (0014)

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lshhl Saar⸗Sänger-Bund Il.
168 ñ * innerhalb dieser Vereinigung ging der Verein bis auf 47
Kreis Saarbrücken Burbach. aktive Sänger zurück. Es galt nun, die Ursache festzustellen
und für Abhilfe zu sorgen. Das Ergebnis dieser außer—
o)rdentlichen VBersammlung war nun solgendes: Der der—
zeitige Dirigent Josef Schorr wird beibehalten. Der
derzeitige Vorsitzende Johann Paulus aus Dilsburg stellte
ein Amt zur Verfügung mit der Begründung, dem Ge—
angverein zu Dilsburg beitreten zu müssen und brachte
zu gleicher Zeit zu seinem Nachfolger Sangesbruder Peler
Brück aus Heusweiler in Vorschlag. Hierauf brachten
zinige Sangesbrüder noch 3 weitere Sangesbrüder in
Vorschlag, die aber nicht gewillt waren, das Amt des
Vorsitzenden zu übernehmen. Somit wurde Sangesbruder
Brück einstimmig zum Vorsitzenden ernannt. Dieser dankte
ür das ihm entgegengebrachte Vertrauen und versicherte,
seine ganze Kraft in den Dienst der guten Sache stellen
zu wollen. Nach Behandlung einiger Vereinsangelegen—
seiten und nach Absingen des Liedes: O Deutschland heiliger
Name und des Deulschen Sängergrußes fand die Ver
sammlung ihren Abichluüß. 3.
Breis Saarlouis.

Tre, Nr.

M.G.V. Güchenbach beteiligte sich mit rund 130 Sän—
dern auf Einladung des dortigen M.G. V. an einer Saar—
kundgebung in Bitburg. Durch Anwesenheit von Gau—
führer Dr Bongard und Gauchormeister Beck erhielt sie
eine besondere Note. Die Feier wurde eingeleitet durch einen
Kommers am Samstagabend, der von dem M.G. V. Güchen—
bhach und unserem heimischen Konzertsänger Lorscheider be—
stritten wurde. Nach einer Begrüßungsansprache des Kreis—
führers Bitburg und einem beifällig aufgenommenen Lied
des dortigen M.G.V. brachte M.G.V. Güchenbach drei
geistliche Lieder zum Vortrag, dem sich drei Tenorsolis
des Solisten Lorscheider anschlossen. Es folgten Chöre aus
alter Zeit, der Spätromantik und neuester Zeit, die immer
mit Tarbietungen des Solisten ergänzt wurden. Taß die
einzelnen Darbietungen dankbar aufgenommen wurden und
nachhaltigsten Eindruck hinterließen, braucht nicht betont
zu werden. Wohl alle Anwesenden sind zu der Erkennt—
nis gekommen, was ein leistungssähiger Gesangverein für
seine Gemeinde bedeuten kann, wenn ihm Führer be
schieden sind, die in immer opserfreudiger Bereitschafft
ihrer hohen kulturellen und erzieherischen Aufgabe be—
wußt bleiben. Gauführer Dr. Bongard führte aus, daß
heute von der Saar zuviel getagt, geredet und, geserert
wird. Wir sind kein Mischvolk, dem man sein Deutschtum
erst beibringen muß, sondern jedes Kind, jeder echte Saar—
länder bis ins letzte Dorf an der Grenze betrachtet es
als eine Selbstverständlichkeit, als Deutscher angesehen zu
werden, und über Selbstverständlichkeiten macht man nicht
soviel Aufhebens und redet man nicht. Was uns mit
unserem Mutterlande verbindet, ist in erster Linie nicht das
Politische, auch nicht das Wirtschastliche, sondern das Kul—
turelle, die deutsche Seele. Deutsches Kulturgut zu ver—
mitteln, deutsche Kultur ins Volk zu tragen, damit es teil—
nimmt an dem, was die besten Söhne unseres Volkes uns
geben oder gegeben haben, ist zutiefst die Ausgabe jedes
berantwortungͤäbewußten Chores. Wo diese Arbeit in
rechtem Geiste geleitet wird, wirkt sie erzieherisch und wird
zur schärfsten Waffe gegen unsere Feinde. Wenn heute
die Verbundenheit des Saarvolkes mit unserem Mutter—
lande immer wieder hervorbricht und sich kundgibt, so
ist das mit letzten Endes die Frucht zielbewußter Arbeit
des Saar-Sänger-Bundes und der in ihm zusammen«
geschlossenen Vereine. Nicht endenwollender Beifäll bewies,
daß die Worte unseres Gauführer ihre Wirkung nicht
versehlten. Oberlehrer Zillgen aus Bitburg, ein ge—
bürtiger Saarländer, verstand es, in markanten Worten
der Verbundenheit des Reiches zur Saar und der Treue
der Saar zum Reich Ausdruck zu geben. Sonntag morgen
fanden wir uns mit den Sangesbrüdern aus Bitbürg
zu einem gemütlichen Frühschoppen zusammen. Am Nach—
mittag fand das Wertungssfingen des Kreises Bitburg statr
und anschließend eine Kundgebung auf dem Marktplatz
womit die Feier ihren Abschluß fand. Gegen Abendt
rüsteten unsere Omnibusse zur Abfahrt nach Bernkastel
Unterwegs hatten wir Gelegenheit, die stille, herbe Schön
heit der Eisellandschaft zu bewundern und in uns auf
zunehmen. Frisch und fröhlich kamen wir in Bernkaste!
an, wo Musiklehrer Speicher, ein ehemaliges Riegelsberger
Kind, uns begrüßte und wir zusammen mit dem dortigen
Verein bei Musik und Gesang gemütliche Stunden ver—
lebten. Des andern, Morgens ließen wir es uns nich
nehmen, Bürgermeister Kölsch, einem früheren Neun—
kirchener Bürger, mit einem Ständchen vor dem historischen
Marktbrunnen zu beehren. Sichtlich erfreut dankte er und
betonte dabei, daß das Schicksal der Saar in guten Händen
sei, wenn im schlichten Menschen der Arbeit folches Volks
tum, solche Seele, solche Begeisterung lodert. Anschließend
machten wir einen Spaziergang auf die Burg Landehut und
in die Berge, wo sich das Auge an der zu Füßen liegen—
den Moselländschaft weiden konnte. Allzuschnell vergingen
die schönen Stunden. Nachdem wir uns gestärkt hatten,
mußten wir zur Hetmat rüsten, mit dem Wunsche be—
seelt, hald wieder mit diesem schönen, herrlichen Deutschland
bereinigt zu sein M

