Full text : 14.1934/35 (0014)

Nr. 4 Unpe!
des Treuhändertums deutscher Unternehmer heraus, die
sich auch für die geistigen Belange der Arbeitnehmer stets
opferbereit einsetzen, wie es die Stummsche Werkleitung
in all den Jahren vorbildlich getan hat. Zahlreiche weitere
Gratulanten ergrifsen das Wort, unter ihnen sei Bürger—
meister Dr. Blank und der Führer der Aachener Sänger
hervorgehoben. Massenchöre unter dem Stabe des Vereins
dirigenten Max Detemple und des Kreischormeisters Kunkel
verschönten den Festabend. Ein gewaltiger Festzug setzte
sich Pfingstsonntag zum Stumm'schen Park in Vewegung,
wo sich bald ein frohes Treiben entwickelte. Vereinsführer
Scherer und Kreisführer Reuter entboten auch hier den
zahlreichen Teilnehmern, namentlich den Sange-brüdern aus
dem Reich herzliche Willkommsgrüße. In seiner Festrede
seierte Gauschriftführer Stein die gemeinschaftbildende und
gemeinschafterhaltende Kraft des deutschen Liedes. Er be—
grüßte hernach in kurzer Ansprache noch jeden Verein aus
dem Vaterlande. Nun solgte Chor auf Chor, die teilweise
starken Beifall auslösten. Die Montagsveranstaltungen
gaben dem Jubelfest einen allen Teilnehmern unvergeßlich
bleibenden Abschluß!

hUlVphhh Saar⸗Sänger⸗Bund

un Seite 82
Kreis Ill Prims⸗Thel.

Der Dmar!ettverein ODm
Ldach betlagt den Tod eine
seiner eisrigsten Mitglieder.
Die Fahne senkte sich über
die Gruft des allzu früh im
Alter von 35 Jahren ver—
storbenen Sangeebruders Jose)
Sturm, der 11 Jahre dem
Verein aktiv angehörte und
8 Jahre als Schristführer
tätig war und am gesamten
Vereinzleben in vordildlicher
Weise stets den stärtsten An
teil nahm.

Josef Sturm.

Kreis Oberstein.
In der Generalversammlung des Grnub'schen M.G.WV.
Oberstein wurde der langjährige 1. Kassierer Gustav
Queiser zum Vereinsführer vorgeschlagen und der Vor—
schlag von der Versammlung einmütig gebilligt. Sanges—
bruder Queiser dankte für das ihm entgegengebrachte Ver—
trauen und streifte nach einigen Begrüßungsworten die
Vereinsgeschichte und stellte dann Richtlinien für die
Weiterarbeit auf, die allgemeine Billigung fanden. Redner
dankte alsdann dem scheidenden Führer und seinen Mit—
arbeitern für die geleistete Arbeit und bestimmte zu seinen
Mitarbeitern folgende Sangesbrüder: stellvertr. Führer
Ernst Franz, 1. Schriftwart Otto Wild jr., 2. Schriftwart
Hugo Hosser; 1. Kassenwart Fritz Eckel, 2. Kassenwart
Hermann Loch; Inventarverwalter Ernst Grasmück. Zur
Wirtschaftskommission und zu Beisitzern wurden folgende
Mitglieder bestimmt: Karl Hey, Rudolf Sohni, August
Kunz und Arthur Kaucher. Aus dem Tätigkeitsbericht des
verflossenen Jahres kann mit Genugtuung festgestellt wer—
den, daß der Probenbesuch gegenüber dem Vorjahr sich
bedeutend gebessert hat; gewiß ein Zeichen des guten
Geistes, der die Sängerschar trotz der schlechten wirtschaft—
lichen Lage treu zusammenhält. 9 Mitglieder haben über—
haupt keine Probe versäumt und zwar: Jakob Sohni, Viktor
Aulenbacher, Ernst Franz, Hugo Hosser, Gustav Queiser,
Ernst Edinger, Otto Schiel, August Kunz und Emil Hub
Der langjährige musikalische Leiter Musikdirektor Scherpner
dankte für das verständnisvolle Mitgehen zum Nutzen des
Vereins. Er freute sich über den harmonischen Verlauf
der Generalversammlung und stellte sich selbstverständlich
auch der neuen Vereinsführung bereitwilligst zur Ver—
fügung. In seinen weiteren Ausführungen streifte er kurz
die musikalischen Ereignisse des 90jährigen Jubiläums—
jahres, insbesondere das glänzend verlaufene Herbstkonzert
und kam dann auf seine Wünsche im neuen Jahre zu
sprechen. Scherpners Worte klangen dahin aus, zum Wohle
und zur weiteren künstlerischen Aufwärtsentwicklung des
Vereins sein ganzes Können einzusetzen. Mit dem Deut—
schen Sängergruß mit einem Sieg-Heil auf unser deutsches
Vaterland, auf Reichspräsident v. Hindenburg und quf
unsern Volkskanzler und Führer Adolf Hitler schloß die
schön verlaufene Versammlung.