Kreis Saarlouis veranstaltete zwei große Wertungs—
ingen. Am 4. März beteiligten sich 18 Vereine der
Bruppe 3 B, deren Sängerzähl zwischen 23 und 55
chwankte, an dem Singen in Hülzweiler. Der folgende
Zonntag sah die mitgliedstarken Vereine der Gruppe 34,
12 an der Zahl, in Fraulautern um die un des Sieges
ringen. Bei beiden Wertungen amtete Professor Walier
Rein aus Frankfurt als Wertungsrichter. Beiden Veran—
taltungen gemeinsam war der unbedingte künstlerische Wille
Serade das Singen in Hülzweiler zeigte am Beispiel der
leinen Vereine, wie stark im Saarlouiser Sängerkreis die
ieuen Chorliedbestrebungen, das Ringen um Einklang von
sSehalt und Gestaält, feste Wurzeln geschlagen haben, Die
Auswahl der Chöre stellte das Bestreben klar heraus, nur
einwandfreies modernes Liedgut zu pflegen, ferner dieses
hut in gemäßer Form zu geflalten. So legten die gesang—
ichen Leistungen, selbst bei starker kritischer Einstellung,
zeachtliche Chorkultur an den Tag. Ungleich deutlicher noch
rTat dies alles in Erscheinung beim zweiten Singen in
Fraulautern. Daß hier teilweise ganz ausgezeichnete, hoch
vertige, hieb⸗ und stichfeste Leistungen zu verzeichnei
varen, liegt in der Natur der Sache. Schon der Hinweis
uuf die mitwirkenden Vereine dürfte zur Erhärtung dieser
Tatsache genügen. Beide Tagungen wurden von Kreis—
ührer Rupp (Fraulautern) mit herzlichen Willkommsworten
an Sänger, Chorleiter, Presse, Ehrengäste, darunter 2. Gau—
chormeister Hitzelberger und Wertungsrichter Professor W
Rein, eröffnet. Es fangen in Gruppe JIIIB in Hülzweiler

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Sängervereinigung Seusweiler hatte eine außerordent—
liche Generalversammlung einberufen. Sie galt der Wahl
eines Vereinsführers und eines Dirigenten“ Der Verein
zählte bei seinem Zusammenschluß am 22. 8. 33 93 aktive
Zänager. Nach einer Arhbeit non einem halben Jahré
            
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