RKreis Sareebruen.
Dem, von Kreisschriftführer Li. Bach erstatteten Bericht
iber die Jahresarbeit des Kreises Saarbrüden entnehmen
vir: Mitgliederstand: Zu Beginn 1933 zählte der Bau
Zaarbrücken 25 Vereiné mit einer Gesamtinitgliederzahl
zon 4383. Hiervon entfielen 1629 auf aktive und 2754
nuf inaktive Mitglieder. Neu ausgenommen wurden: Kath
rirchenchor St. Michael, Gesangverein der Straßenbahnec,
teinhardtquartett, die Deutsch-Herrn-Singgemeinschaft und
der Kath. M.G. V. Constantia Saarbrücken 2. Am 17.
Dezember 1933 wurde infolge Neueinteilung des Bundes
der Gau Brebach dem Gau Saarbrücken zugeteilt, so
daß nunmehr dem Gau Saarbrücken 39 Vereine mit
2368 altiven Sängern und Sängerinnen und 3533 in—
aktiven, zusammen 5901 Mitglieder angehören. Weiter
vird von dem gleichen Tage die Bezeichnung „Gau“ durch
„Kreis“ ersetzt. Veranstaltungen: Das Jähresprogramm
vurde durchgeführt. Auf dem Bundestag in St. Ingbert
varen alle Vereine des Gaues vertreten. An den 6 Gau—
Tachmittagskonzerten waren folgende Vereine beteiligt:
donstantighe. V. Sgarbrücken 2, Männerchor e. V., Lieder
afel Saarbrücken 3, Sängerlust, Kath. M.G.V. Saarbr. 1
Männerquartettverein und Postgesangverein. Das Gau—
zamilienkonzert am 19. März im Städt. Saalbau war in
eder Hinsicht ein voller Erfolg. Mitwirkende und Aus
ührende waren: M.G. V. Konstantia e. V. Männerchor e. V.
zkuphonia und Saarquartett. Als Solift war Willi Lor—
cheider verpflichtet. Den gleichen Erfolg hatte auch das
Wertungssingen am 19. November der dritten Gruppe,
zei welchem der Wertungssachverständige Musikdirektor Ott
alle Vereine mit dem Prädikat „Sehr gut“ bezeichnen
onnte. Weiter verdienen Erwähnung die beiden Konzerte
hes Münchener Symphonie-Orchesters am 15. und 20. Juli
ßei dem Abschiedsabend im Sängerheim hatte sich der
Postgesangverein zur Versügung gestellt. Weiter war die
Beteiligung der Vereine an der Kundgebung auf dem
Niederwald eine außerordentlich große. Tagungen: Bei
den 4 Gautagungen waren erfreulicherweise 22 Vereine
n allen Gautagungen anwesend. Saarbrücker Sängerbund
ind Gesellschaft der Musikfreunde fehlten einmal, der
Blindenverein dreimal. Bei den Gautagungen sangen:
Zängerlust Saarbr. 3, Kath. Kirchenchot St. Michael!

⸗
Saar-Genossenschaftsbank
S Gersweiler Sparkasse e. G.m. b. H.
Saarbrücken 3 2 —V Saarlouis, Dil⸗
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Saarbruchen dulzbach, Friedrichsthal.
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Gersweiler (Saar) Wechsel-Diskontierungen ingen d Agenturen.

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